[KW18] Links der Woche

Das hat mich letzte Woche bewegt:

1. Merkel macht in Sachen Osama einen auf Kreuzzug im Stile von 1984:

Heute Nacht haben die Kräfte des Friedens einen Erfolg errungen.

 

2. Die (Twitter-)Welt streitet sich über die Hintergründe von Osamas Tod:

U.S. team’s mission was to kill bin Laden, not capture

 

3. Bei meiner Suche nach einer “sicheren” Dropbox-Alternative teste ich Wuala – und deinstalliere es wieder.

 

4. Compact! sammelt wieder Stimmen gegen den erneuten Vorstoß der Bundesregierung, trotz Urteils des BVG Daten auf Vorrat speichern zu wollen.

 

5. Das US-Heimatschutzministerium geht gegen die Firefox-Erweiterung Mafiaafire vor, die gesperrte Internetseiten über alternative Links zugänglich macht.

 

6. Das ZDF-Politbarometer lässt die FDP in der Bedeutungslosigkeit versinken und listet sie nicht mal mehr.

 

7. Der Zensus 2011 klopft unsanft an die Wohnungstür – hier einige Tipps für das Leben mit dem Zensus.

 

8. Chip.de bietet ein Musterformular des Zensus 2011 zum Download an.

Anstupsen 2.0

Nettes Feature, was Facebook da hat. Anstupsen. Warum auch nicht? Man kann sich in der Tat einen kleinen Spaß daraus machen, sich im Freundekreis immer und immer wieder gegenseitig anzustupsen. Oder wie StudiVZ es nennt: gruscheln.

Wie dem auch sei, alle Social Networks haben einen entscheidenden Nachteil: sie speichern all Eure Daten, werten sie und schlagen Profit daraus. Jüngst wurde Facebook für dieses verwerfliche Verhalten mit dem BigBrother Award ausgezeichnet – der finale Tritt in den Hintern, der mich dazu veranlasste, meinen Account dort endgültig über den Jordan zu schicken.

Dennoch vermisste ich eine Funktion schnell: das Anstupsen. Denn mit einem Freund machten wir uns einen schelmischen Spaß daraus, uns gegenseitig anzustupsen – zugegeben, etwas kindisch, aber wir hatten Spaß dabei. :-)

Lange Rede, kurzer Sinn. Aus dieser kleinen Geschichte entstand “nudge me“, ein Service, mit dem Ihr ohne Datenschutzbedenken (Eure Eingaben werden nach dem Versenden des Anstupsers gelöscht) Eure Freunde anstupsen könnt. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer’s mal sehen möchte: www.nudge-me.de

Ich wünsche fröhliches Schupsen. :-)

Der Sturm auf’s Imperium

Vor einiger Zeit berichtete ich ja bereits mehrfach über Google. Über Vor- und Nachteile. Gestern sprang mir die Titelzeile eines Newsletters ins Auge, die sinngemäß lautete: “Cuil wagt Angriff auf Google”.

Hinter Cuil steckt u.a. ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, der sich nun das recht ambitionierte Ziel gesetzt hat, die Vorherrschaft von Google anzuknabbern.

Da ich ja grundsätzlich neue Webdienste liebend gerne teste, bin ich kurzentschlossen bei Cuil vorbei gesurft und machte einen ersten Test – der eher ernüchternd ausfiel.
Unter der zwar gewohnt schlichten und aufgeräumten Oberfläche mit angeblich 121.617.892.992(!) indizierten Webseiten (nein, das ist keine IP-Adresse :-) ), verbirgt sich zwar eine erfrischend übersichtlich gestaltete Ergebnisliste, die aber leider bislang überwiegend englischsprachige Ergebnisse liefert.
Der obligatorische Suchtest mit dem eigenen Namen fiel dann auch erwartungsgemäß knapp aus. Bei der Suche nach diesem Blog erhielt ich jedoch deutlich mehr Ergebnisse, zumindest bei einer Suche nach der Domain.

Positiv fiel mir die Möglichkeit auf, die Suchergebnisse in wahlweise 2 oder 3 Spalten aufzuteilen, was der Übersicht, gerade auf kleineren Displays, sehr zuträglich ist.

Kurzes Fazit:
Rein optisch gefällt mir Cuil deutlich besser als Google, doch bei dem wichtigsten Punkt, den Suchergebnissen, patzt Cuil derzeit noch. Der reinen Suchmaschine Cuil traue ich durchaus noch viel Potenzial und Konkurrenzfähigkeit zu.
Zusatzdienste, die Google neben der Suchmaschine anbietet (AdSense, Mail, etc.), habe ich bei Cuil nicht finden können, sie jedoch auch nicht vermisst.
Ich bin gespannt, wie sich die Suchmaschine in Zukunft entwickelt! Einen Blick ist sie (momentan für den englischsprachigen Raum) allemal wert.

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