[KW29] Links der Woche

Puh, was für eine Woche. Aufregend war’s…und das hier sind die Links für Euch:

1. ELENA kommt vorläufig auf den Müll. Endlich. Die Frage ist nur: wie lange. Denn die Begründung waren nicht etwa Datenschutzbedenken…nein…weit gefehlt. Es lag an den mangelhaft sicherer elektronischen Unterschriftsverfahren. Es ist also schwer damit zu rechnen, dass ELENA 2.0 bald auf der Bildfläche erscheint.

2. Ach Leute. Wisst Ihr…neben Mord und Vergewaltigung ist, wenn man sich die CDU so anhört, Hacken das schlimmste Verbrechen der Neuzeit. Anoymous: weitermachen!

3. Ich komm da immer noch nicht drüber hinweg: XAMPP in einer Produktivumgebung. Sowas gibt’s auch nur in staatlichen Einrichtungen… m(

4. Machen wir’s kurz, um Euch nicht damit auf die Nerven zu gehen: Der Löwe ist los. Und hier mein Erfahrungsbericht dazu. Bitte auch die Kommentare beachten.

5. Wenn sich der Tobi mal mit Schlaf- und Kaffeemangel Gedanken über sein Leben macht, dann kommt das hier dabei raus.

6. Ein Plugin für den Firefox, das einen Ladebalken je Tab erzeugt, erblickte das Licht der Welt. Nach einem Test kann ich jedoch sagen: nur mäßig hilfreich.

7. Weia…schon wieder Schlaf- und Kaffeemangel.

8. Die Bundesliga geht bald wieder los und Ihr alle seid zum Tippspiel eingeladen!

9. VDS reloaded. Die CDU wird nicht müde, ihren 1. Platz als menschenrechtsfeindlichste Partei Deutschlands auszubauen.

So. Das wär’s dann für dieses Mal. In Anbetracht der vielen, tollen Dinge, die immer so passieren, gehe ich mich jetzt mit Kaffee betrinken. Dat hälste doch im Kopp nich aus…

Vorratsdatenspeicherung 2.0, presented by Schwarze Pest Entertainment

Wow, hab ich eine scheiß Wut im Bauch! Warum? Darum:

Anders als zunächst von fefe vermutet, haben wir nach dem Anschlag / Amoklauf in Oslo nicht etwa eine Killerspieldebatte an der Backe, sondern es kommt noch schlimmer: die schwarze Pest (wer sonst?!) entblödet sich nicht, umgehend wieder die Vorratsdatenspeicherung zu fordern.

Dazu habe ich noch zwei Fragen:

1. Wer beschützt uns eigentlich vor dem andauernden politischen Terror?

2. Wo bleibt eigentlich die Revolution?!

Toller Wochenstart, echt…

[KW25] Links der Woche

1. Activating the future: Mac OS X – IPv6-Privatsphärenerweiterungen aktivieren

2. Endlich können wir uns bald eigene TLD’s ausdenken…wie wäre es dann mit www.it-fsinn.blog?

3. Da versucht doch glatt jemand, HTML5 und CSS3 zu ersetzen. Das Ganze nennt sich AXR, scheint aber auch nicht der Stein der Weisen zu sein. Interessant ist es allerdings allemal.

4. Oh yes. Wir Freunde des Grundgesetzes sind mal wieder die bösen. Nach den Titeln Kinderschänder, Terroristen und Gefährder folgt nun dieses hier: linksliberale Fundamentalisten. Ich glaub, ich nagel mir all meine hart erstrittenen Titel die Toilettentür…

5. Told you so!

6. Eine neue Runde Fallstudien an der Uni. Diesmal darf ich zum Glück nicht mitspielen. :-)

7. Warum bekommt Island das hin und wir nicht?! Eine offene Verfassungsreform klingt für uns Deutsche glatt wie ein Traum aus 1001 Nacht.

8. Ihr seid Gründer? Oder Unternehmer? Hier mal eine Liste möglicherweise hilfreicher Do’s und Dont’s… Wenig spektakulär, aber sie verdeutlicht ganz gut die Grundlagen, die man ja im Eifer des Gefechts gerne mal vergisst.

9. Wie ich schon per Twitter kommunizierte: dies ist ein Grund, warum die EU abgeschafft gehört. Sie untergräbt unsere Grundrechte! Im Übrigen war die Aktion nicht so ganz sauber…

10. #nom!

11. Für alle Macianer unter Euch, die planen, auf Lion zu wechseln: eine Liste aller Programme, die unter Lion laufen (oder halt auch nicht).

