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Archiv für Juli, 2008

Hals, Stufe 2

29. Juli 2008 2b Keine Kommentare

The AK is alive!!!

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Härtere Strafen bei Datenmissbrauch

29. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Wie golem.de heute berichtet, hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nun für ein Arbeitnehmerschutzgesetz in Bezug auf über ihn gespeicherte Daten stark gemacht. Verstöße gegen den Datenschutz sollten zudem deutlich härter bestraft werden, um die abschreckende Wirkung zu erhöhen.

Grundsätzlich finde ich den Vorstoß des DGB ausgesprochen positiv. Je mehr Öffentlichkeit für das Thema Datenschutz erzeugt wird, desto sensibler wird jeder einzelne auf Dauer damit umgehen.
In Punkto Abschreckung kann ich dem DGB jedoch nicht zustimmen. Die Geschichte hat gezeigt, dass höhere Strafen keine signifikant höhere Abschreckung erzielen und daher (relativ) wirkungslos sind. (krasser Vergleich, aber die Todesstrafe ist nun mal die härteste aller Strafen: bei Punkt 4 nachlesen (Ich bitte zu beachten, dass hier niemand die Todesstrafe fordert!!! Den Link wählte ich lediglich aufgrund des Hinweises auf statistische Untersuchungen zum Thema “Abschreckung durch härtere Strafen”)!).

Dennoch kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen, dass in Unternehmen oft sehr leichtfertig mit persönlichen Daten umgegangen wird. Anfragen wie “Kannst mir mal eben eine Liste der Führungskräfte mit allen Beurteilungsergebnissen der letzten 3 Jahre schicken.” sind durchaus üblich und die Frage nach der Authorisierung zum Lesen dieser Daten wird selten genug abgefragt. In anderen Fällen werden (“weil es einfacher ist”) zentrale Passwörter an Kollegen weitergegeben und damit dem Datenklau/-mißbrauch Tür und Pforte geöffnet.

Da solcherlei Leichtfertigkeiten leider schon fast zum Tagesgeschäft gehören und nicht zuletzt die Sensibilität für diese Problematik fehlt, würde auch ich ein solches Gesetz begrüßen. Eine generelle Ausweitung der Gültigkeit, auch über die Grenzen des Arbeitsplatzes hinaus, wäre außerdem von Nöten, um allumfassend die informationelle Selbstbestimmung (auch bei der Video- und verdachtsunabhängigen Telekommunikationsüberwachung) jedes Bürgers zu schützen.

Dass dadurch die Vorratsdatenspeicherung kippen würde, wäre ein für mich äußerst willkommener Nebeneffekt…

Mein Dank geht daher heute an den DGB für die Unterstützung in Sachen Datenschutz!

Der Sturm auf’s Imperium

29. Juli 2008 2b 2 Kommentare

Vor einiger Zeit berichtete ich ja bereits mehrfach über Google. Über Vor- und Nachteile. Gestern sprang mir die Titelzeile eines Newsletters ins Auge, die sinngemäß lautete: “Cuil wagt Angriff auf Google”.

Hinter Cuil steckt u.a. ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, der sich nun das recht ambitionierte Ziel gesetzt hat, die Vorherrschaft von Google anzuknabbern.

Da ich ja grundsätzlich neue Webdienste liebend gerne teste, bin ich kurzentschlossen bei Cuil vorbei gesurft und machte einen ersten Test – der eher ernüchternd ausfiel.
Unter der zwar gewohnt schlichten und aufgeräumten Oberfläche mit angeblich 121.617.892.992(!) indizierten Webseiten (nein, das ist keine IP-Adresse :-) ), verbirgt sich zwar eine erfrischend übersichtlich gestaltete Ergebnisliste, die aber leider bislang überwiegend englischsprachige Ergebnisse liefert.
Der obligatorische Suchtest mit dem eigenen Namen fiel dann auch erwartungsgemäß knapp aus. Bei der Suche nach diesem Blog erhielt ich jedoch deutlich mehr Ergebnisse, zumindest bei einer Suche nach der Domain.

Positiv fiel mir die Möglichkeit auf, die Suchergebnisse in wahlweise 2 oder 3 Spalten aufzuteilen, was der Übersicht, gerade auf kleineren Displays, sehr zuträglich ist.

