[KW34] Links der Woche

Ein paar Urlaubslinks für Euch. Also: Kaffee nachfüllen und schmökern:

1. Eine “Dichtung zur Zeit“. Lesenswert.

2. Cool. Da entwickelt jemand offenbar ein OS, das Programme für Linux, Windows und Mac OS laufen lassen kann. Hoffentlich wird das was!

3. Wer noch nicht die neue Petition gegen die neu geplante Vorratsdatenspeicherung gezeichnet hat: schnell nachholen!

4. Die Piraten liegen in Berlin aktuell vor der FDP.

Mac OS X Lion: Yet another Ersteindruck

Zugegeben: seit Lion im App Store verfügbar ist, wimmelt es auf Twitter und in Blogs nur so vor sich überschlagenden Meldungen. Diesem Mainstream möchte ich in dieser Form nicht folgen, da Lion bei weitem nicht der große Wurf zu sein scheint, den Apple stets propagiert hat. Warum das so ist? Die Antwort findet Ihr in den nun folgenden Zeilen.

Installation

Apple muss ja allein des Images wegen vieles anders machen als der Rest der Welt. Wenig überraschend also, dass die Distribution von 10.7 nicht per optischem Medium erfolgt, sondern über den App Store für knappe 24 Euro – im Gegensatz zu Windows ein Schnäppchen, im Vergleich zu Linux – naja… Keine schlechte Sache, die Auslieferung per App Store, spart es mir als Kunden den Weg in den Laden oder das lange Warten auf den Briefträger. Das einzige, worauf ich warten muss, ist der Download. Nicht ganz 4 GByte gehen für den Löwen über die Leitung, ein zur Feierabendzeit recht zeitraubendes Unterfangen. Aber als eingefleischter Informatiker bin ich das Warten auf mein Arbeitsgerät ja leidlich gewohnt.

So denn…nach einem TimeMachine-Backup und dem empfohlenen Versuch, meinen FileVault sicherheitshalber vor dem Update zu deaktivieren (dazu bei den Problemen mehr), konnte die Installation dann auch beginnen. Nach ca. 40 Minuten hatte sich der neu gestylte Fortschrittsbalken bis zu den 100% gequält, der Lüfter meines MacBook Pro jaulte unterdessen noch vor sich hin.

Startscreen Lion Installation

Startscreen Lion Installation

Einer der seltenen Neustarts des Systems war dann doch tatsächlich mal nötig und versetzte mir vorerst einen Schrecken. Mein rEFIt-Boot-Menü war verschollen. Hatte Lion nun meine für so manche Software benötigte BootCamp-Partition gehimmelt? Auch dazu später mehr.

Nach erfolgtem Neustart begrüßte mich ein in schlichtem, metallischem Grau gehaltener Login-Screen, der mich massiv an so manche Linux-Distribution erinnerte. Der Login lief problemlos, nur wenige nachbereitende Schritte waren notwendig und schon konnte ich die Neuerungen des neuen Mac OS testen.

Launchpad

Launchpad

Neuerungen, die ins Auge fallen

Oft erwähnte die Presse im Vorfeld die Neuerungen namens Launchpad und Mission Control. Zwei Screens, die dem ehemaligen Dashboard (das es noch immer gibt), sehr ähneln. Das Launchpad gleicht in der Art der Gestaltung extrem den Screens unter iOS und listet quasi alle verfügbaren Programme auf. Durch Wischen über das Trackpad lassen sich die einzelnen Screens durchscrollen und durch Festhalten der Maustaste fangen die Apps munter zu wackeln an. iOS-Nutzer werden den Sinn verstehen…nun lassen sie sich neu anordnen.

Mission Control hingegen gleicht der vormaligen Programmübersicht, dessen genauer Name mir gerade entfallen ist. Durch eine fingerbrecherische Wischgeste, bestehend aus Daumen und drei Fingern, lassen sich alle geöffneten Applikationen in einer Übersicht darstellen – dabei macht der Begriff “Übersicht” dem ganzen auch durchaus alle Ehre. Im Vergleich zur früheren Übersicht hat Apple deutlich mehr Struktur in diesen Screen gebracht.

Was mir neben diesen beiden Feature jedoch als erstes auffiel, war das “natürliche Scrollen“. Heißt: Apple hat die Scrollrichtungen invertiert. Ähnlich wie man in der Realität ein Blatt nach oben schiebt, um unten weiterzulesen, kann man selbiges nun auch unter Mac OS tun. Extremst gewöhnungsbedürftig und nachdem ich eine halbe Stunde stets in die falsche Richtung scrollte, schaltete ich das Feature wieder ab. Für mich vollkommen unbrauchbar, da es gegen alle jahrelang antrainierten Bedienungsmethoden verstößt und mir (zumindest für die erste Zeit) das Arbeiten massiv erschwert (womit wir wieder beim Thema eines meiner letzten Beiträge wären).

