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Artikel Tagged ‘Datenschutz’

Die Piraten laufen in den Europahafen ein

8. Juni 2009 2b Keine Kommentare

Sie haben es geschafft. Die Piraten ziehen ins Europaparlament ein…dank 229.117 Wählern (= 0,9% bundesweit).  Glückwunsch!

Das gute Ergebnis der Piraten zeigt, dass Bürgerrechte, Datenschutz und ein faires Verständnis von Patent- und Urheberrechten moderne Themen sind, die mobilisieren.

Hoffen wir, dass Ihr diese Ziele im Europaparlament im Rahmen Eurer Möglichkeiten auch würdig vertretet/vertreten könnt, liebe Piraten. 229.117 Wähler stehen hinter Euch. Segel setzen und volle Kraft voraus! ;-)

Na endlich

4. Februar 2009 2b Keine Kommentare

Offenbar scheinen endlich mehr und mehr Menschen zu begreifen, dass Datenschutz eine wichtige Sache ist. Zwar wird diese Thematik wie immer von der Presse aufgebauscht, aber in diesem Fall halte ich das durchaus für gerechtfertig, um zum einen Öffentlichkeit und Bewusstsein zu schaffen und zum anderen die Politik in die richtige Richtung zu navigieren.

Die Steuer ID

3. November 2008 2b Keine Kommentare

Heute hörte ich im aktuellen Chaosradio einen guten Hinweis zur unliebsamen Steuer ID, die wohl so ziemlich jeder mittlerweile bekommen haben dürfte.
Da es sich hierbei um ein lebenslang vergebenes Personenkennzeichen handelt, das laut einem Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1975 verfassungswidrig ist, bietet die Humanstische Union zwei vorgefertigte Briefe (kurz oder lang), mit dem Ihr dem erhaltenen Schreiben widersprechen könnt.
Zwar wird dieser Brief nicht unmittelbar zu einer Löschung/Sperrung Eurer ID führen, jedoch läuft derzeit ein Musterverfahren vor dem Finanzgericht Köln (Aktenzeichen: 2 K 2822/08), das sich genau mit diesem Thema befasst.

Nutzt also ruhig diese Chance, dem Staat Euren Unwillen kundzutun!

Und ich dachte…

8. Oktober 2008 2b Keine Kommentare

…die Menschen hätten aus den jüngsten Datenskandalen gelernt. Offenbar leben wir doch in einem Land, das zu Großteilen (76%) aus versklavungswilligen Ignoranten besteht.

Ich zitiere immer wieder gerne Benjamin Franklin:
“Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.”

ZDF Parlameter

14. September 2008 2b Keine Kommentare

Ja, es gibt auch gute Neuigkeiten. Und darüber bin ich sehr, sehr froh! Und ausnahmsweise weiß ich mal, wofür ich meine GEZ-Gebühren zahle(n muss).

Parlameter Screenshot

Parlameter Screenshot

Die Rede ist vom ZDF-Parlameter.
Hier hat die ZDF-Redaktion ein – nennen wir es ruhig Mashup – zusammengestellt, mit dem mein Traum vom gläsernen Parlamentarier Wirklichkeit wird. Zugegeben: das Thema “gläserner Mensch” sehe ich ausgesprochen kritisch. Aber: in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und Fluggastdatenerhebung finde ich es nur recht und billig, dass wir Bürger die einfache Möglichkeit haben nachzuvollziehen, wie unsere Volksvertreter handeln.
Und genau das zeigt uns das Parlameter. Zu diversen Abstimmungen zeigt das Parlameter detailliert an, wer wie gestimmt hat. Zusätzlich bietet es über jeden Parlamentarier zusätzliche Information an. Darunter so Nettigkeiten wie ein kurzes Profil, Nebentätigkeiten, Parteiämter, Kontakt und Stimmverhalten.
Das Profil samt Geburtstag und Familienstand finde ich für meinen Geschmack etwas zu detailliert, aber insbesondere die Nebentätigkeiten und das Stimmverhalten finde ich ausgesprochen interessant. Lassen sich doch so eventuell vorhandene Befangenheiten und wirtschaftliche Interessen erkennen, die in einer Demokratie nichts zu suchen haben.