Kurzes Fazit:
Rein optisch gefällt mir Cuil deutlich besser als Google, doch bei dem wichtigsten Punkt, den Suchergebnissen, patzt Cuil derzeit noch. Der reinen Suchmaschine Cuil traue ich durchaus noch viel Potenzial und Konkurrenzfähigkeit zu.
Zusatzdienste, die Google neben der Suchmaschine anbietet (AdSense, Mail, etc.), habe ich bei Cuil nicht finden können, sie jedoch auch nicht vermisst.
Ich bin gespannt, wie sich die Suchmaschine in Zukunft entwickelt! Einen Blick ist sie (momentan für den englischsprachigen Raum) allemal wert.

Die deutsche Durchschnittsfamilie

29. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Für regelmäßige Besucher von YouTube wird es keine Neuigkeit mehr sein, für alle anderen vielleicht schon. Extra 3, eine Produktion des NDR, produziert von Zeit zu Zeit neue Episoden der animierten Kurzbeiträge “Die deutsche Durchschnittsfamilie”. Gezeigt wird eben genau diese. Mama, Papa und 1,3 (es waren mal 1,4) Kinder. Dementsprechend muss der arme Sohn leider auf seinen gesamten Oberkörper verzichten. :-)
In teilweise beißend kritischer, sarkastischer und schwarz humoriger Manier (genauso, wie ich es liebe ;-) ) erklärt Extra 3 Themen wie der G8-Gipfel, Mindestlohn, Rente und Strompreise, also alles, was die aktuellen Medien so hergeben.
Nicht selten bleibt dem geneigten Zuschauer aber ob der Realitätsnähe das Lachen im Halse stecken.

Ganz groß! Daumen hoch!

Wer selber einmal die deutsche Durchschnittsfamilie erleben möchte, schaue mal bei YouTube vorbei.

Hals, Stufe 1

29. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Wer hat schon gerne schlechte Laune? Ich jedenfalls nicht. Und doch versteht es ein spezieller Kollege immer wieder, mir um 07:00 Uhr in der Frühe – selbst ohne Anwesenheit – den Tag zu versauen.

Kennt Ihr diese Art von Menschen, nach deren Meinung die Welt zusammenbrechen würde, wenn sie gerade mal nicht da sind, ohne deren Genehmigung nichts geht, die überall ihre Finger im Spiel haben müssen und den absoluten Kontrollwahn a la “Was machst Du gerade?” haben?
Michael Mittermeier nennt diese Art von Menschen “AK”…

Folgender, im übrigen mit einem Rechtschreibfehler versehener, Satz vermochte mir gerade den Genuss des morgendlichen Kaffees zu versauen:

“Wer hatte Dich gebeten, daß auszutauschen ?”

Dass das betreffende Thema schon ungefähr drei Mal diskutiert und beschlossen wurde, spielt da offenbar keine Rolle…

An dieser Stelle übrigens einen herzlichsten Gruß an den Bob *wink*.

Sourceforge.net 2008 Community Choise Awards

25. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Heute warf ich doch mal einen Blick auf die Ergebnisse des diesjährigen Sourceforge.net 2008 Community Choise Awards, bei denen ich vor einiger Zeit für diverse Open Source Projekte abstimmte. Was mich jedoch außerordentlich irritierte, war die Sponsorenliste:

Screenshot der Sourceforge Startseite

Insbesondere Microsoft regiert als einziger Diamond Sponsor die Sponsorenliste. Microsoft? SourcForge? Open Source? Hallo? Hm…so ganz möchte mich diese Vorstellung nicht überzeugen. Zumal andere Größen wie Mozilla oder The Linux Foundation lediglich als Silver Sponsor, bzw. Community Partner fungieren.
Macht Microsoft jetzt auf “die gute Seite der Macht” und unterstützt Open Source?
Oder versucht “die dunkle Seite der Macht” nun die OS-Community zu infiltrieren?

Erklärungswillige mögen mich aufklären…

Dreckstool

25. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Der Zeigefinger zittert, schwebt nervös über der linken Maustaste, nur um im nächsten Moment herabzusausen und immer und immer wieder auf die Taste einzuhämmern.

Solche oder ähnliche Szenen spielen sich vor Rechnern nur allzu häufig ab, die nicht selten zerbrochene Hardware zur Folge haben. Grund sind meist Programme, die nicht das tun, was sie tun sollen oder einfach vollkommen schlecht zu bedienen sind.

Eine Hitliste der schlechtesten Tools findet sich bei Dreckstools.de, für die man auch selber Programme nominieren und für sie abstimmen kann.
Erstaunlicherweise fand sich der Internet Explorer nicht in der Liste der momentan 170 Tools – ich konnte es mir einfach nicht nehmen lassen, ihn zu nominieren. :-)

Klar auf Platz 1 ist das HP OpenView ServiceCenter mit 118087 Stimmen, dicht gefolgt von Lotus Notes mit 99600 Stimmen. Auf Platz 11 folgt dann mein persönlicher Favorit SAP R/3 mit 3576 Stimmen.

