ZDF Parlameter

Ja, es gibt auch gute Neuigkeiten. Und darüber bin ich sehr, sehr froh! Und ausnahmsweise weiß ich mal, wofür ich meine GEZ-Gebühren zahle(n muss).

Parlameter Screenshot

Parlameter Screenshot

Die Rede ist vom ZDF-Parlameter.
Hier hat die ZDF-Redaktion ein – nennen wir es ruhig Mashup – zusammengestellt, mit dem mein Traum vom gläsernen Parlamentarier Wirklichkeit wird. Zugegeben: das Thema “gläserner Mensch” sehe ich ausgesprochen kritisch. Aber: in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und Fluggastdatenerhebung finde ich es nur recht und billig, dass wir Bürger die einfache Möglichkeit haben nachzuvollziehen, wie unsere Volksvertreter handeln.
Und genau das zeigt uns das Parlameter. Zu diversen Abstimmungen zeigt das Parlameter detailliert an, wer wie gestimmt hat. Zusätzlich bietet es über jeden Parlamentarier zusätzliche Information an. Darunter so Nettigkeiten wie ein kurzes Profil, Nebentätigkeiten, Parteiämter, Kontakt und Stimmverhalten.
Das Profil samt Geburtstag und Familienstand finde ich für meinen Geschmack etwas zu detailliert, aber insbesondere die Nebentätigkeiten und das Stimmverhalten finde ich ausgesprochen interessant. Lassen sich doch so eventuell vorhandene Befangenheiten und wirtschaftliche Interessen erkennen, die in einer Demokratie nichts zu suchen haben.

Wer sich selber mal einen Überblick verschaffen möchte, schaue also im ZDF-Parlameter vorbei.

Der Sturm auf’s Imperium

Vor einiger Zeit berichtete ich ja bereits mehrfach über Google. Über Vor- und Nachteile. Gestern sprang mir die Titelzeile eines Newsletters ins Auge, die sinngemäß lautete: “Cuil wagt Angriff auf Google”.

Hinter Cuil steckt u.a. ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, der sich nun das recht ambitionierte Ziel gesetzt hat, die Vorherrschaft von Google anzuknabbern.

Da ich ja grundsätzlich neue Webdienste liebend gerne teste, bin ich kurzentschlossen bei Cuil vorbei gesurft und machte einen ersten Test – der eher ernüchternd ausfiel.
Unter der zwar gewohnt schlichten und aufgeräumten Oberfläche mit angeblich 121.617.892.992(!) indizierten Webseiten (nein, das ist keine IP-Adresse :-) ), verbirgt sich zwar eine erfrischend übersichtlich gestaltete Ergebnisliste, die aber leider bislang überwiegend englischsprachige Ergebnisse liefert.
Der obligatorische Suchtest mit dem eigenen Namen fiel dann auch erwartungsgemäß knapp aus. Bei der Suche nach diesem Blog erhielt ich jedoch deutlich mehr Ergebnisse, zumindest bei einer Suche nach der Domain.

Positiv fiel mir die Möglichkeit auf, die Suchergebnisse in wahlweise 2 oder 3 Spalten aufzuteilen, was der Übersicht, gerade auf kleineren Displays, sehr zuträglich ist.

Kurzes Fazit:
Rein optisch gefällt mir Cuil deutlich besser als Google, doch bei dem wichtigsten Punkt, den Suchergebnissen, patzt Cuil derzeit noch. Der reinen Suchmaschine Cuil traue ich durchaus noch viel Potenzial und Konkurrenzfähigkeit zu.
Zusatzdienste, die Google neben der Suchmaschine anbietet (AdSense, Mail, etc.), habe ich bei Cuil nicht finden können, sie jedoch auch nicht vermisst.
Ich bin gespannt, wie sich die Suchmaschine in Zukunft entwickelt! Einen Blick ist sie (momentan für den englischsprachigen Raum) allemal wert.

Die deutsche Durchschnittsfamilie

Für regelmäßige Besucher von YouTube wird es keine Neuigkeit mehr sein, für alle anderen vielleicht schon. Extra 3, eine Produktion des NDR, produziert von Zeit zu Zeit neue Episoden der animierten Kurzbeiträge “Die deutsche Durchschnittsfamilie”. Gezeigt wird eben genau diese. Mama, Papa und 1,3 (es waren mal 1,4) Kinder. Dementsprechend muss der arme Sohn leider auf seinen gesamten Oberkörper verzichten. :-)
In teilweise beißend kritischer, sarkastischer und schwarz humoriger Manier (genauso, wie ich es liebe ;-) ) erklärt Extra 3 Themen wie der G8-Gipfel, Mindestlohn, Rente und Strompreise, also alles, was die aktuellen Medien so hergeben.
Nicht selten bleibt dem geneigten Zuschauer aber ob der Realitätsnähe das Lachen im Halse stecken.

