Dies ist ein Schlußstrich!

…ein Schlußstrich unter ein über 10 Jahre altes Thema, reichlich verstaubt ist es bereits. Es gehört schon lange zu den Akten, an einen angemessenen Ort. Viel zu lange schon.

Mir bleibt nur eines zu sagen:

Lebe wohl!

Angst vor Terror – ein perfektes Machtinstrument? Ein Erklärungsversuch.

Dieser Tage liest und hört man in den Oldschool-Medien immer wieder Meldungen wie diese:

Warnung vor Gefahr islamistischer Terroranschläge

Was den meisten von uns wohl nur noch ein müdes Lächeln abringt, könnte aber mitunter ein System verfolgen. Auf diese spontane Idee kam ich heute beim Lernen für meine Projektmanagement-Klausur. Im Stoff enthalten ist die Maslowsche Bedürfnispyramide, ein Modell von Bedürfnisse, die Menschen haben. Die Kernaussage dieses Modells ist, dass es ganz grundlegende Bedürfnisse gibt, die erfüllt sein wollen, bevor bei uns Menschen weitere “höhere” Bedürfnisse entstehen (so ganz stimme ich dieser simplifizierten Darstellung nicht zu, aber das Grundprinzip ist nicht falsch, denke ich).

Das wohl grundlegendste Bedürfnis von uns Menschen ist der Wunsch nach Nahrung, Wärme und einem Dach über dem Kopf. In Maslows Modell folgt dann auch schon gleich das Sicherheitsbedürfnis, also ein ebenfalls recht grundlegendes Bedürfnis. Hier der Vollständigkeit halber die komplette Liste:

Bedürfnispyramide nach Maslow

Bedürfnispyramide nach Maslow

Und genau an diesem Punkt ziehen wir nun eine Parallele zu den Terrorwarnungen, die uns unsere Innenminister allabendlich zu präsentieren versuchen.
Was genau geschieht da? Im Grunde fahren besagte Herrschaften kontinuierliche Angriffe auf befriedigte Bedürfnisse, versuchen eine Unsicherheit zu schaffen. Folgt man dem Modell, sorgen diese Angriffe für eine tiefer Verunsicherung der Bevölkerung, da derart grundlegende Bedürfnisse erschüttert werden. Die Folge sind in der Regel Rufe nach mehr Sicherheit, Terrorbekämpfung, Überwachung und staatlichem Schutz. Genau das also, was unsere Regierung seit Jahren versucht, uns aufzuzwingen: den totalen Überwachungsstaat. Allerdings aufgrund von Angstszenarien die meiner Meinung nach nur Luftgebilde und PR-Nebelkerzen sind.

Soweit, so beunruhigend. Was mich aber mehr beunruhigt ist die Ebene unterhalb der Sicherheit. Die physiologischen Grundbedürfnisse. Was wäre, wenn sich niemand mehr für die Terror-Panikmach-Aussagen der Regierung interessiert? Muss man da zu härteren Mitteln greifen? Die unterste Bedürfnisschicht zerlegen? Und was würde das für uns alle bedeuten?

Wie sorgt man also als Staat für die Zerstörung jener bisher befriedigter Bedürfnisse nach Nahrung, Wärme, einem Dach über dem Kopf, dem Leben an sich?

Da fällt mir genau eine Sache ein (vielleicht habt Ihr noch mehr Ideen): Krieg.

Er zerstört Häuser, sorgt für Notstände. Eine perfekte Grundlage dafür, “das Volk” gefügig zu machen.

Steht uns allen also im nächsten Jahrzehnt ein Krieg ins Haus? Also abgesehen von Afghanistan?
Für wirklich realistisch halte ich das momentan nicht, doch bei all dem Wahnsinn, der uns jeden Tag über Mainstream-Medien und das Internet erreichen, würde mich selbst das nicht mehr wirklich wundern…

Just some anxious, paranoid thoughts…

Dezember

Heute gibt’s mal was ganz themenfremdes zu lesen und zwar möchte ich ob des neuerlichen Wintereinbruchs dieser Tage ein kleines Gedicht rezitieren.