Auf den ersten Blick überraschend, beim zweiten Blick aber durchaus angenehm gestalten sich die Standardapplikationen Mail, iCal und Adressbuch. Wie bereits im Vorfeld klar war, hat Apple mächtig bei App Store Apps abgekupfert, so dass Apple Mail nun Sparrow sehr ähnlich sieht, sich aber etwas angenehmer bedienen lässt als die 10.6er Version. iCal und Adressbuch spendierte Apple einen Reallife-Look in Form eines Ledereinbandes, bzw. dem Aussehen eines richtigen Adressbuchs. Nett, meines Erachtens aber überflüssige Spielerei. Neue Features konnte ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Obwohl…stopp: der Vollbildmodus. Ein Feature, das offenbar jede Applikation für sich implementieren muss, wird zumindest von den rudimentären Mac OS Applikationen angeboten. Gut umgesetzt, ob es praxistauglich ist, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

Ebenfalls optisch aufgemöbelt wurde der Finder. Insgesamt wurde er etwas entschlackt, speziell die linke Menüleiste wurde stark eingedampft. Was mich jedoch nach der Installation massiv störte war eine kleine Fehlermeldung, die mir in aller Freundlichkeit mitteilte, dass mein käuflich erworbenes Tool namens TotalFinder leider nicht kompatibel sei. Ein Umstand, der mir das Tabbing und diverse andere Features, die ich zu schätzen gelernt habe, wieder entreißt. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller schnell ein Update nachschiebt (Wink mit dem Zaunpfahl, liebe Programmierer von binaryage).

Fehler TotalFinder

Fehler TotalFinder

Tja, und dann suchte ich zwei Funktionen, die mich im Wesentlichen haben Lion kaufen lassen: die AutoSave-Funktion und Dateiversionierung. Nie wieder den Save-Knopf drücken? Versionen ohne SVN-Repository zurückrollen? Ein Traum. Einzig: wie und wo das genau funktioniert, habe ich noch nicht herausfinden können. Ein Blogeintrag, der an mir vorbeiscrollte berichtete, dass Apple mit dem direkt angebotenen Update für iLife diese Funktion für Numbers, Writer und Keynote nachreiche, was mich darauf schließen lässt, dass es wiederum programmabhängig ist, ob das alles funktioniert oder nicht. Sehr ernüchternd, aber ich warte tapfer auf neue Erkenntnisse.

Und eine offensichtliche Funktion noch zum Schluss: beim Herunterfahren fragte mich Mac OS artig, ob es nach einem Reboot alle gerade geöffneten Fenster wiederherstellen solle…klaro…mach das! So spare ich mir den Autostart von so manchen Tools. Dumm nur: er erhöht je nach Anzahl der offenen Programme massiv die Dauer des Hochfahrens…ich fühlte mich etwas an alte Windows XP Zeiten erinnert *grusel*.

Probleme

Einige Schwierigkeiten sprach ich bereits an, einige nicht. Trotz relativ problemloser Installation traten im Nachhinein einige Schmerzen auf, die sich mit der Zeit aber hoffentlich klären werden.

Dass mein TotalFinder den Dienst quittierte, erwähnte ich ja bereits. Gut…warten wir auf ein Update, dann wird schon wieder alles gut.
Einen größeren Schock versetzte mir das fehlende rEFIt-Bootmenü, was mich zunächst glauben ließ, Lion habe sich eigenständig meiner gesamten Festplatte bemächtigt und die BootCamp-Partition ins Nirvana befördert. Dem war glücklicherweise nicht so. Im Finder fand sich die Partition noch immer und ein beherzter Griff auf die ALT-Taste beim Bootvorgang, präsentierte mir eben diese. Das Booten von Windows lief zum Glück problemlos. Nach einem erneuten Systemstart begrüßte mich zu meiner Überraschung nun auch wieder rEFIt in alter Frische. Komisch.

Eine Frage die sich mir bereits im Vorfeld stellte war, was tun, wenn der Mac mal stirbt und Lion neu installiert werden muss. Dann brauche ich doch ein Bootmedium…richtig. Zum Glück bietet ein schneller Blick in die Suchmaschine Eurer Wahl massig Lösungen dafür an. So lässt sich Lion wahlweise auf DVD oder USB-Stick bannen. Nur für den Notfall. Wissen schon.

