Nichts zu verbergen? – Teil 1
Wie oft habe ich es in den letzten Monaten hören müssen? “Ich habe doch nichts zu verbergen, sollen “sie” doch meine Daten speichern.” Oft habe ich Verwandten- und Bekanntenkreis Diskussionen zum Thema Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz geführt, meist mit dem gleichen Ergebnis: Es ist einem Großteil der Leute völlig egal, wenn sie auf Schritt und Tritt verfolgbar sind. Horrorvisionen wie diese werden als unrealistisch und völlig überzeichnet abgetan. Dem ist im vorliegenden Beispiel leiden nicht so. Im Prinzip liegen all diese Daten heute schon über jeden von uns vor, wenn auch nicht so kompakt zusammengefasst. Technisch ist das jedoch schon lange keine Zauberkunst mehr.
Was, wenn diese Daten in die falschen Hände fallen?
Was die falschen Hände sind, möge jeder für sich entscheiden, für mich sind es insbesondere Megakonzerne, die Musik- und Filmindustrie, aber auch viele unserer Politiker, die keinen Schimmer von dem haben, was sie da gerade entscheiden, zumal sie noch nicht einmal wissen, was eigentlich ein Browser ist. Und Ihr wollt objektiv über die Verwendung und Vernetzung meiner privaten Daten entscheiden?
Wer sich nun aber noch immer sagt, er habe doch nichts zu verbergen, der schaue sich diese Grafik und diesen Fragebogen an.
Habt Ihr wirklich NICHTS und vor NIEMANDEM zu verbergen?
Warum schließt Ihr dann die Tür, wenn Ihr zur Toilette geht…?