Synästhesie

Belächelt wurde ich von der einen oder anderen Seite. Belächelt, da mir z.B. die 4 für mich grün, die 3 rot, die 5 und der Dienstag blau erscheinen. Seit ich denken kann, ist das bei mir so, hatte jedoch weder positive, noch negative Auswirkungen auf mein Leben. Bis heute suche ich nach einer Möglichkeit, diese “Fähigkeit” mehr oder minder sinnvoll einzusetzen – bislang erfolglos. :-)

Nun war meine Schwester so nett und schickte mir den Link zu einem Wikipedia-Artikel, der sich genau mit diesem Thema befasst, für das es sogar einen Wissenschaftlichen Namen gibt: Synästhesie.

Unter dem Artikel findet sich noch der eine oder andere nette Link, unter anderem ein Synästhesie-Test, bei dem Ihr testen könnt, wie wahrscheinlich es ist, dass Ihr ein “Synnie” seid. Ganz zuverlässig ist der Test laut Aussage des Herausgebers nicht, so dass “Synnies” durchaus schlecht und “Nicht-Synnies” gut abschneiden könnten. Wie dem auch sein, bei Ergebnis lag bei 78%…was auch immer mir das jetzt sagen soll.

Gibt es unter Euch vielleicht den einen oder anderen, der schon eine sinnvolle Nutzung für die Synästhesie gefunden hat? Sowas darf doch nicht ungenutzt bleiben… ;-)

Google-Werbung filtern

(Beinahe) jeder kennt sie: Sie ist groß, sie ist mächtig, sie ist reich, sie wächst und sie sammelt Wissen. Denn Wissen ist Macht. Die Rede ist von der Datenkrake Google.
Alleine mit dem Suchen nach Informationen und dem geschickten Platzieren von Werbung verdient Google sehr, sehr viel Geld. Doch viele stört eben jene Finanzquelle, die Werbung. Mich zum Beispiel. Und erst recht stören mich Spam-Suchergebnisse, die mich bei der Informationsfindung behindern.

Und genau da eilt mir das Firefox-Plugin Filtertechnics Googlefilter zur Hilfe. Es blockiert sehr effektiv zum einen die Werbeseiten auf der rechten Seite der Google-Suchergebnisse, zum anderen aber auch – und das ist der eigentlich Clou – Suchergebnisse, die es als Spam bewertet. Damit werden die Suchergebnisse deutlich übersichtlicher und enthalten weniger Werbung (das Wort “keine” an dieser Stelle zu gebrauchen, erscheint mir dann doch noch etwas zu hoch gegriffen :-) ).

Screenshot Google

Screenshot Google

Doch gerade der Spam- und Werbewirtschaft liegt dieses XPI offenbar schwer im Magen, werden sie doch so der Möglichkeit beraubt, sich dem potenziellen Kunden förmlich aufzudrängen. Wie ich kürzlich las (die Quelle ist mir leider entfallen, ich meine aber, dass es in der Linux User war), wurden in der Vergangenheit sogar Klagen vor Gericht gegen das Programm erhoben – glücklicherweise ohne Erfolg.

Derzeit teste ich das kleine Plugin noch im Suchmaschinen-Alltag, das Google zusätzlich mit noch einigen netten Features aufwertet (z.B. Vorschaubilder). Bisher bin ich sehr angetan von den Suchergebnissen, nicht zuletzt weil mir das Plugin zusätzlich die Möglichkeit bietet, weiteren Spam zu melden, den es selbst nicht erkannte.

Eine (teilweise) kritische Bemerkung sei dennoch erlaubt:
Mit diesem Plugin vertraue ich einem kleinen Programm (und damit dem Hersteller) und dessen Suchergebnissen, die unter Umständen zu stark gefiltert werden können und mir so ggf. Informationen unterschlagen. Glücklicherweise bietet mir der Googlefilter einen Link zur “Originalseite” (also das Original von Google) an, so dass ich Ergebnisse problemlos vergleichen kann. Ob nun Google auch noch meine Suchergebnisse zensiert, sei nun einmal als Frage im Raum stehengelassen…

Nun ja…und wem’s denn so gar nicht gefallen mag, dem strahlt frohen Mutes der “Deinstallieren”-Button entgegen…

Bullshit-/Buzzword-Bingo, die 2. – uniBingo

Direkt vorwegschicken möchte ich viele Grüße und ein Dankeschön an das uniBingo-Team, das mir sein Projekt uniBingo vorstellte.

