Atomausstieg: jetzt!

Ich mache es kurz, da die Situation in Japan doch ziemlich eindeutig unentspannt ist:

Wann, wenn nicht nicht sollen wir aus dieser unfassbar gefährlichen Technologie “Kernenergie” aussteigen? Braucht es noch mehr Beweise, noch mehr Tote, dass wir auf tickenden Zeitbomben sitzen und es endlich begreifen? Sind es die Milliarden Euro, die die Energie-Wirtschaft damit verdient es wirklich wert, dafür Millionen von Menschenleben auf’s Spiel zu setzen?

Ich lege jedenfalls keinen gesteigerten Wert darauf, ein weiteres Fallout-Szenario á la Japan zu erleben!

Atomausstieg: jetzt!

CeBIT 2011 – ein Bericht

Wie alles begann…die eTickets

 

Wie die letzten Jahre auch besuchten Markus und ich auch dieses Mal wieder die CeBIT in Hannover. Wie ein Damokles-Schwert hingen die aktuellen Streiks der Lokführer über dem Besuch. Doch glücklicherweise kamen wir bis auf einen ungeplanten Bahnwechsel sicher und relativ pünktlich in Hannover an. Der erste Höhepunkt des Tages war uns jedoch schon in Düsseldorf untergekommen…ich hatte meine Presse-Akkreditierung samt Eintrittskarte am Kühlschrank hängen lassen. Glücklicherweise hatten wir noch ein eTicket von Matrix42 frei, so dass unser Eintritt gesichert erschien…

Soweit die Theorie. Als die Überprüfung von Markus’ Ticket jedoch fehl schlug, da besagtes Ticket angeblich bereits 2 Tage vorher verwendet worden war (definitiv nicht durch uns), begann der Spaß. Ein unfassbar unflexibler Supervisor fertige uns mit der Aussage “Damit kommen sie nicht rein, das Ticket wurde bereits verwendet!” ab und ließ uns im Regen stehen. Sollten wir jetzt wieder heim fahren? War alles umsonst? Und warum konnte jemand ein Ticket benutzen, das bereits auf unseren Namen registriert war? “Das System lügt nicht!”, schwor uns der Supervisor, der aber keinesfalls super war.

Der Länge dieses Artikels werdet Ihr entnehmen, dass dem nicht so war. Die Lösung des Problems war die freundliche Damen des Presse-Schalters, die mir auf meine Beichte hin, ich habe das Ticket vergessen, ein neues ausstellte. Nach der mit einem kritischen Blick verbundenen Zustimmung des Supervisors konnten wir mit den beiden Tickets dann “ausnahmsweise” durch’s Drehkreuz. Endlich.

Nach einer unfassbar holprigen Registrierung meines eTickets auf dem iPhone, einer instabilen CeBIT-App, Darstellungsfehlern in selbiger (“FirmaXY<br>…”) und jener Ticket-Oddysee zweifelte ich schon stark daran, auf einer IT-Messe gelandet zu sein. Peinlich, liebe Organisatoren!

 

Ab in die Cloud

 

Nach dieser Hürde tauchten wir ein in die diesjährig ausgelobte Welt der Cloud, jenem ominösen Etwas, in das wir nun alle angeblich müssen. Viele Anbieter griffen das Thema auf, den einen gelang es mehr, anderen eher weniger. Letztere wirkten bemüht innovativ, warfen hier und da mit Buzzwords um sich, obgleich die vorgestellten Produkte im Vergleich zum gesprochenen Wort auf kognitive Dissonanz schließen ließ. So war ein Dienstleister, der eine iPad-CRM-App auf Basis von Lotus Notes sichtlich bemüht, die Textwüsten auf Buttons und kryptische Fehlermeldung aufgrund fehlender Formulareingaben geschickt zu umschiffen. Mit wechselhaftem Erfolg. Aber man sei ja in der Cloud. Und compliant. So stand es jedenfalls in fetten Buchstaben auf den Messestand geschrieben. Nun ja.

Aber klar ist und war es schon vorher: die Cloud liegt im Trend. Viele Dienste, ob simple Office-Anwendungen oder komplexe Unternehmenslösungen sind zunehmend als SaaS oder virtuelle Appliances in der Cloud zu finden.

