Mac OS X Lion: Yet another Ersteindruck

Zugegeben: seit Lion im App Store verfügbar ist, wimmelt es auf Twitter und in Blogs nur so vor sich überschlagenden Meldungen. Diesem Mainstream möchte ich in dieser Form nicht folgen, da Lion bei weitem nicht der große Wurf zu sein scheint, den Apple stets propagiert hat. Warum das so ist? Die Antwort findet Ihr in den nun folgenden Zeilen.

Installation

Apple muss ja allein des Images wegen vieles anders machen als der Rest der Welt. Wenig überraschend also, dass die Distribution von 10.7 nicht per optischem Medium erfolgt, sondern über den App Store für knappe 24 Euro – im Gegensatz zu Windows ein Schnäppchen, im Vergleich zu Linux – naja… Keine schlechte Sache, die Auslieferung per App Store, spart es mir als Kunden den Weg in den Laden oder das lange Warten auf den Briefträger. Das einzige, worauf ich warten muss, ist der Download. Nicht ganz 4 GByte gehen für den Löwen über die Leitung, ein zur Feierabendzeit recht zeitraubendes Unterfangen. Aber als eingefleischter Informatiker bin ich das Warten auf mein Arbeitsgerät ja leidlich gewohnt.

So denn…nach einem TimeMachine-Backup und dem empfohlenen Versuch, meinen FileVault sicherheitshalber vor dem Update zu deaktivieren (dazu bei den Problemen mehr), konnte die Installation dann auch beginnen. Nach ca. 40 Minuten hatte sich der neu gestylte Fortschrittsbalken bis zu den 100% gequält, der Lüfter meines MacBook Pro jaulte unterdessen noch vor sich hin.

Startscreen Lion Installation

Startscreen Lion Installation

Einer der seltenen Neustarts des Systems war dann doch tatsächlich mal nötig und versetzte mir vorerst einen Schrecken. Mein rEFIt-Boot-Menü war verschollen. Hatte Lion nun meine für so manche Software benötigte BootCamp-Partition gehimmelt? Auch dazu später mehr.

Nach erfolgtem Neustart begrüßte mich ein in schlichtem, metallischem Grau gehaltener Login-Screen, der mich massiv an so manche Linux-Distribution erinnerte. Der Login lief problemlos, nur wenige nachbereitende Schritte waren notwendig und schon konnte ich die Neuerungen des neuen Mac OS testen.

Launchpad

Launchpad

Neuerungen, die ins Auge fallen

Oft erwähnte die Presse im Vorfeld die Neuerungen namens Launchpad und Mission Control. Zwei Screens, die dem ehemaligen Dashboard (das es noch immer gibt), sehr ähneln. Das Launchpad gleicht in der Art der Gestaltung extrem den Screens unter iOS und listet quasi alle verfügbaren Programme auf. Durch Wischen über das Trackpad lassen sich die einzelnen Screens durchscrollen und durch Festhalten der Maustaste fangen die Apps munter zu wackeln an. iOS-Nutzer werden den Sinn verstehen…nun lassen sie sich neu anordnen.

Mission Control hingegen gleicht der vormaligen Programmübersicht, dessen genauer Name mir gerade entfallen ist. Durch eine fingerbrecherische Wischgeste, bestehend aus Daumen und drei Fingern, lassen sich alle geöffneten Applikationen in einer Übersicht darstellen – dabei macht der Begriff “Übersicht” dem ganzen auch durchaus alle Ehre. Im Vergleich zur früheren Übersicht hat Apple deutlich mehr Struktur in diesen Screen gebracht.

Was mir neben diesen beiden Feature jedoch als erstes auffiel, war das “natürliche Scrollen“. Heißt: Apple hat die Scrollrichtungen invertiert. Ähnlich wie man in der Realität ein Blatt nach oben schiebt, um unten weiterzulesen, kann man selbiges nun auch unter Mac OS tun. Extremst gewöhnungsbedürftig und nachdem ich eine halbe Stunde stets in die falsche Richtung scrollte, schaltete ich das Feature wieder ab. Für mich vollkommen unbrauchbar, da es gegen alle jahrelang antrainierten Bedienungsmethoden verstößt und mir (zumindest für die erste Zeit) das Arbeiten massiv erschwert (womit wir wieder beim Thema eines meiner letzten Beiträge wären).