Wer sich selber mal einen Überblick verschaffen möchte, schaue also im ZDF-Parlameter vorbei.

Wachen wir endlich auf?

27. August 2008 2b Keine Kommentare

Etwas überrascht hat mich ein Artikel bei openPR.

Einer Umfrage des Magazins Tomorrow zufolge, fürchten sich bundesweit 71% der Bürger vor einer Onlinedurchsuchung des eigenen Rechners durch den Staat. Besonders kritisch sollen unsere Mitbürger im Nordosten der Republik sein. Ein Trend, den ich wiederum bestätigen kann, ist die Sorglosigkeit der Bürger hier in NRW. Hier sind es lediglich 63%.

Dennoch sind dies Werte, die ich dieser Höhe nicht erwartet hätte. Zwar wurden für die repräsentative Umfrage nur 1003 Leute befragt, aber ein gewissen Abbild der Bevölkerung scheint es dennoch zu sein.

Das regt in mir die leise Hoffnung, dass Aktionen, wie die des AK Vorrat und des CCC langsam Früchte tragen und unsere Mitmenschen langsam begreifen, was Datenschutz eigentlich ist und dass er nicht vernachlässigt werden sollte.

Ich hoffe, dass das Bewusstsein für einen kritischen Blick auf die Aktivitäten des Staates weiter wächst und wir so unsere Bürgerrechte langfristig wiedergewinnen und sichern können.

Quelle: openPR

Härtere Strafen bei Datenmissbrauch

29. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Wie golem.de heute berichtet, hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nun für ein Arbeitnehmerschutzgesetz in Bezug auf über ihn gespeicherte Daten stark gemacht. Verstöße gegen den Datenschutz sollten zudem deutlich härter bestraft werden, um die abschreckende Wirkung zu erhöhen.

Grundsätzlich finde ich den Vorstoß des DGB ausgesprochen positiv. Je mehr Öffentlichkeit für das Thema Datenschutz erzeugt wird, desto sensibler wird jeder einzelne auf Dauer damit umgehen.
In Punkto Abschreckung kann ich dem DGB jedoch nicht zustimmen. Die Geschichte hat gezeigt, dass höhere Strafen keine signifikant höhere Abschreckung erzielen und daher (relativ) wirkungslos sind. (krasser Vergleich, aber die Todesstrafe ist nun mal die härteste aller Strafen: bei Punkt 4 nachlesen (Ich bitte zu beachten, dass hier niemand die Todesstrafe fordert!!! Den Link wählte ich lediglich aufgrund des Hinweises auf statistische Untersuchungen zum Thema “Abschreckung durch härtere Strafen”)!).

Dennoch kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen, dass in Unternehmen oft sehr leichtfertig mit persönlichen Daten umgegangen wird. Anfragen wie “Kannst mir mal eben eine Liste der Führungskräfte mit allen Beurteilungsergebnissen der letzten 3 Jahre schicken.” sind durchaus üblich und die Frage nach der Authorisierung zum Lesen dieser Daten wird selten genug abgefragt. In anderen Fällen werden (“weil es einfacher ist”) zentrale Passwörter an Kollegen weitergegeben und damit dem Datenklau/-mißbrauch Tür und Pforte geöffnet.

Da solcherlei Leichtfertigkeiten leider schon fast zum Tagesgeschäft gehören und nicht zuletzt die Sensibilität für diese Problematik fehlt, würde auch ich ein solches Gesetz begrüßen. Eine generelle Ausweitung der Gültigkeit, auch über die Grenzen des Arbeitsplatzes hinaus, wäre außerdem von Nöten, um allumfassend die informationelle Selbstbestimmung (auch bei der Video- und verdachtsunabhängigen Telekommunikationsüberwachung) jedes Bürgers zu schützen.

Dass dadurch die Vorratsdatenspeicherung kippen würde, wäre ein für mich äußerst willkommener Nebeneffekt…

Mein Dank geht daher heute an den DGB für die Unterstützung in Sachen Datenschutz!

