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Archiv für März, 2008

Nichts zu verbergen? – Teil 1

30. März 2008 2b Keine Kommentare

Wie oft habe ich es in den letzten Monaten hören müssen? “Ich habe doch nichts zu verbergen, sollen “sie” doch meine Daten speichern.” Oft habe ich Verwandten- und Bekanntenkreis Diskussionen zum Thema Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz geführt, meist mit dem gleichen Ergebnis: Es ist einem Großteil der Leute völlig egal, wenn sie auf Schritt und Tritt verfolgbar sind. Horrorvisionen wie diese werden als unrealistisch und völlig überzeichnet abgetan. Dem ist im vorliegenden Beispiel leiden nicht so. Im Prinzip liegen all diese Daten heute schon über jeden von uns vor, wenn auch nicht so kompakt zusammengefasst. Technisch ist das jedoch schon lange keine Zauberkunst mehr.

Was, wenn diese Daten in die falschen Hände fallen?

Was die falschen Hände sind, möge jeder für sich entscheiden, für mich sind es insbesondere Megakonzerne, die Musik- und Filmindustrie, aber auch viele unserer Politiker, die keinen Schimmer von dem haben, was sie da gerade entscheiden, zumal sie noch nicht einmal wissen, was eigentlich ein Browser ist. Und Ihr wollt objektiv über die Verwendung und Vernetzung meiner privaten Daten entscheiden?

Wer sich nun aber noch immer sagt, er habe doch nichts zu verbergen, der schaue sich diese Grafik und diesen Fragebogen an.

Habt Ihr wirklich NICHTS und vor NIEMANDEM zu verbergen?

Warum schließt Ihr dann die Tür, wenn Ihr zur Toilette geht…?

Der Sommerzeitwahnsinn

29. März 2008 2b Keine Kommentare

Also ich kann den ganzen Aufstand um die Verwirrung der inneren Uhr ja nicht so ganz nachvollziehen. Zweimal im Jahr muss ich quer durch’s Haus rennen und allen Nicht-Funkuhren die neue Uhrzeit mitteilen. Was für ein Spaß. Doch des öfteren vernahm ich in den letzten Tagen Aussagen, die von der Verwirrung der inneren Uhr sprachen. Von einem potenziell höheren Unfallrisiko beim Autofahren, von durchschnittlich müderen Menschen innerhalb der ersten vier Wochen nach der Zeitumstellung.

Kann eine Stunde solche Effekte haben?

Ich kann da nur von mir sprechen…mir fällt die Zeitumstellung fast nicht auf, außer dass es morgen früh nach dem Aufstehen plötzlich schon sehr spät sein wird.

Aber vielleicht tritt dieses Phänomen ja erst ab 30 auf oder so?

Hm, aber wer weiß? Vielleicht ist da ja wirklich was dran?! Mag man der Wikipedia Glauben schenken, so gibt es doch tatsächlich wissenschaftliche Studien darüber, die behaupten, dass es bei der Sommerzeitumstellung, die nun ansteht, bis zu 4 Monate dauern kann, bis der Hormonhaushalt wieder “richtig tickt”. Bei der Winterzeitumstellung allerdings nur knapp 2 Wochen.

Sollte dem also so sein, dann stelle ich mal die Theorie in den Raum, dass die Zeitumstellung nicht dem Energiesparen und erhöhen der Produktivität, geschweige denn einem gesteigerten Wohlgefühl durch mehr Tageslicht dient, sondern eine Erfindung der DST-Connection (Daylight saving time connection) ist, die durch die in der Umstellungszeit entstandenen Schäden massenhaft Gewinne abschöpft.
Profitieren tun davon natürlich die Reparaturwerkstätten, die Krankenhäuser, Autoversicherungen (die dann nach Unfällen die Prämien erhöhen können), Hauptdrahtzieher ist aber ganz klar die Kaffeeindustrie, die sich mit müden Menschen eine goldene Nase verdient. ;-)

Ne, aber jetzt mal im Ernst: Ich plädiere für eine probeweise Abschaffung der Zeitumstellungen, die eigentlich alles nur komplizierter statt einfacher macht und trotz Funkuhrtechnologie regelmäßig Arbeitnehmer zu spät oder zu früh zu Terminen erscheinen lässt.