Zu guter Letzt ein Ärgernis, über dessen Lösung ich mir noch nicht schlüssig bin. Im Vorfeld wurde mancherorts empfohlen, die Plattenverschlüsselung FileVault unter Snow Leopard zu deaktivieren. Lustige Idee, ging aber nicht. Nach einigen Minuten Gerödel teilt mir das OS mit: Sorry, geht leider nicht. Dafür benötigst Du 330 GByte freien Speicherplatz. WTF? Bei einer 500 GByte Platte? Mit einer 2 Jahre alten Snow Leopard Installation plus BootCamp? Wo soll ich da bitte 330 GByte herzaubern? Diese Option fiel also flach. Glücklicherweise wanderte der Murphy’s Law Kelch dieses Mal an mir vorüber und die Migration lief problemlos. Dumm nur, dass ich nun die neue FileFault-Funktionalität, die das gesamte Device verschlüsselt, nicht nutzen kann. Fail!

FileFault Fail

FileFault Fail

Fazit

Alles in allem macht Lion einen soliden Eindruck, bringt aber wenig revolutionäres (es sei denn die Dateiversionierung und das AutoSave tun das, was sie versprechen). Ein Update ist sicher nicht verkehrt, wer die ersten Kinderkrankheiten, gerade bei unkompatiblen Programmen, vermeiden möchte, sollte jedoch noch einige Wochen warten. Ansonsten warte ich nun auf 10.8 und möglicherweise _wirklich_ revolutionäre Features…

Update, 22.07.2011

Weitere Probleme

Heute ist bei mir Lerntag für eine Klausur angesagt. All meine Unterlagen liegen fein säuberlich in TrueCrypt-Container verpackt in meiner Dropbox…na? Dämmert es bereits?

Fehler TrueCrypt

Fehler TrueCrypt

Wie bereits mancherorts beschrieben, besteht unter Lion ein Problem zwischen TrueCrypt und MacFuse. Doch was wäre das Internet für ein nutzloser Ort, wenn nicht bereits jemand ein Lösung gefunden hätte

[KW20] Links der Woche

Wenig zu lachen gab’s für die Piratenpartei in der letzten Woche. Ob das mit dem großzügigen Versagen der Bundesregierung zu tun hat?

1. Die Politik versagt ein ums andere Mal und dann kommt dabei sowas raus: Bundeskanzlerin Merkel fordert längere Arbeitszeiten in finanziell angeschlagenen Euroländern

2. Mal was erfreuliches: Fabrice Bellard implementiert ein Linux auf JavaScript-Basis. Chapeau!

3. Stellt sich raus: die Transformers sind realer, als wir dachten. ;-)

4. In einer bis heute zweifelhaften Aktion beschlagnahmt die Polizei einen Haufen zentraler Server der Piratenpartei. Die zeitliche Nähe zur Wahl in Bremen lässt die zügig die ersten Verschwörungstheorien aus dem Boden schießen.

5. Gut so: die Piratenpartei wehrt sich.

6. Und noch ein Tipp für die Eltern oder Paten unter Euch.

Der Mac OS – PC?

Was ist denn da los? Seit Jahren schuften sich diverstes Projekte den Rücken krumm, allen voran OSx86, und nun scheint VirtualBox in Version 3.2.0 nativ Mac OS zu unterstützen. Ein Schritt in die richtige Richtung, wie ich finde. Und ein Schritt hin zur nativen Lauffähigkeit von Mac OS auf einem Standard-PC ohne EFI – ein Umstand, den sicher nicht nur ich begrüßen würde.
Stellt sich dann aber doch berechtigterweise die Frage, warum man – außer aus Designgründen – noch überteuerte Apple-Hardware kaufen sollte…

Seit meiner Exkursion ins Reich der Macs samt iPhone und MacBook Pro im letzten September fallen mir leider immer wieder Punkte auf, die Apple mehr und mehr unsympatisch erscheinen lassen. Zensur im AppStore, Restriktionen und Bevormundung wohin man schaut – was Steve sagt, ist Gesetz.
Ein Umstand, den ich als ehemaliger (und zukünftiger?) Linux-Only-User beim besten Willen nicht mit meinem Gewissen und meiner Einstellung zu freier Software vereinbaren kann.

Nun mag sich der eine oder andere fragen, weshalb ich dann eigentlich zu Apple gewechselt bin: weil es funktioniert! Es tut, was es tun soll und das recht simpel und intuitiv. Jedenfalls auffallen häufiger als Windows oder geschweige denn Linux.

