Gedanken zu…frühkindlicher Prägung

Ich las gestern Alice Millers Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst und frage mich gerade, ob die Machtkämpfe, die wir aktuell in Politik und Wirtschaft sehen (und welche vorwiegend von Männern geführt werden), auf eine mangelnder Verfügbarkeit der Mutter (die sehr wichtig für das ganze Leben ist)  in den ersten vier Lebensjahren “des Kindes” zurückzuführen sein könnten…

Ist dem so, dann sind diese Machtkämpfe als unmittelbare Folge des 2. Weltkriegs und der Nachkriegsgeneration denkbar, da die Mütter während dieser Zeit oftmals arbeiten mussten (Trümmerfrauen, etc.) und die Kinder sich selbst überlassen waren, bzw. ältere Geschwister auf jüngere aufpassten mussen (= mangelnde Verfügbarkeit der Mutter) – sei es, da der Mann gefallen war oder einfach nur Geld benötigt wurde.

Laut Alice Miller kann jene mangelnde “Macht” des Säuglings/Kindes, in dieser Phase jederzeit über seine Mutter verfügen zu können und somit seine Grundbedürfnisse zu befriedigen, zu entsprechenden “Störungen” im Verlauf des Lebens führen…bis hin – wie ich vermute – zu “Machtbesessenheit”…

Ist nur so eine Theorie, die mir spontan einfiel…kennt sich jemand auf dem Gebiet näher aus und kann meine These wider- oder belegen?

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