Kürzlich berichtete ich vom Bullshit- oder auch Buzzword-Bingo, welches sich hervorragend für Meetings eignet. Wie ich heute durch einen Kommentar des Programmierer-Teams erfuhr, wird Bullshit-Bingo auch mit viel Enthusiasmus in Hörsälen an Unis gespielt.
Diese Tatsache nahm sich das Team zum Anlass, um eine kleine, aber sehr feine Web 2.0 – Applikation mit AJAX zu basteln. Die Rede ist von uniBingo.
Bis zu 15 Spieler können an der lustigen Ausstreich-Runde teilnehmen. Und das läuft so:

In 5 Schritten zum Spaß:
1. Ihr bestimmt die Anzahl der Mitspieler.
2. Ihr gebt 16 Buzzwords ein.
3. Ihr klickt auf “Bingo erstellen & ausdrucken”.
4. Ein Fenster samt generiertem PDF öffnet sich.
5. PDF ausdrucken.

Das uniBingo Eingabeformular

Besagtes PDF enhält nun neben einer Spielkarte für jeden Teilnehmer auch eine hübsche Schnittkante, die die Karten voneinander trennt.

Hier mal ein Beispiel-PDF aus den Buzzwords meines letzten Blogeintrags: Beispiel-PDF

Soweit die Grundfunktionen. Doch uniBingo kann noch mehr. :-)
Wenn Ihr Euch bei uniBingo anmeldet, habt Ihr die Möglichkeit, neue Wörter hochzuladen.
Das habe ich auch glatt mal gemacht (ich muss ja immer alles ausprobieren ;-) ) und dabei kam nun folgender Link heraus: Das IT::fsinn – Bullshot Bingo
Was mir jedoch auffiel: leider lässt sich der Name des Bingos im Nachhinein nicht mehr ändern. Gerne hätte ich das “blog.tobcast.de” in “IT::fsinn” geändert (Verbesserungsvorschlag@uniBingo-Team).

Ach ja…unter allen Einreichern von Bingos verlost uniBingo.de einen iPod nano mit 4 GByte Speicher… ;-) Also, mitmachen lohnt sich!

Zu guter Letzt möchte ich Euch noch diesen kleinen MicroButton ans Herz legen, der auf den Generator gelinkt. Einfach in die eigene Webseite einbauen!

uniBingo Buzzword Bingo Generator

Ein wenig (konstruktiv gemeinte) Kritik darf aber an dieser Stelle nicht fehlen, alldieweil sich uniBingo.de als Web 2.0 Applikation versteht. Kriterium 1 ist erfüllt: das Mitmachen, sprich der verzitierte “user generated content”. Vermissen tue ich aber Funktionen in meinem Loginbereich, wie z.B. administrative Funktionen, wie z.B. das Ändern der eigenen eMail-Adresse oder das Löschen des Accounts. Denn in meinen Augen sollte es selbstverständlich sein, dass der User sein Konto löschen kann, wenn er es nicht mehr haben möchte. Alles andere prangere ich aus Datenschutzgesichtspunkten sehr an.

Weitere Features, die ich mir vorstellen kann, wären z.B. ein Firefox-XPI, das einfach ein neues Buzzword an den eigenen uniBingo-Account schickt und dort in einer “Buzzlist” speichert. Aus dieser Liste könnte der User dann bei Gelegenheit kunterbunt Bingos zusammenstellen. Desweiteren könnte das XPI auf Knopfdruck ein zufälliges Bingo generieren und drucken. So für Zwischendurch von der Vorlesung oder dem Meeting.

Fazit
uniBingo.de ist ein genial einfacher Bingo-Generator (mit Fokus auf Vorlesungen), der tadellos seinen Dienst tut und das Erstellen von Bingo-Karten zum Kinderspiel macht. Durch seinen Mitmach-Ansatz profitiert jeder von jedem und lernt neue Buzzwords kennen. Für die Zukunft wünsche ich mir gerade für den Loginbereich noch ein paar Ergänzungen, die den Komfort und den Datenschutz eindeutig verbessern würden. Über externe Erweiterungen oder API’s (z.B. Firefox-Erweiterungen) würden sich binnen Sekunden Bingo-Karten erstellen und drucken lassen, so dass dem Spaß für Zwischendurch nichts mehr im Wege steht.
Da ich mir nach dem Schreiben des ersten Artikels Gedanken über die Programmierung eben eines solchen Dienst gemacht habe, kann ich mich nun entspannt zurücklehnen und dem Buzzword-Generator die Arbeit überlassen.

Daumen hoch!

Zeit-, Ziel- und Selbstmanagement Softwaretest – Teil III: uOrganized

In Teil 3 meines kleinen GTD-Softwaretests kommt heute das von mir in der 30-Tage-Demo getestet uOrganized an die Reihe.

