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Archiv für April, 2009

[CeBIT::Spätlese] Versumpft

30. April 2009 2b Keine Kommentare

Satz mit X, das war wohl nix. Lange dümpelte ein Beitragsentwurf zu meinem diesjährigen CeBIT-Besuch in meiner Artikelliste herum, gerieht dann aber doch in Vergessenheit. Nun, da seit der CeBIT schon bald zwei Monate ins Land gezogen sind, will ich Euch nicht mit der Wiederholung von bekannten Informationen langweilen und erspare mir das noch ausstehende heraussuchen der technischen Daten.

Zusammenfassend sei zur CeBIT nur gesagt, dass es mal schön war, die beiden Computer Club 2 – Wolfgangs life und in Farbe zu sehen, der Rest der Messe a) völlig überteuert war (Essen) und b) ein eindeutiger Ausstellermangel herrschte, weswegen ich mich der Prognose vieler anderer hingeben möchte, dass die CeBIT über kurz oder lang den Löffel abgeben wird. Daher werde ich mir im nächsten Jahr den Besuch wahrscheinlich auch schenken und überlasse es dem CC2, wieder ausführlich und gekonnt von der CeBIT zu berichten.

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(De-)Motivation

29. April 2009 2b 1 Kommentar

Dass es haufenweise Chefs auf dieser Welt gibt, die nicht wissen, was sie tun, habe ich ja schon des öfteren festgestellt und am eigenen Leib erfahren. Seinen Mitarbeitern aus Kostengründen die Weiterbildung, bzw. das Aktuellhalten des Wissens durch berufsspezifische Zeitschriften (i’X, ct, LinuxUser nur als Beispiel) zu verbieten, wirkt ja nicht gerade motivationsfördernd und ist nur mal wieder die Spitze des Eisbergs (wenn man von Zukunftsängsten durch eine regide Entlassungspolitik mal ganz absieht).

Ich persönlich vertrete ja die Auffassung, dass nur ein wissender und vor allem motivierter Mitarbeiter gute Arbeit leisten kann. Und das gilt insbesondere für den IT-Bereich, in dem es ja quasi täglich Neuerungen gibt.

Wenn einem dann im gesamten Abteilungsverteiler an den Kopf geworfen wird, die georderte Zeitschrift (LinuxUser)  wäre “dienstlich nicht notwendig” (HÄ??? Klingt stark nach “Finger weg, Feindsender!!!”), dann verweise ich gerne auf jene Spezialisten, die sich Woche für Woche oder Monat für Monat X-Box-Blättchen oder Bullshit-Magazine aus dem Managerbereich reinpfeifen, die außer geschickt verpackten “Wie versklave ich meine Mitarbeiter noch effektiver”-Artikeln fachlich nicht viel zu bieten haben. DIE sind “dienstlich nicht notwendig”.

Liebe Chefs, wann lernt Ihr endlich, vernünftig mit Euren Leuten umzugehen und sie nicht wie Skalven zu behandeln und nach Belieber herumzuschubsen (mit denen kann man’s ja machen)?!

Diese Geschichte ist nur mal wieder ein kleines Puzzleteil von vielen. Es soll stellvertretend für das Gesamtbild stehen, in dem der gemeine Arbeitnehmer immer mehr unter Druck gesetzt und ihm als Gegenleistung immer weniger geboten wird. Klassischer Kapitalistenscheiß eben. Moderne Sklaverei.

Das prangere ich an!

Fürchtet sich da jemand?

25. April 2009 2b 1 Kommentar

Fürchtet sich da jemand vor dem eigenen Volk? Recht so!

Ist sie das? Die Revolution?

Der Grund der befürchteten “sozialen Unruhen” (Wirtschaftskrise) entspricht zwar nicht meinen Gedanken zu dessen Notwendigkeit, aber sei’s drum – wenn’s hilft…

Zwar krampft sich mein “wohlbehüteter deutscher” Magen beim Gedanken an die unschönen Nebeneffekte von Revolutionen (Gewalt, Zerstörung, …) arg zusammen, aber anders scheinen es unsere selbstherrlichen Führer ja nicht zu verstehen! Wie nennen die das noch gleich…ach ja…Kollateralschäden.

Auf die Straßen, Leute! Wir sind das Volk!