12. Der B(U)ND hat mein Wohnzimmer verwanzt!

13. Spielt Ihr Might & Magic Heroes Kingdoms? Dann macht bei IT::fsinn-Gewinnspiel mit! Nur noch bis 30.06.2011!

14. Future now: VW bastelt an einem Autopiloten für Autos. Cool!

[KW18] Links der Woche

Das hat mich letzte Woche bewegt:

1. Merkel macht in Sachen Osama einen auf Kreuzzug im Stile von 1984:

Heute Nacht haben die Kräfte des Friedens einen Erfolg errungen.

 

2. Die (Twitter-)Welt streitet sich über die Hintergründe von Osamas Tod:

U.S. team’s mission was to kill bin Laden, not capture

 

3. Bei meiner Suche nach einer “sicheren” Dropbox-Alternative teste ich Wuala – und deinstalliere es wieder.

 

4. Compact! sammelt wieder Stimmen gegen den erneuten Vorstoß der Bundesregierung, trotz Urteils des BVG Daten auf Vorrat speichern zu wollen.

 

5. Das US-Heimatschutzministerium geht gegen die Firefox-Erweiterung Mafiaafire vor, die gesperrte Internetseiten über alternative Links zugänglich macht.

 

6. Das ZDF-Politbarometer lässt die FDP in der Bedeutungslosigkeit versinken und listet sie nicht mal mehr.

 

7. Der Zensus 2011 klopft unsanft an die Wohnungstür – hier einige Tipps für das Leben mit dem Zensus.

 

8. Chip.de bietet ein Musterformular des Zensus 2011 zum Download an.

[Party] BVG kippt Vorratsdatenspeicherung

Kurze Party-Durchsage:

Das Bundesverfassungsgericht hat heute die Vorratsdatenspeicherung gekippt.

(Auf-)Schiebung

Lediglich verzögernden Charakter dürfte wohl im Erfolgsfall das  folgende Gerichturteil um die Vorratsdatenspeicherung haben. Irland hatte vor dem europäischen Gerichtshof gegen die EU-Richtlinie geklagt.

Aber nicht etwa, weil die Iren solche Datenschützer wären! Nein, sondern nur, weil sich die Regierung an der Wahl der Rechtsgrundlage gestoßen hatte. Na toll…wenn Ihr sonst keine Probleme habt!

Härtere Strafen bei Datenmissbrauch

Wie golem.de heute berichtet, hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nun für ein Arbeitnehmerschutzgesetz in Bezug auf über ihn gespeicherte Daten stark gemacht. Verstöße gegen den Datenschutz sollten zudem deutlich härter bestraft werden, um die abschreckende Wirkung zu erhöhen.

Grundsätzlich finde ich den Vorstoß des DGB ausgesprochen positiv. Je mehr Öffentlichkeit für das Thema Datenschutz erzeugt wird, desto sensibler wird jeder einzelne auf Dauer damit umgehen.
In Punkto Abschreckung kann ich dem DGB jedoch nicht zustimmen. Die Geschichte hat gezeigt, dass höhere Strafen keine signifikant höhere Abschreckung erzielen und daher (relativ) wirkungslos sind. (krasser Vergleich, aber die Todesstrafe ist nun mal die härteste aller Strafen: bei Punkt 4 nachlesen (Ich bitte zu beachten, dass hier niemand die Todesstrafe fordert!!! Den Link wählte ich lediglich aufgrund des Hinweises auf statistische Untersuchungen zum Thema “Abschreckung durch härtere Strafen”)!).

Dennoch kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen, dass in Unternehmen oft sehr leichtfertig mit persönlichen Daten umgegangen wird. Anfragen wie “Kannst mir mal eben eine Liste der Führungskräfte mit allen Beurteilungsergebnissen der letzten 3 Jahre schicken.” sind durchaus üblich und die Frage nach der Authorisierung zum Lesen dieser Daten wird selten genug abgefragt. In anderen Fällen werden (“weil es einfacher ist”) zentrale Passwörter an Kollegen weitergegeben und damit dem Datenklau/-mißbrauch Tür und Pforte geöffnet.

Da solcherlei Leichtfertigkeiten leider schon fast zum Tagesgeschäft gehören und nicht zuletzt die Sensibilität für diese Problematik fehlt, würde auch ich ein solches Gesetz begrüßen. Eine generelle Ausweitung der Gültigkeit, auch über die Grenzen des Arbeitsplatzes hinaus, wäre außerdem von Nöten, um allumfassend die informationelle Selbstbestimmung (auch bei der Video- und verdachtsunabhängigen Telekommunikationsüberwachung) jedes Bürgers zu schützen.