Heute möchte ich das Ergebnis direkt vorweg nehmen: auch uOrganized ist nichts für mich.

Warum?

Nachteil 1 ist der Preis von 29,95 Dollar, der mir angesichts von mindestens gleichwertiger Freeware nicht gerechtfertigt erscheint. Ob des enthaltenen Supports mag dies eine Option für Updatefanatiker darstellen, meine Erfahrungen mit Freeware zeigten jedoch, dass Support in der Regel nicht notwendig ist und sich auch wunderbar über einschlägige Foren regeln lässt.

Nachteil 2 stellt der für mich zu schmale Funktionsumfang der Software dar. Dazu gleich mehr.

Positiv fiel mir jedoch die Oberfläche auf, die ähnlich wie bei Chandler (ich berichtete in Teil 2) sehr übersichtlich und nett gestaltet ausfällt. Viele Icons und Symbole weisen mir schnell den Weg zum Ziel.

Im ersten Schritt empfiehlt es sich, eine neue Datenbank anzulegen. Dies ermöglicht bei Multinutzersystemen auch eine einfache Handhabung von mehreren Termindatenbanken. Diese Aktion erledigt sich schnell und unbürokratisch über die Menüleiste.
Die Standarddatenbank wurde nun aus der Übersicht geworfen und durch die eigene ersetzt.

Die GUI bietet die üblichen Menü- und Symbolleisten, die sich wie gewohnt im oberen Bereich des Bildschirms befinden.
Zur Linken macht sich eine Baumstruktur breit, die zunächst (in der Standarddatenbank) nur Standardeinträge wie “Home”, “Office” samt Unterpunkten “Free-time” oder “Appointments” enthält.
Dank weniger Buttons und des überschaubaren Kontextmenüs lassen sich unliebsame Einträge jedoch schnell löschen und durch eine eigene Struktur ersetzen. Um der Übersicht noch ein wenig auf die Sprünge zu helfen, lässt sich jeder Ordner mit einem eigenen Symbol versehen.
Auf der rechten Seite findet sich dann eine Übersicht aller Aufgaben und Termine, die in den einzelnen Ordnern anstehen oder vielleicht auch schon erledigt sind. Letztere werden einfach durchgestrichen dargestellt. Wichtige oder dringende Aufgaben stellt uOrganized in einem leuchtenden Rot dar.

Das Anlegen neuer Aufgaben erledigt sich mit wahlweise wenigen oder vielen Angaben zur Aufgabe. Vom Fälligkeitsdatum über Erinnerungen bis zu detaillierten Beschreibungen und einer Kategorisierung ist alles notwendige vorhanden. Die neue Aufgabe erscheint im Anschluss in der Aufgabenübersicht, die sich über die Symbolleiste bequem anpassen lässt. Ob nur heutige oder künftige Aufgaben – hier sollte jeder Benutzer seine passende Ansicht finden.
Über weitere Filter lassen sich erledigte Aufgaben ein- oder ausblenden und nach diversen Kriterien gruppieren – z.B. nach Ordner, Datum oder Priorität.

Da sich uOrganized vom Start an in der Trayleiste einnistet, ist auch stets für einen schnell Zugriff auf die Termine, wie auch für pünktliche Erinnerungen gesorgt.

All diese Funktionen überzeugten mich durchaus – wäre da nicht mein Wunsch nach dem Zeit-, Ziel- und Selbstmanagement. Ziele zu verfolgen viel mit mit uOrganized sehr schwer, da zwar auch periodische Aufgaben erstellt werden können, jedoch keine eindeutige Zielverwaltung zulässt.
Ergo: Ich versuchte, wie beim Chandler-Test, mit der Ordnerübersicht zu spielen und sowohl Aufgaben, als auch Ziele in “Privat” und “Beruflich” zu unterteilen. Das Ergebnis war eine monströse Ordnerstruktur, die zwar meine gewünschte Strutur einigermaßen abbildete, jedoch vollkommen unübersichtlich geworden war. Eine Vereinfachung hätte meine gewünschte Struktur leider wieder zum Einsturz gebracht. Da gefiel mir das Tagging-System von Chandler doch etwas besser.

Positiv möchte ich uOrganized noch zu Gute halten, dass es stabil lief und im Dauerbetrieb keine Probleme bereitete, was erfahrungsgemäß nicht immer so sein muss.