OpenID nimmt Fahrt auf

24. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Es gibt auch mal positive Nachrichten dieser Tage:
Die Web 2.0 Plattform MySpace will ab sofort das offene Login-Verfahren OpenID unterstützen und erschließt damit einen recht großen Nutzerkreis für OpenID, dem es meiner Meinung nach noch etwas an Lobby fehlt.

Ziel von OpenID ist es, internetweit ein einheitliches Loginverfahren bereitzustellen, ähnlich dem Single Sign-On-Verfahren.
Dabei hat jeder Nutzer genau eine Benutzerkennung, mit der er sich bei Webseiten, die OpenID unterstützen, anmelden kann, ohne ein neues Benutzerkonto anlegen zu müssen.

Ich, als netz-affiner Mensch, kann dieses Verfahren prinzipiell nur begrüßen, zumal mir immer mal wieder Passworte verloren gehen. Der Nachteil an einer Benutzerkennung ist jedoch wieder das Thema Datensicherheit. Kapert ein potenzieller Angreifer den OpenID-Account einer Person, so hat er praktisch Zugriff auf alle Benutzerkonten, bei denen sich diese Person per OpenID angemeldet hat. Wie hoch das Risiko von Identitätsklau bei OpenID jedoch wirklich ist, kann ich derzeit nicht einschätzen, halte es aber für ähnlich riskant, wie den neuen elektronischen Personalausweis.

eGesundheitskarte des Grauens

24. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Dieser kleine Buchstabe “e” scheint bei gewissen “Entscheidern” in unserer Regierung derzeit das Buzzword schlechthin zu sein. ePass, eGesundheitskarte, ePerso…der eWahn kennt keine Grenzen.

Konkret äußerte sich nun erneut der CCC zum Thema Datensicherheit in Bezug auf die “EGK”, die elektronische Gesundheitskarte.

Anlass für den kürzlich erschienen Artikel ist die Aufforderung einiger Krankenkassen an ihre Mitglieder, umgehend ein Passfoto für die EGK einzusenden, von der jedoch noch, aufgrund von ungeklärten Sicherheitsfragen, schärfstens abzuraten ist. So werden laut CCC Patientendaten – zwar verschlüsselt – auf einen zentralen Server übermittelt, wer jedoch letztlich Zugriff auf die notwendigen Schlüssel erhalten soll, sei noch unklar.

Wieder einmal vorauseilender Gehorsam, diesmal u.a bei der IKK Sachsen:
Diese Krankenkasse fordert sogar die Einsendung eines biometisch vermessbaren Fotos, welches laut §291 Sozialgesetzbuch jedoch nicht gefordert ist – was dieser Forderung jegliche Grundlage rauben dürfte.

Daher rät der CCC, die Einsendung eines Passfotos vorerst zu unterlassen, bis diese grundlegenden Fragen geklärt seien, zumal die Sanktionsmöglichkeiten seitens der Krankenkassen bislang unklar seien.

.me is about you

23. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Seit dem 17.07. bietet uns das Internet wieder neue Möglichkeiten, mehr oder weniger sinnvolle Domainnamen mit der TLD .me zu vergeben. Die eigentlich für Montenegro gedachte TLD wurde nun zweckentfremdet und dient ab sofort unter dem Slogan “.me is about you” primär als Endung für private Webseiten.
Leider sind, nachdem es in den USA reinen regelrechten Run auf die Domainnamen gab, schon wieder viele Domains belegt, so dass Interessiert ggf. ihren Domainnamen käuflich erwerben müssen. Auch mein Spontaneinfall http://happybirthday2.me/ ist schon belegt, wenn auch nur mit Werbung.

Nun überlege ich doch glatt, meinen Namen samt .me-Domain zu registrieren und meine .de-Domain abzuschalten. Wie der Spaß preislich aussieht, weiß ich noch nicht, zumal mein Anbieter Domaingo noch keine .me-Adresse vergibt.

Nachdem es mit .de leider nur wenige, lustige Namenskreationen gab (z.B. www.bullypara.de), so sind mit .me den Kreativen keine Grenzen gesetzt.
all-about.me, this-is.me, mem.me, rudis-kaschem.me, naja…und so weiter…

Was für nette Namen fallen Euch denn noch so ein?

Info von OpenPR

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