Es gibt also durchaus gute Gründe für mich, Mac OS einzusetzen auch wenn die Gegenstimmen immer lauter werden.
Unglücklicherweise spielen Apples Restriktionen in Hard- und Software keine unwesentliche Rolle bei der Stabilität und Konsistenz des Gesamtwerks “Mac”.
Hingegen ist die hesterogene Systemlandschaft bei PC’s ein Problem, dass weder Windows, noch Linux je richtig in den Griff bekommen haben, obgleich alles von Release zu Release ein bisschen besser wird.

Fazit?
Ich freue mich auf die neue VirtualBox, werde sie zügig testen und bin weiterhin gespannt, ob’s jemand ohne riesige Bauarbeiten und Dongles hinbekommt, Mac OS auf einem PC zu installieren…

Der Fonic-Stick

Ich konnte es mir ja nicht verkneifen…nicht, wo es doch dieses Jahr auch die CeBIT geht und mein Notebook dabei sein wird.

Also bestellte ich gestern (!) bei Fonic den Surf-Stick – zu einem Einmalpreis von knapp 100 Euro. Darin enthalten sind 10 Euro Startguthaben, das man entweder versurfen oder ver-sms-en darf. Außerdem ist ein Tag surfen gratis – welchen ich gerade nutze. Denn diesen Beitrag schreibe ich auf meinem Ubuntu 9.04 inklusive Fonic-Stick.

Weiter im Text. Bereits heute(!) traf das kleine Päckchen samt Stick und SIM-Karte bei mir ein. Vorbildlich! Auch die Freischaltung der SIM-Karte auf der Fonic-Webseite klappte problemlos.
Das einzige, was mich störte war, dass mein Firefox 3 die Logindaten nicht speichern mag. Also muss ich mir meine neue Handynummer nun noch merken und immer hübsch eintippen, wenn ich beispielweise mein Guthaben online aufladen möchte.

Testweise stöpselte ich den Stick an mein Windows XP. Er wurde sauber erkannt und startete die Installation der notwendigen Software selbstständig. Nach 5 Minuten und der einmaligen Eingabe der PIN hätte ich online gehen können.

Nun stand die Herausforderung an: Stick-Installation unter Linux.

Aber auch das verlief erfreulich einfach, wenn auch nicht ganz so komfortabel wie unter Windows.

Näheres hierzu findet Ihr in diesem Forenbeitrag im Ubuntuusers-Forum.

Noch kurz etwas zu den Unterhaltskosten:

Eine Grundgebühr oder Vertragsbindung ist nicht zu entrichten und laut Fonic verfällt auch das Guthaben nicht. Für 9 Cent lassen sich auch SMS in alle Netze verschicken, was sogar bedeutend günstiger ist, als bei meinem Handy-Anbieter (kann bequem per Client geschrieben werden).
Ein normaler Surftag kostet übrigens 2,50 € und gilt von 0:00 bis 24:00 Uhr. Klassischerweise ist das, was ich nun getan habe – nämlich erst gegen 23 Uhr ins Netz zu gehen – eher dumm, da ich nun die Tagesflatrate nur eine knappe Stunde nutzen kann. Aber ich konnte einfach nicht warten… ;-) Die Geschwindigkeit ist dabei fast wie im Kabelnetz/WLAN zu Hause, ich habe also nicht zu meckern bisher…

Fazit:

Daumen hoch! Wer ab und an mal in der Weltgeschichte herumreist, nicht offline sein möchte und nicht viel zahlen will, dem sei der Fonic-Stick wärmstens empfohlen.

Aber eins noch zum Schluß: Die Werbung von Fonic geht mir total auf den Sender! Das wäre der einzige Grund gewesen, den Stick nicht zu kaufen. Aber preislich gleichwertige Angebote gibt es derzeit nicht auf dem deutschen Markt…

Gnome 2.24

Endlich ist es amtlich: die zusätzliche Ausstattung für Gnome 2.24.

Wie ich bereits berichtete, standen die Softwarepakete Empathy, Project Hamster und Conduit zur Debatte.

Leider gingen nicht all meine Wünsche in Erfüllung, denn das Sync-Tool Conduit musste draußen bleiben, u.a. wegen des gewöhnungsbedürftigen Interfaces.
Geschafft haben es aber Empathy und Project Hamster. Über letztes freue ich mich besonders, da ich von Zeit zu Zeit ganz gerne Timetracking für diverse Aufgaben betreibe.

Ein Update lohnt sich also!

Firefox 3.1 und die Folgen

Für das geplante Release 3.1 des Firefox sind wieder einige nette Features geplant, die gerade technikaffinen Zeitgenossen gefallen dürften.