In diesem Sinne…vergesst nicht, heute Nacht die Uhren eine Stunde vorzustellen…

Deutschlands Renten…

27. März 2008 2b Keine Kommentare

…sind ja eh schon fraglich, wenn ich dann mal irgendwann in Rente gehen darf (falls überhaupt).

Die bunten Hochglanzprospekte der Versicherungen bieten immer neue Angebote, wie ich bestmöglich meine Rente sichere und – was natürlich verschwiegen wird – möglichst viel meines sauer verdienten Geldes in die Kassen der Kapitalmonster transferiere.
Dass derartige Praktiken in der Vergangenheit mitunter seltsam anmutende Blüten getrieben hat, dürfte bekannt sein. Doch was sich die Handelskette PLUS da wieder hat einfallen lassen, macht mich stutzig.

Zusammen mit anderen Branchenriesen wie Germanwings, Sixt, T-Home, AOL, etc. (die Liste lässt sich noch weiterführen) veranstaltet PLUS da eine Art Payback 2.0, um nicht zu sagen Rente 2.0. Oder um direkt mal ein Wort dafür aus der Wiege zu heben: PaySion (Payback, Pension).

Das Prinzip ist bekannt:
Kunde kauft ein, bekommt Punkte. Statt einer Bratpfanne bekommt er später (so er denn dann noch lebt) eine Zusatzrente ausgezahlt.
Doch, damit sich das Ganze für die Unternehmen auch lohnt, zahlt der willige Kunde mindestens 19,90 € pro Monat in eine klassische Rentenversichung, die als Basis dient.
Durch die mitgelieferte Kreditkarte und Einkäufe bei den Partnern erhält der Kunde Zusatzpunkte, die später eben aufsummiert werden.

Sieht auf den ersten Blick witzig aus, nicht zuletzt wegen der Klicki-Bunti-Bilder auf der Webseite der Deutschlandrente.

Schaut man genau hin, ist es nur wieder ein weiteres Bonusprogramm, das die aktuelle Angst um unsere Renten gekonnt ausschlachtet, gleichzeitig damit noch Geld verdient und zusätzlich ein lebenlang das Kaufverhalten der Kunden auf einem Silbertablett serviert bekommt. Clever! Was das für die Marktforschung bedeutet, kann man sich leicht an einer Hand abzählen. Personalisierte Käuferprofile, die altersabhängig ausgewertet werden können und den Absatz der Anbieter noch weiter steigert.

Wie bei allen Bonusprogrammen stellt sich auch hier wieder die Frage nach dem Preis, den ein jeder Kunde dafür zahlt, dass er später ein paar Euro mehr in der Tasche hat. Ich versuche es mal aufzudröseln:

- er (das sei geschlechtsneutral verstanden) gibt sein Kaufverhalten über eine lange Zeit preis
- er bindet sich an eine Rentenversicherung, dessen angepriesene Renditestärke erstmal im Raum steht, aber erst nach Ablauf objektiv betrachtet werden kann
- über die Kreditkarte begibt er sich in die Gefahr, den Überblick über die Ausgaben zu verlieren
- desweiteren zeigt die jüngste Vergangenheit, dass Kreditkartendaten gerne mal missbraucht werden

Letztlich ist zu vermuten, dass jeder einzelne besser damit beraten ist, in andere und seriösere Altervorsorgen zu investieren, da schon bei Payback (und wie sie alle heißen) jeder Kunde draufzahlt und nur einen Bruchteil davon von Payback zurückbekommt. Das sich diese Programme nicht lohnen, ist logisch, nur leider noch nicht überall angekommen. Fleißig sammelt die Republik Punkte für Dinge, die eigentlich kein Mensch braucht und liefert noch wertvolle Daten über das Gekaufte.

Und auch die Deutschlandrente wird ein Erfolg! Es ist innovativ, keine Frage. Was dahinter steckt, fragen sich die wenigsten. Oder es ist ihnen egal. Von diesen “Egalos” habe ich leider zu viele in meinem Bekanntenkreis. Und solange sich Menschen mit Treuepunkten kaufen lassen, werden sie ohne mit der Wimper zu zucken privateste Daten veräußern, ohne es auch nur mitzubekommen.

Willkommen in der schönen neuen Welt von PaySion!

Frank geht ran…

26. März 2008 2b Keine Kommentare

…nicht an die Mädels…nein! Ans Telefon!