Da mit das Wort langsam zum Halse raushängt, lasse ich es an dieser Stelle damit auch bewenden.

 

Apple-Hype

 

Spätestens nach der dritten durchwanderten Halle wurde mir heute eines klar: die IT-Welt fährt total auf Apple-Produkte ab. iPads, soweit das Auge reicht. Wo es vor Jahren noch etwas für Exoten war, ist die Mac OS Unterstützung der eigenen Produkte heute keine USP mehr, damit hebt man sich nicht mehr vor der Konkurrenz ab. Besonders beliebt waren dann auch Messestände mit iPhone- und iPad-Hüllen in allen Farben und Materialien.

Apropos Hüllen, apropos Apple. Was ist das klarste Zeichen für einen Hype? Wenn nach der Präsentation von EyeTV iPhone-Schutzhüllen an alle Leute verteilt werden, die ihr iPhone vorzeigen und anschließend 95% der anwesenden eine solche in Händen hält. Krass. :-)

Eines scheint mir jedoch eindeutig: auch im Unternehmensumfeld werden Macs zunehmend Einzug halten. Die IT-Industrie stellt sich von allen Seiten darauf ein und bietet entsprechende Unterstützung an. Ich bin gespannt, wie sich das im kommenden Jahr entwickeln wird. Mich würde folgende Schlagzeile jedoch nicht ernsthaft wundern:

Stadtverwaltung Buxtehude stellt IT-Infrastruktur auf Mac OS um

 

Haushalt 2.0 – Saugroboter

 

Ich bin ja ein Freund von Science Fiction. Und so war ich schon als Kind begeistert, als in einem Film Roboter sah, die eine Küche von heruntergefallenem Geschirr befreiten (war ein Film mit Doris Day, soweit ich mich da recht entsinne). Was ich als Kind toll fand, ist heute beinahe Realität: vollautomatische Staubsaugroboter, diese kleinen knuffigen Dinger, die ich am liebsten durch mein Wohnzimmer flitzen lassen würde. Und damit der Hinguck-Faktor noch höher ist, würde ich denen glatt noch ein Fell-Cover verpassen (HALLO, HERSTELLER!!! DIES IST EIN WINK MIT DEM ZAUNPFAHL!!!). :-)

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Ne, im Ernst…noch sind mit die kleinen Racker etwas zu teuer, aber über kurz oder lang werde ich mir wohl so einen kleinen Helfer zulegen.
Und übrigens…es gab eben jene auf der CeBIT zu bewundern, um den Bogen wieder zu schließen. :-)

 

Big Brother @ Cebit – Zensus 2011

 

Die CeBIT beherbergt seit Jahren eine Halle für den öffentlichen Sektor. Neben sich präsentierenden Bundesländern war diesmal auch der allseits unbeliebte Zensus 2011 vertreten. Dahin, liebe Kritiker, fließen unsere Steuergelder. In Selbstinszenierung von Überwachungsinstrumenten. Mehr sei dazu an dieser Stelle nicht gesagt.

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Blick in die Zukunft – eAutos

 

Einen positiven Eindruck hingegen hinterließ ein Stand samt kleinem Elektro-Flitzer. Vorgestellt wurden an sich Stromtankstellen, aber schön, diese Technologie überhaupt auf der CeBIT gesehen zu haben.

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Als Wermutstropfen sei jedoch erwähnt, dass es bei genau einem Stand blieb, das Thema Elektroauto also insgesamt wenig präsent war. Aber vielleicht ist eine IT-Messe dafür auch das falsche Forum…

 

Alles Jahre wieder – GData

 

Was wäre eine CeBIT ohne GData, genauer ohne den CC2, die beiden Wolfgangs und Mambo Kurt? Nix! Eben…ein Stück positiv-skurilen Charakters würde fehlen. Jedes Jahr halten die beiden Wolfgangs Live-Diskussionen auf dem GData-Stand zu aktuellen Themen ab. Auch dieses Jahr natürlich. Zwar verpassten wir die heutige Talk-Runde, immerhin liefen uns die nun in einem eigenen Büro untergebrachten IT-Urgesteine über den Weg. Tradition verpflichtet eben. :-)

