Der Sturm auf’s Imperium

Vor einiger Zeit berichtete ich ja bereits mehrfach über Google. Über Vor- und Nachteile. Gestern sprang mir die Titelzeile eines Newsletters ins Auge, die sinngemäß lautete: “Cuil wagt Angriff auf Google”.

Hinter Cuil steckt u.a. ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, der sich nun das recht ambitionierte Ziel gesetzt hat, die Vorherrschaft von Google anzuknabbern.

Da ich ja grundsätzlich neue Webdienste liebend gerne teste, bin ich kurzentschlossen bei Cuil vorbei gesurft und machte einen ersten Test – der eher ernüchternd ausfiel.
Unter der zwar gewohnt schlichten und aufgeräumten Oberfläche mit angeblich 121.617.892.992(!) indizierten Webseiten (nein, das ist keine IP-Adresse :-) ), verbirgt sich zwar eine erfrischend übersichtlich gestaltete Ergebnisliste, die aber leider bislang überwiegend englischsprachige Ergebnisse liefert.
Der obligatorische Suchtest mit dem eigenen Namen fiel dann auch erwartungsgemäß knapp aus. Bei der Suche nach diesem Blog erhielt ich jedoch deutlich mehr Ergebnisse, zumindest bei einer Suche nach der Domain.

Positiv fiel mir die Möglichkeit auf, die Suchergebnisse in wahlweise 2 oder 3 Spalten aufzuteilen, was der Übersicht, gerade auf kleineren Displays, sehr zuträglich ist.

Kurzes Fazit:
Rein optisch gefällt mir Cuil deutlich besser als Google, doch bei dem wichtigsten Punkt, den Suchergebnissen, patzt Cuil derzeit noch. Der reinen Suchmaschine Cuil traue ich durchaus noch viel Potenzial und Konkurrenzfähigkeit zu.
Zusatzdienste, die Google neben der Suchmaschine anbietet (AdSense, Mail, etc.), habe ich bei Cuil nicht finden können, sie jedoch auch nicht vermisst.
Ich bin gespannt, wie sich die Suchmaschine in Zukunft entwickelt! Einen Blick ist sie (momentan für den englischsprachigen Raum) allemal wert.

2 Responses to Der Sturm auf’s Imperium

  1. Offensichtlich scheint man am deutschsprachigen Raum kein Interesse zu haben, die URL http://www.cuil.de führt jedenfalls nicht zur Suchmaschine…

  2. Ich habe ja durchaus noch leise Hoffnungen, dass sich das noch entwickelt – eine gesunde Konkurrenz zu Google könnte sicher nicht schaden.

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