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IT::fsinn » Tiere

Heute war ein zumindest denkwürdiger Tag.

Wir waren eingeladen, bei der Auflösung eines Gnadenhofs für Tiere in Köln Dünnwald zu helfen. Überschüssige Utensilien gegen einen kleinen Obulus abtransportieren, da die Besitzer sonst alles selber entsorgen müssten. Bei knapp 4.000 m² kein wirklicher Spaß.
Trauriger Hintergrund des Ganzen ist eine über 90-jähige Besitzerin, die den Hof nicht mehr führen kann und so schon vor einiger Zeit mit der Auflösung begann. Zu allem Übel ist der Hof auch noch verschuldet, was leider bei solchen Hilfseinrichtungen viel zu oft passiert.

Tiere waren keine mehr da – Totenstille.
Zu allem Überfluss regnete es auch noch wie aus Kübeln.

In dieser bedrückenden Stille sahen wir uns nach noch verwendbaren Gegenständen um. Vorbei an leeren Zwingern, längst verlassenen Vogelkäfigen und Kaninchenställen. Regenwasser tropfte durch das eine oder andere Volierendach auf den noch nicht gereinigten Boden und bildete riesige Pfützen. Ein beißender Tiergeruch drang aus der einen oder anderen Tür der sich aneinander drängenden Hütten.

Mich überkam zwangsläufig ein beklemmendes, trauriges Gefühl, wenngleich ich den Hof zum ersten Mal sah und ihn nicht im belebten Zustand kannte.

Wären nicht einige Tauben auf einem nahen Dach gelandet, hätte man glauben können, alle Tiere hätten für immer fluchtartig diesen Ort verlassen. Was mit ihnen geschah weiß ich nicht…

Ich hoffe, ihnen wurde Gnade zuteil…