 

Fundstücke

 

Auf der CeBIT gibt’s ja viel zu entdecken. Zwei Dinge fielen mir aufgrund meiner aktuellen Aufmerksamkeitsverteilung besonders ins Auge…

 

Kunterbunte Babyschnuller

 

Auf einem mir namentlich entfallenen Stand gab es allerhand technischen Spielkram, so auch diesen Babyschnuller, der eigentlich ein Thermometer ist. Hat das Baby Fieber, wird er rot, ist die Temperatur okay, ist er blau. Witzige Idee. :-)

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Laptop Tisch

 

Mein MacBook und gehen gerne miteinander ins Bett. Ich sitzend, das MacBook auf meinem Schoß (Ein Schelm, wer böses denkt :-) ). Bei Zeiten wird das Ganze aber doch etwas unangenehm, insbesondere wenn rechenintensive Prozesse die CPU glühen und meine Beine schmoren lassen. Nicht gut! Und so fiel mir folgender Laptop Tisch auf.

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Wenig spektakulär auf den ersten Blick. Doch schaut man genauer hin, kann man ihn unglaublich flexibel verstellen. Verfügbar ist er zudem in verschiedenen Designs und wahlweise auch mit integrierten Lüftern zur zusätzlichen Kühlung.

 

Tote Hose? – Ein Fazit

 

Bei all der cloudifizierten Hysterie…ich fand die CeBIT ausgesprochen schlecht besucht heute, bereits gegen 16 Uhr leerten sich die Hallen deutlich, viel eher als die letzten Jahre. Zudem bestätigten Gespräche mit Ausstellern, dass die Besucherzahl geringer ausfiel als die Jahre zuvor. Besser kaschiert als noch 2009 waren diesmal die Freiflächen, doch war dennoch ziemlich deutlich zu erkennen, dass teils halbe Hallen leer standen. Meinem Eindruck nach aber weniger, als 2009 und 2010.
Ich meine mich zu erinnern, der CeBIT den Tod in Bälde zugesprochen zu haben, den Eindruck nehme ich ein wenig zurück. Alles in allem machte sie dieses Jahr auf mich einen wenig spektakulären, aber dennoch soliden Eindruck. Die IT-Branche scheint mit Cloud Computing ein potentes Thema gefunden zu haben, das sich gerade erst aus den Kinderschuhen heraus entwickelt. Um mal einen Blick in die Glaskugel zu werfen: das Thema wird sich die kommenden Jahre setzen und festigen, als nächsten große Wurf kann ich mir neue Bedienkonzepte vorstellen. Microsoft machte mir Kinect einen meiner Meinung nach öffentlich völlig unterschätzten technischen Wurf, der die Computer UI’s nachhaltig prägen könnten.
Heute früh zweifelt ich kurz, ob die CeBIT mich 2012 wieder sehen wird, doch ich denke: I’ll be back! Und nun aber: ab in den ICE, nach Hause und die geschundenen Füße hochlegen. :-)

 

Ein Dank – Matrix42

 

So, genug der Orakelei…wie schon im letzten Jahr hatten wir aufgrund familiärer Bande die Ehre einen Blick auf die überzeugenden Produkte von Matrix42 werfen zu können (ja, Windows 7 auf dem iPad funktioniert tatsächlich, wenn auch nicht nativ). Abseits meiner Voreingenommenheit halte ich die Produkte tatsächlich für zukunftsweisend und auch die Cloud kommt keinesfalls zu kurz. Nun…an dieser Stelle also einen recht herzlichen Dank für die Gastfreundschaft (und den coolen Kugelschreiber ;-) )!

Guten Rutsch!

Heute mache ich es wieder kurz, da derzeit unter anderem das Lernen für Klausuren massenhaft Zeit konsumiert:

Ein besonderer Dank geht heute an alle treuen RSS-Abonnenten für’s Zulesen! Wir lesen uns dann nächstes Jahr wieder. :-)

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2010!

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