Angst vor Terror – ein perfektes Machtinstrument? Ein Erklärungsversuch.

Dieser Tage liest und hört man in den Oldschool-Medien immer wieder Meldungen wie diese:

Warnung vor Gefahr islamistischer Terroranschläge

Was den meisten von uns wohl nur noch ein müdes Lächeln abringt, könnte aber mitunter ein System verfolgen. Auf diese spontane Idee kam ich heute beim Lernen für meine Projektmanagement-Klausur. Im Stoff enthalten ist die Maslowsche Bedürfnispyramide, ein Modell von Bedürfnisse, die Menschen haben. Die Kernaussage dieses Modells ist, dass es ganz grundlegende Bedürfnisse gibt, die erfüllt sein wollen, bevor bei uns Menschen weitere “höhere” Bedürfnisse entstehen (so ganz stimme ich dieser simplifizierten Darstellung nicht zu, aber das Grundprinzip ist nicht falsch, denke ich).

Das wohl grundlegendste Bedürfnis von uns Menschen ist der Wunsch nach Nahrung, Wärme und einem Dach über dem Kopf. In Maslows Modell folgt dann auch schon gleich das Sicherheitsbedürfnis, also ein ebenfalls recht grundlegendes Bedürfnis. Hier der Vollständigkeit halber die komplette Liste:

Bedürfnispyramide nach Maslow

Bedürfnispyramide nach Maslow

Und genau an diesem Punkt ziehen wir nun eine Parallele zu den Terrorwarnungen, die uns unsere Innenminister allabendlich zu präsentieren versuchen.
Was genau geschieht da? Im Grunde fahren besagte Herrschaften kontinuierliche Angriffe auf befriedigte Bedürfnisse, versuchen eine Unsicherheit zu schaffen. Folgt man dem Modell, sorgen diese Angriffe für eine tiefer Verunsicherung der Bevölkerung, da derart grundlegende Bedürfnisse erschüttert werden. Die Folge sind in der Regel Rufe nach mehr Sicherheit, Terrorbekämpfung, Überwachung und staatlichem Schutz. Genau das also, was unsere Regierung seit Jahren versucht, uns aufzuzwingen: den totalen Überwachungsstaat. Allerdings aufgrund von Angstszenarien die meiner Meinung nach nur Luftgebilde und PR-Nebelkerzen sind.

Soweit, so beunruhigend. Was mich aber mehr beunruhigt ist die Ebene unterhalb der Sicherheit. Die physiologischen Grundbedürfnisse. Was wäre, wenn sich niemand mehr für die Terror-Panikmach-Aussagen der Regierung interessiert? Muss man da zu härteren Mitteln greifen? Die unterste Bedürfnisschicht zerlegen? Und was würde das für uns alle bedeuten?

Wie sorgt man also als Staat für die Zerstörung jener bisher befriedigter Bedürfnisse nach Nahrung, Wärme, einem Dach über dem Kopf, dem Leben an sich?

Da fällt mir genau eine Sache ein (vielleicht habt Ihr noch mehr Ideen): Krieg.

Er zerstört Häuser, sorgt für Notstände. Eine perfekte Grundlage dafür, “das Volk” gefügig zu machen.

Steht uns allen also im nächsten Jahrzehnt ein Krieg ins Haus? Also abgesehen von Afghanistan?
Für wirklich realistisch halte ich das momentan nicht, doch bei all dem Wahnsinn, der uns jeden Tag über Mainstream-Medien und das Internet erreichen, würde mich selbst das nicht mehr wirklich wundern…

Just some anxious, paranoid thoughts…

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