Um es noch einmal zu betonen: uOrganized ist für die Aufgabenplanung sehr gut geeignet, keine Frage. Doch für meine Selbstorganisation ist es leider nicht geeignet, da einfach zu wenige Funktionen enthalten sind. Nette Features, wie das Umstellen des Themes machen einen guten Eindruck, können jedoch nicht über die für mich fehlenden Funktionen hinwegtäuschen.
Vermisst habe ich über dies eine umfangreiche Exportfunktion, die mir persönlich sehr wichtig ist.

Pro’s
- übersichtliche Oberfläche
- einfache Bedienung
- viele kleine, nette Features (z.B. Themes)
- stabil im Dauereinsatz
- Multinutzerunterstützung
- Alarmunterstützung
- flexible Ordnerstruktur

Contra’s
- keine Passwortsicherheit
- 29,95 Dollar
- keine Abbildung von Zielen
- unübersichtliche Ordnerstruktur bei viele Unterorndern
- kein Tagging
- Exportfunktionen begrenzt

Fazit
Auch dieses Mal war die getestete Software wieder nichts für mich. Aber auch hier gilt: für Nutzer, die lediglich ihre Aufgaben verwalten möchten und dafür mit einer separaten Software arbeiten möchten, ist uOrganized durchaus empfehlenswert, wenngleich der Preis aus meiner Sicht nicht ganz gerechtfertigt erscheint.

So geht meine Suche also weiter…mehr dazu in Teil 4. Hoffentlich mit etwas mehr Erfolg!

Zeit-, Ziel- und Selbstmanagement Softwaretest – Teil II: Chandler (Vorabversion)

Heute präsentiere ich Euch den zweiten Teil meines GTD-Softwaretests, an dessen Stelle sich die Vorabversion des Programms Chandler rangiert hat.

Selbst beschreibt sich Chandler als so genannter PIM, einen personal information manager, was das Programm so treffend, wie allgemein umschreibt.

Direkt nach der Installtion fiel Chandler durch eine doch recht lange Ladezeit auf, die sich mir nicht so recht erklären mochte. Nach dem Anlegen eines eigenen Profils konnte ich auch schon mit dem Eintippen von Terminen und Aufgaben beginnen. Fällige Aufgaben quittierte Chandler mit einem blickenden Fenster in der Taskleiste.
So zogen einige Tage ins Land und Chandler wurde für diese mein paralleles Zeitplanungstool. Und von Tag zu Tag viel mir ein Detail auf, was mich schließlich unheimlich nervte: beim ersten Programmstart nach dem Booten lässt Chandler das Wegklicken der Erinnerungen trotz vorhandener Buttons nicht zu und erzeugt nur ein dumpfes “Dong” in meinen PC-Boxen. Dumm nur, dass für den weiteres Gebrauch dieses Fenster verschwinden muss!

Ergo: Programm per Taskmanager dicht machen und neu starten. Und auf wundersame Weise verschwanden nach erfolgter Passworteingabe die Erinnerungen beim ersten Klick.

Endlich in der Programmoberfläche angekommen, überzeugte mich Chandler mit aufgeräumten Menüs und nett gestalteten Buttons.
Auch die Darstellung der Aufgaben war nach etwas Eingewöhnung logisch, wenn auch etwas hakelig zu bedienen.

Erledigte Aufgaben kennzeichnete ich mit einem grünen “Fertig” und leglich per Kontextmenü oder über ein separates Textfeld eine neue “Notiz” an. Über eine Leiste auf der rechten Seite konnte ich Start- und Enddaten, Beschreibungstexte, Alarme und per PlugIn auch Prioritäten vergeben.

Auf der linken Seite erwartete mich hingegen eine Art Tag-/Ordnerübersicht, in der ich meine Aufgaben kategorisieren konnte. Doch Achtung: wird eine neue Aufgaben innerhalb einer Unterkategorie angelegt, so ist sie nicht automatisch in der Hauptübersicht zu sehen, sondern muss manuell ge-tag-t werden. Ein für mich völlig unverständliches Vorgehensmodell.

Eindeutig positiv fielen mir jedoch die Im- und Exportfunktionen auf, mit denen z.B. iCal-kompatible Ferien- oder Veranstaltungskalender über das Web abonniert werden können. Auch der Export der eigenen Daten in iCal-Dateien verlief soweit problemlos. Einen erneuen Import z.B. in Sunbird habe ich jedoch nicht getestet.

Zusätzlich bietet Chandler die Möglichkeit, eMails zu synchronisieren. Der Sinn dieser Funktion hat sich mir jedoch nicht gänzlich eröffnet, abgesehen vom Versenden von Einladungen oder Erinnerungen.

Was ich jedoch sträflich vermisste, waren wiederum Funktionen für meine Zielplanung und -verfolgung, da sich Chandler primär auf das erledigen von Aufgaben spezialisiert hat.