Auf den ersten Blick überraschend, beim zweiten Blick aber durchaus angenehm gestalten sich die Standardapplikationen Mail, iCal und Adressbuch. Wie bereits im Vorfeld klar war, hat Apple mächtig bei App Store Apps abgekupfert, so dass Apple Mail nun Sparrow sehr ähnlich sieht, sich aber etwas angenehmer bedienen lässt als die 10.6er Version. iCal und Adressbuch spendierte Apple einen Reallife-Look in Form eines Ledereinbandes, bzw. dem Aussehen eines richtigen Adressbuchs. Nett, meines Erachtens aber überflüssige Spielerei. Neue Features konnte ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Obwohl…stopp: der Vollbildmodus. Ein Feature, das offenbar jede Applikation für sich implementieren muss, wird zumindest von den rudimentären Mac OS Applikationen angeboten. Gut umgesetzt, ob es praxistauglich ist, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

Ebenfalls optisch aufgemöbelt wurde der Finder. Insgesamt wurde er etwas entschlackt, speziell die linke Menüleiste wurde stark eingedampft. Was mich jedoch nach der Installation massiv störte war eine kleine Fehlermeldung, die mir in aller Freundlichkeit mitteilte, dass mein käuflich erworbenes Tool namens TotalFinder leider nicht kompatibel sei. Ein Umstand, der mir das Tabbing und diverse andere Features, die ich zu schätzen gelernt habe, wieder entreißt. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller schnell ein Update nachschiebt (Wink mit dem Zaunpfahl, liebe Programmierer von binaryage).

Fehler TotalFinder

Fehler TotalFinder

Tja, und dann suchte ich zwei Funktionen, die mich im Wesentlichen haben Lion kaufen lassen: die AutoSave-Funktion und Dateiversionierung. Nie wieder den Save-Knopf drücken? Versionen ohne SVN-Repository zurückrollen? Ein Traum. Einzig: wie und wo das genau funktioniert, habe ich noch nicht herausfinden können. Ein Blogeintrag, der an mir vorbeiscrollte berichtete, dass Apple mit dem direkt angebotenen Update für iLife diese Funktion für Numbers, Writer und Keynote nachreiche, was mich darauf schließen lässt, dass es wiederum programmabhängig ist, ob das alles funktioniert oder nicht. Sehr ernüchternd, aber ich warte tapfer auf neue Erkenntnisse.

Und eine offensichtliche Funktion noch zum Schluss: beim Herunterfahren fragte mich Mac OS artig, ob es nach einem Reboot alle gerade geöffneten Fenster wiederherstellen solle…klaro…mach das! So spare ich mir den Autostart von so manchen Tools. Dumm nur: er erhöht je nach Anzahl der offenen Programme massiv die Dauer des Hochfahrens…ich fühlte mich etwas an alte Windows XP Zeiten erinnert *grusel*.

Probleme

Einige Schwierigkeiten sprach ich bereits an, einige nicht. Trotz relativ problemloser Installation traten im Nachhinein einige Schmerzen auf, die sich mit der Zeit aber hoffentlich klären werden.

Dass mein TotalFinder den Dienst quittierte, erwähnte ich ja bereits. Gut…warten wir auf ein Update, dann wird schon wieder alles gut.
Einen größeren Schock versetzte mir das fehlende rEFIt-Bootmenü, was mich zunächst glauben ließ, Lion habe sich eigenständig meiner gesamten Festplatte bemächtigt und die BootCamp-Partition ins Nirvana befördert. Dem war glücklicherweise nicht so. Im Finder fand sich die Partition noch immer und ein beherzter Griff auf die ALT-Taste beim Bootvorgang, präsentierte mir eben diese. Das Booten von Windows lief zum Glück problemlos. Nach einem erneuten Systemstart begrüßte mich zu meiner Überraschung nun auch wieder rEFIt in alter Frische. Komisch.

Eine Frage die sich mir bereits im Vorfeld stellte war, was tun, wenn der Mac mal stirbt und Lion neu installiert werden muss. Dann brauche ich doch ein Bootmedium…richtig. Zum Glück bietet ein schneller Blick in die Suchmaschine Eurer Wahl massig Lösungen dafür an. So lässt sich Lion wahlweise auf DVD oder USB-Stick bannen. Nur für den Notfall. Wissen schon.