Dass dadurch die Vorratsdatenspeicherung kippen würde, wäre ein für mich äußerst willkommener Nebeneffekt…

Mein Dank geht daher heute an den DGB für die Unterstützung in Sachen Datenschutz!

Blogger-Inhalftierungen

Bedenkliche oder gar beunruhigende Nachrichten flimmerten mir heute vor den Augen. Wie tecchannel berichtet, nimmt laut dem aktuellen “World Information Access Report (WIA) der University of Washington” die weltweite Zahl der Inhaftierungen kritischer Blogger stetig zu.
Zurückzuführen sei dies auf verschiedenste, kritisch betrachtete Themen, begonnen bei Menschenrechten bis hin zu korrupten Regierungen.
Als wäre es noch nicht schlimm genug, dass Länder wie Burma laut Reporter ohne Grenzen exzessive Zensur betreiben, so seien laut dem Bericht auch in westlichen Ländern wie Großbritanien, Frankreich und (wen wundert es?) Amerika entsprechende “Maßnahmen” gegen unliebsame Onlineaktivisten vorgenommen worden.

Frage:
Wann ist es in Deutschland soweit? Frankreich ist nicht allzu fern. Großbritanien auch nicht.
Ich sehe dieser Entwicklung mit sehr, sehr großen Sorgen entgegen, da es weltweit offenbar mehr und mehr Bestrebungen zum Abbau von Menschenrechten und zur Stärkung von kapitalistischen Interessen seitens Regierungen und Organisationen zu geben scheint. Ich möchte keineswegs alle Machtkonzentrationen und Generalverdacht stellen, aber ein Trend in diese Richtugn ist deutlich erkennbar. Stichworte: Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, BKA-Gesetz, Videoüberwachung; alles, was sich “präventive Antiterrormaßnahmen” schimpft.

Was denkt Ihr darüber? Seht Ihr diese Entwicklung ähnlich kritisch oder ist das vielleicht doch eher halb so wild? Ich freue mich über reichlich Kommentare!

Umfrage zum Datenschutz

Aktuell wird das Thema (glücklicherweise) auch massiv in der klassischen Presse besprochen: der Datenschutz.

Marco Husmann studiert Wirtschaftsinformatik in Vechta und untersucht in diesem Rahmen momentan, ob mehr Sicherheit automatisch zu mehr Freiheit führt. Hierfür hat er eine ca. 15 minütige Umfrage erstellt, die auf die aktuellen Themen Vorratsdatenspeicherung, ePass, Onlinedurchsuchung und Videoüberwachung eingeht.

Wer dort gerne anonym seine Meinung kundtun und Marco bei seiner wichtigen Untersuchung unterstützen möchte, hat aktuell noch die Möglichkeit dazu. Also schnell vorbeisurfen…

Nichts zu verbergen? – Teil 1

Wie oft habe ich es in den letzten Monaten hören müssen? “Ich habe doch nichts zu verbergen, sollen “sie” doch meine Daten speichern.” Oft habe ich Verwandten- und Bekanntenkreis Diskussionen zum Thema Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz geführt, meist mit dem gleichen Ergebnis: Es ist einem Großteil der Leute völlig egal, wenn sie auf Schritt und Tritt verfolgbar sind. Horrorvisionen wie diese werden als unrealistisch und völlig überzeichnet abgetan. Dem ist im vorliegenden Beispiel leiden nicht so. Im Prinzip liegen all diese Daten heute schon über jeden von uns vor, wenn auch nicht so kompakt zusammengefasst. Technisch ist das jedoch schon lange keine Zauberkunst mehr.

Was, wenn diese Daten in die falschen Hände fallen?

Was die falschen Hände sind, möge jeder für sich entscheiden, für mich sind es insbesondere Megakonzerne, die Musik- und Filmindustrie, aber auch viele unserer Politiker, die keinen Schimmer von dem haben, was sie da gerade entscheiden, zumal sie noch nicht einmal wissen, was eigentlich ein Browser ist. Und Ihr wollt objektiv über die Verwendung und Vernetzung meiner privaten Daten entscheiden?

Wer sich nun aber noch immer sagt, er habe doch nichts zu verbergen, der schaue sich diese Grafik und diesen Fragebogen an.

Habt Ihr wirklich NICHTS und vor NIEMANDEM zu verbergen?

Warum schließt Ihr dann die Tür, wenn Ihr zur Toilette geht…?

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