Schneeflocken

Wende ich den Kopf nach oben:

Wie die weißen Flocken fliegen,

Fühle ich mich selbst gehoben

Und im Wirbeltanze wiegen.

Dicht und dichter das Gewimmel;

Eine Flocke bin auch ich. -

Wie viel Flocken braucht der Himmel,

Eh die Erde langsam sich

Weiß umhüllt.

Klabund

Wortkrieg: “Compliance”

Was ist “Compliance”?

Das Wort “Compliance” beschreibt im unternehmerischen Umfeld (nicht nur da, aber im Wesentlichen ist es mir von dort bekannt) die Einhaltung von Regeln, die von Unternehmensseite aufgestellt wurden. Dies betrifft Sicherheitsrichtlinien innerhalb der IT (Stichwort Datenschutz), aber auch Verhaltensmaßregeln im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen. Weitere Bereiche klammere ich an dieser Stelle bewusst aus, obgleich für diese selbiges gilt.

Ich beziehe mich in diesem Artikel ausschließlich auf Verhaltensmaßregeln. Richtlinien, Gebote, wie auch immer man sie nennen mag, unterliegen natürlich je nach Organisation der Willkür der Definierenden, den einzig festen Rahmen bietet hier das geltende Recht. Dennoch steht es Unternehmen frei, Verhaltensmaßregeln bewusst streng zu definieren, ohne dass sie gegen Rechte der Mitarbeiter verstoßen. Gerade in größeren Unternehmen wurden in den vergangen Jahren spezielle “Compliance Officer” ernannt, die sich Tag ein Tag aus mit “Compliance Management” befassen. Regeln definieren, überwachen und entsprechende Verstöße ahnden.

Kurzum, “Compliance” ist so etwas wie die Polizei im Unternehmen.

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Liquid Company – Liquid Democracy in Unternehmen

Demokratie und Wirtschaftsunternehmen – zwei scheinbare Gegensätze, die in der Realität oft konträr laufen. Vor einiger Zeit verfasste ich einige Gedanken zum Thema “Demokratische Unternehmen“, deren nächste Kapitel in den kommenden Tagen hier erscheinen werden. Seit der Verfassung des Textes ist etwas ein Jahr ins Land gegangen und einiges hat sich seit dem getan. Mit Liquid Feedback stellte die Piratenpartei ein Tool für basisdemokratische und hochgradig flexible Meinungsbildung und Entscheidungsfindung vor, das jedoch nicht nur für Parteien interessant ist. Grund genug, im Rahmen meiner Betrachtungen einen Blick über den Tellerrand zu wagen…

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[Demokratische Unternehmen] Teil 3 – Das Ziel

Nachdem ich in Teil 2 die Motivation dieser Abhandlung etwas beleuchtet habe, widme ich mich heute kurz und bündig dem Ziel der selben.

Ziel dieser Betrachtung soll das Finden einer Antwort sein. Eine Antwort auf die gestellten Fragen und darauf, wie ein demokratischen Unternehmen aussehen könnte.

Ein Ansatz könnte sein, wichtige Entscheidungen von allen Mitarbeitern abstimmen zu lassen. Ein zweiter Ansatz wäre der Abbau von Strukturen, hin zu temporär gebildeten lockeren Einheiten, in denen gearbeitet wird. Stehen Entscheidungen an, werden diese von allen Mitarbeitern getroffen, was jedoch einen immensen Informationsfluss voraussetzt, um geeignete Resultate zu erreichen.