Zu guter Letzt ein Ärgernis, über dessen Lösung ich mir noch nicht schlüssig bin. Im Vorfeld wurde mancherorts empfohlen, die Plattenverschlüsselung FileVault unter Snow Leopard zu deaktivieren. Lustige Idee, ging aber nicht. Nach einigen Minuten Gerödel teilt mir das OS mit: Sorry, geht leider nicht. Dafür benötigst Du 330 GByte freien Speicherplatz. WTF? Bei einer 500 GByte Platte? Mit einer 2 Jahre alten Snow Leopard Installation plus BootCamp? Wo soll ich da bitte 330 GByte herzaubern? Diese Option fiel also flach. Glücklicherweise wanderte der Murphy’s Law Kelch dieses Mal an mir vorüber und die Migration lief problemlos. Dumm nur, dass ich nun die neue FileFault-Funktionalität, die das gesamte Device verschlüsselt, nicht nutzen kann. Fail!

FileFault Fail

FileFault Fail

Fazit

Alles in allem macht Lion einen soliden Eindruck, bringt aber wenig revolutionäres (es sei denn die Dateiversionierung und das AutoSave tun das, was sie versprechen). Ein Update ist sicher nicht verkehrt, wer die ersten Kinderkrankheiten, gerade bei unkompatiblen Programmen, vermeiden möchte, sollte jedoch noch einige Wochen warten. Ansonsten warte ich nun auf 10.8 und möglicherweise _wirklich_ revolutionäre Features…

Update, 22.07.2011

Weitere Probleme

Heute ist bei mir Lerntag für eine Klausur angesagt. All meine Unterlagen liegen fein säuberlich in TrueCrypt-Container verpackt in meiner Dropbox…na? Dämmert es bereits?

Fehler TrueCrypt

Fehler TrueCrypt

Wie bereits mancherorts beschrieben, besteht unter Lion ein Problem zwischen TrueCrypt und MacFuse. Doch was wäre das Internet für ein nutzloser Ort, wenn nicht bereits jemand ein Lösung gefunden hätte

[KW27] Links der Woche

Diese Woche fallen meine Linkempfehlungen dank Klausurvorbereitungen etwas spärlich aus. Dennoch wünsche ich wieder viel Spaß beim Anklicken.

1. Mac OS X Lion kommt wohl am 14.07. Nachdem Gerüchte bereits auf den 04.07. hindeuteten, der sich jedoch nicht bestätigte, warte ich nun gespannt auf das neue Release. Besonders angetan habeb es mir ja die integrierte Dateiversionierung und die Nie-wieder-Speichern-Autospeicher-Funktion.

2. Hier mal ein Link zu meinem Berufsfeld, dem Talent Management und angrenzenden Themen. Konkret: High Potentials.

3. Und noch mehr High Potentials. Übermorgen (13.07.) bietet die FOM zum Thema “Erfolgreiches Talentmanagement: Anleitung für High Potentials und Unternehmen” eine Veranstaltung an.

 

 

 

 

 

 

 

 

[KW23] Links der Woche

Die letzte Woche ging’s eindeutig technischer zu, was die Linksammlung betrifft. Die Frauen-Fussball-WM hat ja…nun ja…auch ein bisschen was damit zu tun…Spieltechnik, zum Beispiel.

1. Die Frauen-Fussball-WM steht an und mein Lieblingsblog aptgetupdate veranstaltet wieder ein Tippspiel. Wer noch mitmachen möchte: anmelden, hopp hopp!

2. Mac OS X Lion ist noch nicht final auf dem Markt, da gibt’s schon die ersten Anleitungen, das nur über den App Store erhältliche OS auf einen Silberling oder USB-Stick zu bannen. Sehr gut. Weitermachen.

3. Mir ging seit einer gefühlten Ewigkeit die miese WLAN-Verbindung bei uns im Keller gehörig auf den Sender. Zum Glück hatte ich noch einen alten Siemens-Router rumfliegen, der bereits mit DD-WRT gepimpt war und der nun als Repeater seinen Dienst tut. Da es bei der Einrichtung ein paar Hürden gibt: hier eine simple Anleitung.

4. Haben will!

iMac touch

Die Gerüchteküche brodelt. Wie entwickler.com und macnews heute berichtet, könnte es sein, dass Apple in absehbarer Zukunft einen Mac mit Mulittouchscreen auf  den Markt bringt.

