Blogger-Inhalftierungen

Bedenkliche oder gar beunruhigende Nachrichten flimmerten mir heute vor den Augen. Wie tecchannel berichtet, nimmt laut dem aktuellen “World Information Access Report (WIA) der University of Washington” die weltweite Zahl der Inhaftierungen kritischer Blogger stetig zu.
Zurückzuführen sei dies auf verschiedenste, kritisch betrachtete Themen, begonnen bei Menschenrechten bis hin zu korrupten Regierungen.
Als wäre es noch nicht schlimm genug, dass Länder wie Burma laut Reporter ohne Grenzen exzessive Zensur betreiben, so seien laut dem Bericht auch in westlichen Ländern wie Großbritanien, Frankreich und (wen wundert es?) Amerika entsprechende “Maßnahmen” gegen unliebsame Onlineaktivisten vorgenommen worden.

Frage:
Wann ist es in Deutschland soweit? Frankreich ist nicht allzu fern. Großbritanien auch nicht.
Ich sehe dieser Entwicklung mit sehr, sehr großen Sorgen entgegen, da es weltweit offenbar mehr und mehr Bestrebungen zum Abbau von Menschenrechten und zur Stärkung von kapitalistischen Interessen seitens Regierungen und Organisationen zu geben scheint. Ich möchte keineswegs alle Machtkonzentrationen und Generalverdacht stellen, aber ein Trend in diese Richtugn ist deutlich erkennbar. Stichworte: Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, BKA-Gesetz, Videoüberwachung; alles, was sich “präventive Antiterrormaßnahmen” schimpft.

Was denkt Ihr darüber? Seht Ihr diese Entwicklung ähnlich kritisch oder ist das vielleicht doch eher halb so wild? Ich freue mich über reichlich Kommentare!

I Care-O-bot?

Grundsätzlich stehe ich technischen Neuerung, die unser Leben leichter oder schöner machen sehr wohlwollend gegenüber. Was mich jedoch, nicht zuletzt durch Hollywoodstreifen wie I Robot, A.I. oder Matrix, skeptisch gegenüber dieser neuen Robotergeneration stimmt, sind die Menschen, die solche Maschinen programmieren. Aus Erfahrung als Softwareentwickler kann ich sagen, dass sich zwangsläufig bei großen Softwareprojekten Fehler einschleichen, die zum Teil fatale Folgen haben können und vorher nicht absehbar sind, da die Rahmenbedingungen einfach nicht simulierbar sind, bzw. nicht jeder Fall bedacht wurde. Kurzum: Menschen machen Fehler, die sich folgerichtig auf dessen Produkte auswirken (können).

Warum also sollte ich mir einen Care-O-bot ins Haus stellen, dass über mehr und bessere Sinnesorgane verfügt als ich, von fremden Menschen programmiert wurde und zudem noch über Greifarme verfügt? Klar, so ein 1,40 Meter kleiner Wicht, der meinen Tisch wischt, mir das Abendessen bringt oder den Boden putzt hätte ich auch gerne und ich will nicht den Teufel an die Wand malen.

Aber: was, wenn Murphy’s Law zuschlägt?

Ein zugegeben konstruiertes und vielleicht auch etwas paranoides Szenario, aber versuchen wir es mal.

Also, besagter Care-O-bot (oder welcher Robbi auch immer) saust durch mein Haus und tut, was er soll. Mich bei Haushaltsaufgaben unterstützen. Eines Tages setzt durch einen Softwarebug oder Hardwaredefekt seine Sensorik aus und er kann nicht mehr feststellen, wie stark sein Greifarm zudrückt. Im besten Fall sind Sicherheitsmechanismen implementiert, die den Robbi abschalten. Im Falle Murphy’s allerdings greift sich der Robbi eine Flasche und zerdrückt sie. Scherben. Okay. Alles noch nicht so schlimm. Was aber, wenn ein solcher Robbi bewusst umprogrammiert wird. Von einem eingeweihten Programmierer, der böses im Schilde führt?
Wäre ein solcher Metallhaufen dann in der Lage, einen Mord zu begehen? Ein Roboter mit meinem Küchenmesser in der Hand, macht mir ein paar Kopfschmerzen.

Okay, genug der Schwarzmalerei. Alles rein hypothetisch. Aber theoretisch doch denkbar. Daher sollten wir technischen Neuerungen zwar offen begegnen, sie aber trotz allem kritisch hinterfragen.

Apropos hinterfragen: ab welchem Zeitpunkt würde ein Roboter eigentlich Bürgerrechte erhalten? Wenn seine KI unser Denkvermögen überschreitet? Trotz seeeehr viel Science Fiction in diesem Beitrag werden wir uns früher oder später Gedanken über diese Themen machen müssen. Besser zu früh, als zu spät.

In diesem Sinne: ich freue mich auf die technischen Möglichkeiten der Zukunft, werde sie aber stets mit einem wachsames Auge begleiten. ;-)

Podcasts: Chaos Radio Express & al-Qaida

Wusstet Ihr, dass al-Qaida übersetzt unter anderem “Datenbank” bedeutet?
Es war mir bis heute nicht bewusst, dass al-Qaida mutmaßlich ein erfundener Begriff ist (von wem auch immer), um “das potenziell Böse”, dem allumfassenden “internationalen Netzwerk des Terrorismus” einen griffigen Namen zu verpassen und damit eine Wir-Die-Abgrenzung schaffen zu können.
Also, Wir (die Guten) und Die (die Bösen, in diesem Fall mit der Begrifflichkeit “al-Qaida” belegt).
Dieses Beispiel sei nur als eines von vielen angeführt, denn derartige “Kampfbegriffe”, die eine kollektive Angst auf etwas oder jemanden zu fokussieren in der Lage sind, gibt es in der heutigen Welt viele.