OpenID nimmt Fahrt auf

24. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Es gibt auch mal positive Nachrichten dieser Tage:
Die Web 2.0 Plattform MySpace will ab sofort das offene Login-Verfahren OpenID unterstützen und erschließt damit einen recht großen Nutzerkreis für OpenID, dem es meiner Meinung nach noch etwas an Lobby fehlt.

Ziel von OpenID ist es, internetweit ein einheitliches Loginverfahren bereitzustellen, ähnlich dem Single Sign-On-Verfahren.
Dabei hat jeder Nutzer genau eine Benutzerkennung, mit der er sich bei Webseiten, die OpenID unterstützen, anmelden kann, ohne ein neues Benutzerkonto anlegen zu müssen.

Ich, als netz-affiner Mensch, kann dieses Verfahren prinzipiell nur begrüßen, zumal mir immer mal wieder Passworte verloren gehen. Der Nachteil an einer Benutzerkennung ist jedoch wieder das Thema Datensicherheit. Kapert ein potenzieller Angreifer den OpenID-Account einer Person, so hat er praktisch Zugriff auf alle Benutzerkonten, bei denen sich diese Person per OpenID angemeldet hat. Wie hoch das Risiko von Identitätsklau bei OpenID jedoch wirklich ist, kann ich derzeit nicht einschätzen, halte es aber für ähnlich riskant, wie den neuen elektronischen Personalausweis.

eGesundheitskarte des Grauens

24. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Dieser kleine Buchstabe “e” scheint bei gewissen “Entscheidern” in unserer Regierung derzeit das Buzzword schlechthin zu sein. ePass, eGesundheitskarte, ePerso…der eWahn kennt keine Grenzen.

Konkret äußerte sich nun erneut der CCC zum Thema Datensicherheit in Bezug auf die “EGK”, die elektronische Gesundheitskarte.

Anlass für den kürzlich erschienen Artikel ist die Aufforderung einiger Krankenkassen an ihre Mitglieder, umgehend ein Passfoto für die EGK einzusenden, von der jedoch noch, aufgrund von ungeklärten Sicherheitsfragen, schärfstens abzuraten ist. So werden laut CCC Patientendaten – zwar verschlüsselt – auf einen zentralen Server übermittelt, wer jedoch letztlich Zugriff auf die notwendigen Schlüssel erhalten soll, sei noch unklar.

Wieder einmal vorauseilender Gehorsam, diesmal u.a bei der IKK Sachsen:
Diese Krankenkasse fordert sogar die Einsendung eines biometisch vermessbaren Fotos, welches laut §291 Sozialgesetzbuch jedoch nicht gefordert ist – was dieser Forderung jegliche Grundlage rauben dürfte.

Daher rät der CCC, die Einsendung eines Passfotos vorerst zu unterlassen, bis diese grundlegenden Fragen geklärt seien, zumal die Sanktionsmöglichkeiten seitens der Krankenkassen bislang unklar seien.

Sperrlisten für sicher(er)es Surfen

20. Juli 2008 2b Keine Kommentare

Die Datenschutz Agentur, ein privates Unternehmen, das sich Datenschutz und -sicherheit auf die Fahnen geschrieben hat, hat Anleitungen für Firefox und Internet Exploder Explorer veröffentlicht, mit denen sich das Surfen mit beiden Browsern noch etwas sicherer gestalten lässt. Über so genannte Sperrlisten und eine Extension (nur Firefox), haben beide Browser die Möglichkeit, Seiten zu blockieren, die potenziell gefährlichen Inhalt bieten, also Viren oder sonstigen Schadcode.

Grundsätzlich eine gute Idee, einen klaren Haken hat das Ganze aber dann doch:
Erscheinen auf der Webseite der Datenschutz Agentur neue Sperrlisten, müssen diese jeweils manuell heruntergeladen und im Browser aktualisiert werden.

Daher ein Vorschlag an die BlockSite-Entwickler: Wie wäre es mit einer automatischen Updatefunktion von Sperrlisten?

(Info: OpenPR)