Etwas spät…

24. April 2009 2b Keine Kommentare

Etwas spät kommt der Kommentar der Justizministerin zum Zensurgesetz, von dem ich hoffe, dass er ernst gemeint und nicht nur inhaltloser Wahlkampf ist. Dennoch sei der Vorwurf gestattet, dass die Politik sich da vorher hätte Gedanken drüber machen MÜSSEN!

[Update] In stiller Trauer

22. April 2009 2b 4 Kommentare

Dass Zensur laut Grundgesetz nicht stattfindet, klingt in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen wie blanker Hohn. “Der Staat”, um das mal so plaktiv auszudrücken, etabliert binnen kürzester Zeit ohne ernst zunehmenden Widerstand eine Zensurinfrastruktur, missbraucht dazu die Provider als seine Lakaien und löst noch flux die Zweckbindung im entsprechenden Gesetzentwurf. Ich kann gar nicht so viel Essen, wie ich kotzen möchte!

Mehr…

Zitat des Tages

17. April 2009 2b Keine Kommentare

[...] zu einem freiwilligen Vertrag drängen können [...] (ab Minute 02:40)

via tagesschau

Das sagt ja wohl alles…

KategorienDas Sonstige Tags:

In stiller Trauer

17. April 2009 2b Keine Kommentare
Trauer um Artikel 5, Absatz 1, GG

Trauer um Artikel 5, Absatz 1, GG

KategorienPol:t:k, Zensur Tags: , , ,

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15. April 2009 2b Keine Kommentare

Naja, ich will nicht sagen, dass meine Arbeit mit den ISPs umsonst war, aber jemand hatte da eine ähnliche Idee wie ich:

http://zensurprovider.de/

Vielleicht sollten wir uns zusammentun. :-)

[Zitat des Tages] Germany’s next Kundenrezension

13. April 2009 2b Keine Kommentare

[...]Nüvi 765TFM kennt im Gegensatz zu TomTom keine Hausnummern in kleineren Orten (z.B. in Österreich)[...]

Oh je…liebe Freunde aus Österreich…Ihr habt mein Mitgefühl. ;-)

Zensur live!!

11. April 2009 2b Keine Kommentare

Wie ich nun also richtig vermutet habe, haben wir den ersten Zensurfall in Deutschland live und in Farbe. Herzlichen Glückwunsch und frohe Ostern! Willkommen in der DDR 2.0!

Wikileaks.de wird nun offiziell auf eine DENIC-Sperrseite umgelenkt. Krasse Scheiße!

Und hier die Pressemeldung von Wikileaks dazu.

Hier ein wirklich interessanter Ausschnitt:

Wikileaks publiziert weiter ueber die nicht-deutschen Domains. Wenn die deutsche Initiative zur Zensur des Internets erfolgreich ist, ist zu erwarten, dass diese alternativen Domains zensiert werden.

China – und nun Deutschland – sind die einzigen Laender dieser Welt, die versuchen eine ganze Wikileaks Domain zu zensieren.

Wikileaks untersucht den Vorfall und wir erwarten ein baldiges Update.

Wer Wikileaks Bemuehungen gegen die Unterdrueckung von Pressefreiheiten durch deutsche Behoerden unterstuetzen moechte, kann dies ueber eine Spende tun.

Ich kann an dieser Stelle auch nur den letzten Absatz des Zitats bekräftigen und im Sinne der guten Arbeit von Wikileaks um Spenden werben (den Link findet Ihr in der Pressemitteilung).

Spenden! Spenden! Spenden!
[Update]

Neue Erkenntnisse in diesem Fall zeigen recht deutlich, dass es sich offenbar doch nicht um eine Zensur, sondern um eine Kündigung des Vertrages beim Provider handelt. Da laut Aussage der DENIC kein Transit-Auftrag folgte, wurde die DE-Domain von Wikileaks nach Ablauf der Kündigungsfrist abgeschaltet.
Hm, klingt alles plausibel soweit…seltsam ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Hausdurchsuchung und Domainabschaltung dennoch. So ganz mag ich dem Braten noch nicht trauen.

Sollte diese Vermutung also falsch gewesen sein – um so besser. Die Zensurdiskussion lindert das jedoch keineswegs.