Das “Webmensch” freue ich mich insbesondere auf die weitere Implementierung von HTML5, konkret auf die Tags audio und video, mit denen sich entsprechende Inhalte in die Seite einbinden lassen. Praktisch dabei ist auch, dass der Firefox von Hause aus direkt die Codecs Ogg Vorbis und Theora mitliefert, so dass die lästige Nachinstallation entfällt.

Mit Features aus CSS3 erfährt der Firefox eine weitere Frischzellenkur, so dass sich z.B. Texte mit dem Style text-shadow optisch aufpeppen oder Ränder per border-image mit Bildern versehen lassen.

Auf Features wie den Support von Aero Glass unter Vista hätte ich als Linuxbenutzer auf gut verzichten können, den geneigten Windowsnutzer mag es hingegen freuen.

Die gesamte Featureliste findet Ihr übrigens im Mozilla-Wiki.

Neues von Gnome 2.24

Wie TecChannel heute berichtet, gibt es sowohl gute, als auch schlechte Nachrichten von der angekündigten Gnome-Version 2.24.

In der Roadmap kündigten die Entwickler an, dass es drei weitere Tools in die neue Release schaffen werden. Empathy, Project Hamster und PolicyKit.

Empathy ist eine umfangreiche IM-Widgetsammlung, die unter anderem die Integration in den Desktop verstärken soll.

Project Hamster hätte ich gerne in einer Windows-Version, um es im Büro nutzen zu können. Denn Project Hamster misst die verbrauchte Arbeitszeit für selbstdefinierbare Themen. In nennen Balkendiagrammen lassen sich die Zeiten später auswerten. Für den Privatbereich also eher ungebräuchlich – wer möchte meinen Arbeitgeber davon überzeugen, Linux als Standard zu benutzen? :-)

Mit PolicyKit lassen sich regelbasierte Rechte an Anwender vergeben, dessen Nutzen sich bei Privatanwendern auch eher im Rahmen hält.

Erst für die Version 2.26 angekündigt sind nun aber doch Conduit und WebKit. Gerade um Conduit tut es mir sehr leid, da ich noch immer auf der Suche nach einem zuverlässigen, am besten vollautomatischen und benutzerfreundlichen Syncronisationstool bin, das mir nicht nur meine Dateien, sondern auch Kontakte, eMails und Kalendereinträge abgleicht. Ob das Sync-Tool Conduit dies zu leisten vermag, wird sich zeigen…die Screenshots stimmen mich aber positiv. Da sich Conduit schon jetzt per Paketverwaltung nachinstallieren lässt, werde ich es direkt mal einem Testlauf unterziehen.

Mit WebKit, einer Open-Source-Browser-Engine kann ich persönlich wiederum nicht viel anfangen. Ich vermute, sie wird ihren Dienst in Zukunft unsichtbar unter der Gnome-Haube verrichten…

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Sourceforge.net 2008 Community Choise Awards

Heute warf ich doch mal einen Blick auf die Ergebnisse des diesjährigen Sourceforge.net 2008 Community Choise Awards, bei denen ich vor einiger Zeit für diverse Open Source Projekte abstimmte. Was mich jedoch außerordentlich irritierte, war die Sponsorenliste:

Screenshot der Sourceforge Startseite

Insbesondere Microsoft regiert als einziger Diamond Sponsor die Sponsorenliste. Microsoft? SourcForge? Open Source? Hallo? Hm…so ganz möchte mich diese Vorstellung nicht überzeugen. Zumal andere Größen wie Mozilla oder The Linux Foundation lediglich als Silver Sponsor, bzw. Community Partner fungieren.
Macht Microsoft jetzt auf “die gute Seite der Macht” und unterstützt Open Source?
Oder versucht “die dunkle Seite der Macht” nun die OS-Community zu infiltrieren?

Erklärungswillige mögen mich aufklären…

Back @ Gnome

Nach einem Ausritt in die Welt von KDE 4 mit Kubuntu KDE 4 Remix trieb es mich nach wenigen Wochen doch wieder zurück in die Arme des guten alten Gnome – also Ubuntu 8.04 LTS geladen und ab auf die Platte. Und ich bin positiv überrascht, denn gegenüber 7.04 hat sich einiges getan. Wunderbar. KDE 4 konnte mich optisch und mit einigen intelligenten Funktionen (z.B. Suche im K-Menü) zwar einerseits überzeugen, doch alles in allem gefiel mir die Bedienung nicht so gut, wie bei Gnome.

Gnome gehört auf meinem Rechner die Zukunft… ;-)

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