Ganz groß! Daumen hoch!

Wer selber einmal die deutsche Durchschnittsfamilie erleben möchte, schaue mal bei YouTube vorbei.

Sourceforge.net 2008 Community Choise Awards

Heute warf ich doch mal einen Blick auf die Ergebnisse des diesjährigen Sourceforge.net 2008 Community Choise Awards, bei denen ich vor einiger Zeit für diverse Open Source Projekte abstimmte. Was mich jedoch außerordentlich irritierte, war die Sponsorenliste:

Screenshot der Sourceforge Startseite

Insbesondere Microsoft regiert als einziger Diamond Sponsor die Sponsorenliste. Microsoft? SourcForge? Open Source? Hallo? Hm…so ganz möchte mich diese Vorstellung nicht überzeugen. Zumal andere Größen wie Mozilla oder The Linux Foundation lediglich als Silver Sponsor, bzw. Community Partner fungieren.
Macht Microsoft jetzt auf “die gute Seite der Macht” und unterstützt Open Source?
Oder versucht “die dunkle Seite der Macht” nun die OS-Community zu infiltrieren?

Erklärungswillige mögen mich aufklären…

Dreckstool

Der Zeigefinger zittert, schwebt nervös über der linken Maustaste, nur um im nächsten Moment herabzusausen und immer und immer wieder auf die Taste einzuhämmern.

Solche oder ähnliche Szenen spielen sich vor Rechnern nur allzu häufig ab, die nicht selten zerbrochene Hardware zur Folge haben. Grund sind meist Programme, die nicht das tun, was sie tun sollen oder einfach vollkommen schlecht zu bedienen sind.

Eine Hitliste der schlechtesten Tools findet sich bei Dreckstools.de, für die man auch selber Programme nominieren und für sie abstimmen kann.
Erstaunlicherweise fand sich der Internet Explorer nicht in der Liste der momentan 170 Tools – ich konnte es mir einfach nicht nehmen lassen, ihn zu nominieren. :-)

Klar auf Platz 1 ist das HP OpenView ServiceCenter mit 118087 Stimmen, dicht gefolgt von Lotus Notes mit 99600 Stimmen. Auf Platz 11 folgt dann mein persönlicher Favorit SAP R/3 mit 3576 Stimmen.

Synästhesie

Belächelt wurde ich von der einen oder anderen Seite. Belächelt, da mir z.B. die 4 für mich grün, die 3 rot, die 5 und der Dienstag blau erscheinen. Seit ich denken kann, ist das bei mir so, hatte jedoch weder positive, noch negative Auswirkungen auf mein Leben. Bis heute suche ich nach einer Möglichkeit, diese “Fähigkeit” mehr oder minder sinnvoll einzusetzen – bislang erfolglos. :-)

Nun war meine Schwester so nett und schickte mir den Link zu einem Wikipedia-Artikel, der sich genau mit diesem Thema befasst, für das es sogar einen Wissenschaftlichen Namen gibt: Synästhesie.

Unter dem Artikel findet sich noch der eine oder andere nette Link, unter anderem ein Synästhesie-Test, bei dem Ihr testen könnt, wie wahrscheinlich es ist, dass Ihr ein “Synnie” seid. Ganz zuverlässig ist der Test laut Aussage des Herausgebers nicht, so dass “Synnies” durchaus schlecht und “Nicht-Synnies” gut abschneiden könnten. Wie dem auch sein, bei Ergebnis lag bei 78%…was auch immer mir das jetzt sagen soll.

Gibt es unter Euch vielleicht den einen oder anderen, der schon eine sinnvolle Nutzung für die Synästhesie gefunden hat? Sowas darf doch nicht ungenutzt bleiben… ;-)

Wurzelimperium

Gestern fand ich ein etwas anderes Browserspiel. Wurzelimperium.
Sinn und Zweck hat sich mir nach einem Tag des Spiels noch nicht so 100%ig eröffnet, doch beginnt alles in Eurem Garten. Und Ihr seid ein Gartenzwerg. Aufgabe: diverseste Gemüse- und Obstsorten anpflanzen, bewässern und ernten. Anschließend verkauft Ihr Euren Kram an Kunden oder auf dem Markt gegen eine Gebühr. Habt Ihr dann genug Geld angehäuft, könnt Ihr die Kohle für Deko oder neue Pflanzenarten aus dem Fenster werfen…

Ob’s noch mehr zu erkunden gibt?