Der folgende Abschnitt „Die Suche nach einer Antwort“ beschäftigt sich primär mit dem Abwägen von Argumenten, dem Aufbau von Beispielszenarien und deren Praxistauglichkeit. Das Entscheiden für Pro und Contra und das Springen zwischen Thesen und Ideen spiegelt die Gedankengänge des Autors wider und resultiert abschließend in einem Fazit und hoffentlich der einen oder anderen Antwort…

[Demokratische Unternehmen] Teil 2 – Die Motivation

Mit Schrecken stellte ich nach einem Kommentar auf Teil 1 der “Demokratische Unternehmen”-Reihe Schluss war, obwohl die Texte sein langer Zeit auf meiner Platte ruhen. In der nächten Zeit werde ich meine Gedanken und Texte noch einmal kritisch überarbeiten, denn in den letzten Wochen hat sich möglicherweise großes angekündigt. Mit LiquidFeedback, einer web-basierten Softwareimplementierung des Liquid Democracy Verfahrens ist ein Tool bei der Piratenpartei an den Start gegangen, das in meinen ersten Gedanken auch die moderne Unternehmenführung umkrempeln und vor allem das Thema “Demokratische Unternehmen” befruchten könnte. Dazu aber bald mehr.

Als Vorgeschmack gibt’s heute Teil 2, die Motivation hinter dem Ganzen.

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Software im BS-Vergleich

Linux:

  • Fast alle Software ist kostenlos,
  • dafür funktioniert einiges nicht auf Anhieb

Mac:

  • Die Software funktioniert und tut das, was sie soll,
  • dafür kostet sie horrend viel Kohle

Windows:

  • Die Software tut etwas, nur nicht das, was sie soll…
  • …und kostet obendrein noch Kohle

CSU: “Raubkopien sind legal”

Okay, der Titel ist irreführend und provokant, aaaber:

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) entblödet sich laut Heise nicht, die Anstiftungen zur Hehlerei für legal zu erklären, weil Daten ja keine Sache seien:

Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei.” Ebenso widerspricht die Juristin der Auffassung, mit dem Ankauf würde der Staat andere zum Datendiebstahl anstiften: “Die deutschen Steuerbehörden haben ja gerade keine Belohnung dafür versprochen, dass sich der Informant diese Bankdaten rechtswidrig beschafft; die hatte er ja schon, als er erstmals auf die Behörden zukam.”

Nichts anderes erwarte ich von einer CSU-Politikerin.

Aber wisst Ihr was? Wir sollten Frau Merk dankbar sein, denn da Daten ja nicht gestohlen werden können, ist das Filesharing von Filmen, Games und Apps über das Web ja ganz sicher auch kein Diebstahl und damit legal. Muahaha!

Aber dass das nicht stimmt, dafür fällt Ihnen bestimmt auch wieder ein gerade passendes Argument ein. Nicht wahr, Frau Merk? Schämen Sie sich eigentlich nicht, uns so boshaft zu verarschen?!

6, setzen!

Strafanzeige wegen Datenhandels

Sollte sich ein Rechtkundiger unter meinen Leser befinden, dann habe ich da mal eine sehr ernst gemeinte Frage:

Besteht die Möglichkeit, jemandem der Regierung (wer auch immer in Person dafür die Verantwortung trägt) wegen dieser “Wir kaufen Hehlerware um Steuern zu scheffeln”-Aktion eine Strafanzeige auf den Hals zu hetzen? Entweder wegen (indirekter) Anstiftung zum Diebstahl, Unterstützung von Hehlerei, Handel mit Hehlerwaren oder Mitwissertum bei einer Straftat (oder wie das heißt)?

Für mein Rechtsverständnis geht es hier absolut nicht mit rechten Dingen zu und sofern die Möglichkeit einer Rechtsverfolgung besteht, ziehe ich eine offizielle Strafanzeige in Betracht, sollte es zu dem Datenhandel kommen.

Vielleicht liege ich meiner Rechtseinschätzung auch total daneben. Dann ist aber grundsätzlich etwas falsch im deutschen “Rechtsstaat”, wenn Straftaten neuerdings durch andere Straftaten gerechtfertigt werden.

Ich nehme jeden Tipp gern entgegen.

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