Wenn Euch Telefonanrufe von Lottodiensten oder sonstigen Nervensägen auf den Keks gehen, dann schaut doch mal bei Frank vorbei.

Sehr empfehlenswert!

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Die Evolution des Programmierers

26. März 2008 2b Keine Kommentare

Na? Und wo befindet Ihr Euch auf dem Lebensweg?

Evolution of a Programmer

Schöner schreiben

26. März 2008 2b Keine Kommentare

Erst kürzlich habe ich es wieder erlebt:
Ich saß vor dem Rechner und verfasste einen Einladungstext, der nach Möglichkeit stilvoll gestaltet, originell, aber auch noch gut lesbar sein sollte.
Ergo klickte ich mich durch Berge an Schriftarten (oder zu Englisch “fonts”), bis letzten Endes die Wahl auf eine komisch klingende Schrift namens Ribbon131 fiel.

Wäre nun nicht die passende Schriftart dabei gewesen, hätte das Internet herhalten müssen. Schriftensammlungen gibt es im Web zu Hauf. Und alle kosten einen Haufen Kohle. Und zwar einen ziemlich unverschämten, wie ich finde.

Nun wurde ich jedoch auf eine Webseite aufmerksam, die kostenlos eine große Anzahl an Schriften anbietet und diese z.B. in Kategorie geordnet samt Schriftbild auflistet.

Was sagt man dazu? Daumen hoch!

Wer vorbeischauen möchte: Better fonts

AK’s oder: Menschen, die noch nie jemand mochte

26. März 2008 2b Keine Kommentare

Es soll ja Menschen geben, die eigentlich noch nie jemand mochte. Solche Existenzen wandeln bisweilen extrem penetrant durch unser Leben und gehen und fürchterlich auf den Sack! Warum sie das tun, weiß niemand, Fakt ist aber, dass sie durch ihre bloße Anwesenheit Unbehagen auslösen und bei jedem Wort den Wunsch in einem Stärken, dieser Person jetzt und hier heftigst ins Gesicht zu treten.

Das es niemals so weit kommt, hat wohl mit diversen Gesetzen, aber auch der guten Erziehung zu tun. Das Dumme daran ist nur, dass diese – wie Michael Mittermeier sie nannte – AK’s (kurz für Arschlochkinder) meist ungestraft ihrem AK-Dasein nachkommen können, ohne das jemand was unternimmt. Das Resultat ist ein vergiftetes Betriebsklima, so es sich um Kollegen handelt. Freundschaften würden sich hier mit Sicherheit nicht aufbauen lassen.

Wie Bob von Fahrenheit404 es so schön mit 85 beschreibt, so treffend ist diese Art von Mensch wohl in jedem Büro, jeder Bahnhofshalle und jeder Supermarktkasse anwesend. Und ändern tut sich wieder nix.

Was lernen wir darauf?

1. Kein Mensch ist perfekt.
2. Darum darf ich mich trotzdem über ihn aufregen.
3. Irgendwas läuft bei einigen Leuten in der Erziehung falsch.
4. Es wird wohl immer so bleiben.
5. Und trotzdem wehre ich mich Händen und Füßen gegen den mentalen Fortbestand des AK-tums!
6. Liebe AK’s: Ihr wisst vermutlich nicht, dass IHR gemeint seid. Daher fasse sich jeder mal an die eigene Nase und prüfe, ob in den eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen alles richtig läuft und wenn nein, warum das so ist.
7. Ein jeder kann diese Welt mit ein bisschen Mühe ein kleines bisschen besser machen.

Vertrauen Sie Wahlcomputern?

26. März 2008 2b Keine Kommentare

Beatles

26. März 2008 2b Keine Kommentare

Musikalisch kann ich den Beatles ja nix abgewinnen, aber John Lennon’s Worte fand ich hier.

Our society is run by insane people for insane objectives. I think we’re being run by maniacs for maniacal ends and I think I’m liable to be put away as insane for expressing that. That’s what’s insane about it. (John Lennon)

Wie wahr, wie traurig.

Für Monty Python Fans

26. März 2008 2b Keine Kommentare

Wer in der Mittagspause gerade nix besseres zu tun hat, schau sich mal folgendes Monty Python Quiz (englisch) an:

http://www.mentalfloss.com/quiz/quiz.php?q=261&p=1