Hier noch einmal kurz alles Punkte im Überblick:

Pro’s
- hübsche Oberfläche
- erweiterbar mit PlugIns
- gute Im-/Exportfunktionen
- simple Statusverwaltung (Fertig, Morgen, Jetzt)
- Abonnierbarkeit von iCal-Kalendern
- Passwortschutz
- Diverse Ansichten (Wochen, Tage, etc.)

Kontra’s
- Bugs (könnten noch an der Vorabversion liegen)
- teilweise hakelige Bedienung
- lange Ladezeit

Fazit:
Trotz diverser Vorteile und einer netten Oberfläche, konnte mich Chandler auf meiner Suche nach dem Selbstmanagement-Allround-Tool nicht vom Hocker reißen. Für alle, die lediglich Aufgaben verwalten möchten, ist Chandler eindeutig eine Empfehlung wert, jedoch mit dem Hinweis, auf die fertige Version zu warten, um eventuellen Bugs zu entgehen.

Zeit-, Ziel- und Selbstmanagement Softwaretest – Teil I: FusionDesk

Einleitung

Schon seit längerem plagt mich mein Gewissen, ich solle eine Software finden, die mich bei meinem Zeit-, Ziel- und Selbstmanagement unterstützt. Derzeit hält dafür eine OpenOffice Calc-Datei dafür her, jedoch recht umständlich und nur sinnvoll zum groben Verwalten von Aufgaben. Das ständige Kopieren & Ausschneiden von Aufgaben macht auf Dauer einfach keinen Spaß.

Da ich nun zertifizierter PHP-Entwickler bin (ich weiß, Selbstlob stinkt, passt aber gerade so gut in den Kontext…sorry dafür) und Webapplikationen sowieso momentan auf dem Vormarsch sind, entschied ich mich, mein eigenes, web-basiertes Tool namens 2Planer zu bauen. Mangels Zeit, nein, aufgrund anderer Prioritäten schleppt sich das Ganze aber seeehr langsam vorwärts.

Ergo: Der Genervt-Faktor steigt, obwohl ich zuversichtlich bin, die Software, die voll auf meine Anforderungen abzielt, lauffähig zu bekommen (und ggf. bei Sourceforge einzustellen).

Genervt-Faktor hüpft also munter gen 100. Ich also Blogs gelesen, im Web gesurft und siehe da: eine Liste mit jeder Menge GTD-Software (GTD = Getting things done)! Eine wahre Fundgrube für mich!

Test
Nach ca. 50 Downloads verschiedenster Software, steht nun ein langwieriges Testen der Schätzchen an. Teil I ist heute einer aufgeräumten Software namens FusionDesk gewidmet.

Ziemlich schnell merkte ich jedoch, dass es sich bei FusionDesk eher um ein Stück Projektmanagement-Software handelt, als um eine persönliche Lösung, um mein Leben zu ordnen.

Dennoch hier meine Eindrücke:
- aufgeräumte, gut strukturierte Oberfläche
- einfache Bedienung
- einfache Erfassung von Aufgaben und Zuordnung von Ressourcen
- nettes Feature: eine Stopuhr, um damit die benötigte Arbeitszeit samt Kosten zu berechnen (in der Praxis aber wohl eher unnütz)
- Nettes Templatesystem für Projekte
- gute Performance, obwohl mein Rechner schon etwas betagt ist
- Umfangreiches Reporting
- Umfangreiche Exportfunktionen: (Massen-)eMail, Textdatei, CSV, RSS, Quick Books (Rechnungserstellung)
- Importfilter: CSV, Smart-To-Do
- Synchronisation mit Outlook, PDA, Memory Stick
- Kosten Einzellizenz: $89.95

Fazit
FusionDesk ist schon allein wegen der knapp 90 Dollar nix für mich. Ich stehe da eher auf OpenSoure oder Freeware, wenn es sich machen lässt (und von denen habe ich noch einige Kandidaten im Rennen). Zweiter Minuspunkt für mich ist die Projektfixierung, daher ist sie für mich definitiv nicht geeignet.
Als Projektmanagementsoftware betrachtet macht FusionDesk einen schlanken und komfortablen Eindruck. Für kleinere Unternehmen/Projekte ist die Demo allemal einen Blick wert. Für Großunternehmen prognostiziere ich zu minimalistische Funktionen und ein Mangel an automatisierten Integrationsmöglichkeiten. Hier haben bulligere Lösungen wie MS Project in der Praxis die Nase vorn (wenngleich besagtes nicht nur gut ist).

Nun heißt es, nächste Software, neues Glück…

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