Gehört habe ich das Ganze in Chaos Radio Express #81 zum Thema “Neusprech im Schnüffelstaat”. Der bewusst an 1984 angelehnte Titel der Sendung macht es bereits deutlich: diese Sendung zerlegt Äußerungen von Politikern und anderen Befürwortern von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, etc. in alle Einzelteile und zeigt auf, wie wenig wirklich argumentiert wird. Viel mehr wiedersprechen sich Aussagen im gleichen Satz oder lenken vom eigentlichen Thema ab – nennen wir es an dieser Stelle mal Politsprech.

Hört mal in die Sendung rein, die gerade zum Ende hin noch ein echtes Bonbon für Wolfgang-Fans bereithält.

Wohl bekomm’s!

Bullshit-/Buzzword-Bingo

Allseits beliebt, das Bullshit Bingo. Für alle Uneingeweihten: “Bullshit Bingo”, oder weniger provokativ ausgedrückt “Buzzword Bingo” ist eine Form des Spiels Bingo und eignet sich hervorragend für langweilige Meetings oder sonstige Veranstaltungen, auf denen viel heiße Luft produziert wird.

Jeder Teilnehmer erhält eine Karte mit diversen “Buzzwords”, die es auszustreichen gilt, wenn sie genannt werden. Sind alle Begriffe einer Karte genannt worden, hat derjenige gewonnen – und sollte eigenlich B U L L S H I T in den Raum rufen. Gut, in der Praxis dürfte das selten bis nie vorkommen, aber Spaß macht es trotzdem. :-) Daher habe ich mal einen Grundstock an Begrifflichkeiten aus einem der letzten Meetings extrahiert. Nehmt es und vergnügt Euch damit. :-)

Here we go:
- Blueprint
- Statusmeeting
- Project Charter
- Project Closure
- Process Owner
- Ressourcen
- Budget
- Outsourcen
- TelKo
- Proposal (der ist bei uns sehr beliebt :-) )
- Core Team
- Core / Non-Core Kompetenzen
- Issue List
- Risk List
- Datümer (AUA!!)
- Migration
- Synergie(-effekt)
- Projektplan
- Work Package

Habt Ihr noch mehr? Dann ab damit in die Kommentare! :-)

Sollte ich vielleicht ein Stöckchen daraus machen?!? Hm…mein erstes? Na komm…einen Versuch ist es wert. Ich reiche dieses Stöckchen also gerne an die Jungs von aptgetupdate und den Tobbi weiter und frage: Welche Buzzwords sind bei Euch besonders beliebt?

Es war mal wieder nötig…

Nachdem mein altes Toshiba Tecra S1 letzte Woche endgültig das Zeitliche segnete, wurde es Zeit für ein neues Notebook.
Die Wahl fiel relativ spontan auf das Toshiba Satellite A300-1HP, dummerweise mit vorinstalliertem Windows Vista, was ich persönlich nicht auf meinen Computern sehen will. Wenn es nur nach mir ginge, würde der neue Rechenknecht jetzt mit Ubuntu seinen Dienst verrichten, dummerweise wird auch meine Freundin das Ding mitnutzen…und die mag lieber das unsägliche BS aus Redmond. Also XP drauf.
Nachdem ich im BIOS etwas herumschrauben und die SATA-Kompatibilitätsmodus aktivieren musste, damit XP überhaupt die Festplatte erkennt, ging die Installation flott. Und nun: Updates, Updates, Update. 104 an der Zahl! Au weia! Danke, Microsoft!

Alles in allem bin ich nach nunmehr 12 Stunden Hardcore-Dauernutzung recht zufrieden. Einziger Wehrmutstropfen bis jetzt ist der RJ45-LAN-Port, der mit meinem aktuellen Kabel gelegentlich mal die Verbindung verliert. Aber das mag mitunter auch am Kabel liegen…

Ach ja…die eingebaute Webcam macht doch recht ordentliche Bilder. ;-)

Let\'s rock!

Back @ Gnome

Nach einem Ausritt in die Welt von KDE 4 mit Kubuntu KDE 4 Remix trieb es mich nach wenigen Wochen doch wieder zurück in die Arme des guten alten Gnome – also Ubuntu 8.04 LTS geladen und ab auf die Platte. Und ich bin positiv überrascht, denn gegenüber 7.04 hat sich einiges getan. Wunderbar. KDE 4 konnte mich optisch und mit einigen intelligenten Funktionen (z.B. Suche im K-Menü) zwar einerseits überzeugen, doch alles in allem gefiel mir die Bedienung nicht so gut, wie bei Gnome.

Gnome gehört auf meinem Rechner die Zukunft… ;-)

Die Evolution des Programmierers

Na? Und wo befindet Ihr Euch auf dem Lebensweg?

Evolution of a Programmer

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