Die nächsten Tage werden es zeigen…

Zum Selber-Angucken: Wurzelimperium.de

Wurzelimperium Screenshot

Update (20.07.2008):
Es ist einige Zeit verstrichen in meinem kleinen Wurzelimperium. Der Sinn des Spiels hat sich mir leider noch immer nicht ganz erschlossen. Ich sammle Geld, bediene meine Kunden mit allerhand Gemüse, erfülle Missionen a la “Liefere dem Italiener um die Ecke 200 Tomaten und 100 Knoblauchzehen für 100 Wurzeltaler”, werte bei Zeiten meinen Garten mit allerhand Tand auf und spare auf den zweiten Garten, um noch mehr Geld zu verdienen…
Ich möchte ja nicht ungeduldig erscheinen, aber: passiert da noch irgendwas spannendes???

Sperrlisten für sicher(er)es Surfen

Die Datenschutz Agentur, ein privates Unternehmen, das sich Datenschutz und -sicherheit auf die Fahnen geschrieben hat, hat Anleitungen für Firefox und Internet Exploder Explorer veröffentlicht, mit denen sich das Surfen mit beiden Browsern noch etwas sicherer gestalten lässt. Über so genannte Sperrlisten und eine Extension (nur Firefox), haben beide Browser die Möglichkeit, Seiten zu blockieren, die potenziell gefährlichen Inhalt bieten, also Viren oder sonstigen Schadcode.

Grundsätzlich eine gute Idee, einen klaren Haken hat das Ganze aber dann doch:
Erscheinen auf der Webseite der Datenschutz Agentur neue Sperrlisten, müssen diese jeweils manuell heruntergeladen und im Browser aktualisiert werden.

Daher ein Vorschlag an die BlockSite-Entwickler: Wie wäre es mit einer automatischen Updatefunktion von Sperrlisten?

(Info: OpenPR)

Google-Werbung filtern

(Beinahe) jeder kennt sie: Sie ist groß, sie ist mächtig, sie ist reich, sie wächst und sie sammelt Wissen. Denn Wissen ist Macht. Die Rede ist von der Datenkrake Google.
Alleine mit dem Suchen nach Informationen und dem geschickten Platzieren von Werbung verdient Google sehr, sehr viel Geld. Doch viele stört eben jene Finanzquelle, die Werbung. Mich zum Beispiel. Und erst recht stören mich Spam-Suchergebnisse, die mich bei der Informationsfindung behindern.

Und genau da eilt mir das Firefox-Plugin Filtertechnics Googlefilter zur Hilfe. Es blockiert sehr effektiv zum einen die Werbeseiten auf der rechten Seite der Google-Suchergebnisse, zum anderen aber auch – und das ist der eigentlich Clou – Suchergebnisse, die es als Spam bewertet. Damit werden die Suchergebnisse deutlich übersichtlicher und enthalten weniger Werbung (das Wort “keine” an dieser Stelle zu gebrauchen, erscheint mir dann doch noch etwas zu hoch gegriffen :-) ).

Screenshot Google

Screenshot Google

Doch gerade der Spam- und Werbewirtschaft liegt dieses XPI offenbar schwer im Magen, werden sie doch so der Möglichkeit beraubt, sich dem potenziellen Kunden förmlich aufzudrängen. Wie ich kürzlich las (die Quelle ist mir leider entfallen, ich meine aber, dass es in der Linux User war), wurden in der Vergangenheit sogar Klagen vor Gericht gegen das Programm erhoben – glücklicherweise ohne Erfolg.

Derzeit teste ich das kleine Plugin noch im Suchmaschinen-Alltag, das Google zusätzlich mit noch einigen netten Features aufwertet (z.B. Vorschaubilder). Bisher bin ich sehr angetan von den Suchergebnissen, nicht zuletzt weil mir das Plugin zusätzlich die Möglichkeit bietet, weiteren Spam zu melden, den es selbst nicht erkannte.

Eine (teilweise) kritische Bemerkung sei dennoch erlaubt:
Mit diesem Plugin vertraue ich einem kleinen Programm (und damit dem Hersteller) und dessen Suchergebnissen, die unter Umständen zu stark gefiltert werden können und mir so ggf. Informationen unterschlagen. Glücklicherweise bietet mir der Googlefilter einen Link zur “Originalseite” (also das Original von Google) an, so dass ich Ergebnisse problemlos vergleichen kann. Ob nun Google auch noch meine Suchergebnisse zensiert, sei nun einmal als Frage im Raum stehengelassen…

Nun ja…und wem’s denn so gar nicht gefallen mag, dem strahlt frohen Mutes der “Deinstallieren”-Button entgegen…

Zukunftsweisend

Hier mal wieder einer aus der Kategorie “Seltsame Auktionen bei eBay”. Bitteschön:

Zukunftsweisende Auktionen bei eBay

Tja, manche Leute leben eben schon in der Zukunft. Einen Gruß aus der Vergangenheit!

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