Die Gerüchte basieren auf einem Bericht eines LG-Besuchers, der bei einer Werksführung Multitouchpanels zu sehen bekam und dies sofort auf Apple münzte. Zugegeben: das sind sehr vage Informationen. Betrachtet man aber Apples derzeitiges Produktsortiment, ist dieser Gedanke nicht völlig abwegig. Zwar sind iPod touch und iPhone lediglich mit kleinen Displays ausgestattet, der Trend ist aber deutlich erkennbar.

Ich könnte mir also durchaus einen iMac touch innerhalb der nächsten 18 Monate vorstellen…

Zufall Revolutions

Auch wenn der Titel etwas überzogen klingen mag, gestern war ein hochinteressanter Tag!

Vorweg aber erst einmal Entwarnung: die Außerirdischen sind nicht erschienen. Schade irgendwie, aber absehbar.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass Apple neue Notebooks vorgestellt hat. Neben neuen MacBooks gibt’s auch neue MacBook Pros, auf die ich ja schon seit einiger Zeit ein Auge geworfen habe.

Was ist neu?

  1. neues Display (schön flach) mit mindestens 15″
  2. mehr Rechenpower (ab 2,4 GHz)
  3. Die 17″-Variante protzt mit 4 GByte RAM
  4. selbige hat nun auch 320 GByte Festplatte
  5. und satte 512 MByte Grafikspeicher *mjam*
  6. Kostenpunkt für die Standardmodelle: 1.798,99 €, 2.249,00 € oder 2.499,00 €

Diese Preise schmerzen schon etwas, doch warte ich frohen Mutes auf die ersten Refurbished-Geräte…und darauf, dass mein altes T41 von IBM endgültig die Biege macht. Momentan warte ich noch auf die Rücksendung durch den Reparatur-Service…

Zufall reloaded

Da sich am vergangenen Freitag meine Hoffnungen bezüglich neuer MacBooks bewahrheitet zu haben scheinen, warte ich gespannt auf das morgige Apple-Event. Was wird Jobs diesmal vorstellen?
Schön wären ja MacBooks mit Touchscreen

Was den Besuch der Außerirdischen angeht, vermag mich wie gesagt nur ein offenkundiges Erscheinen ihrerseits daran glauben lassen. Wo wir aber schon dabei sind…glaubt Ihr an Leben außerhalb unserer Erde?

Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, wenn man die Größe des Universums und die Menge der Planeten bedenkt. Ob diese Bewohner nun grün, blau oder rot sind, höher entwickelt sind als wir oder nur in Form von Mikroben existieren, ist dabei erst einmal zweitrangig. Aber zugegeben: So ein paar nette Kumpels aus dem All wären schon cool. ;-)

Zufall?

Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte!

Der Oktober wird heiß! Autsch. Und wie!
Zumindest, wenn man den jüngsten Aussichten von Hellsehern und Insidern Glauben schenken mag.

Doch kann es Zufall sein, dass für den 14. Oktober 2008 sowohl neue MacBooks, als der erste Kontakt mit Außerirdischen vorhergesagt wurden?!?

Wenn da nicht mal was großes im Gange ist!

Gut, das mit den Außerirdischen glaube ich erst, wenn ich es sehe, aber auf die MacBooks mache ich mir doch schon leise Hoffnungen…

Nach dem 14. Oktober wissen wir mehr. Sehr viel mehr.

Apple Gewinnspiel

Es ist mal wieder soweit: Gutschein-Arena.de hat es sich nicht nehmen lassen, ein Apple Gewinnspiel für Blogger auszuschreiben. Und das mit durchaus attraktiven Preisen, wie ich finde. Bei Gutschein-Arena.de gibt es regelmäßig den einen oder anderen Gutschein aus dem Internet zu finden, womit sich doch gelegentlich ein Schnäppchen machen lässt. Ich als alter Techniker fand beispielsweise den Conrad Gutschein recht einladend. :-)

Der Witz an der ganzen Gewinnspiel-Sache?

Jeder 10. Teilnehmer gewinnt, Preise vom iMac über iPods bis hin zu Amazon Gutscheinen. Lecker! Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr einen eigenen Blog habt und einen Post wie diesen hier ins Netz stellt.

Nun ja…gegen einen kleinen Gewinn hätte ich natürlich nix, selbst wenn ich für die Gutschein Arena Werbung machen muss. ;-)

iApple

Preisfrage:

Wo auf dem Bild ist ein Ei versteckt?
iApple

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