[KW38] Links der Woche

 

1. Nachdem die Piraten es nun in Berlin in die Opposition geschafft haben, gaben sie ihre erste Pressekonferenz. Erfrischend anders. Weiter so!

2. Und noch einer zu den Piraten in Berlin: sie ziehen das Thema “Transparenz” bisher gut durch und berichten in ihrem Blog über alles, was da momentan so vor sich geht. Lesenswert!

3. Ihr kennt Dropbox? Gibt’s auch als P2P-Lösung und nennt sich AeroFS.

4. Riesensammlung von Codeschnipseln zu .htaccess, PHP, WordPress, JavaScript, HTML und CSS

5. Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel: Warum beleidigen Sie Menschen, die ein Grundrecht wahrnehmen?

6. Was zum Schmunzeln von Dilbert.

7. Social Media meets Personalabteilung. Zwei Welten prallen zusammen.

8. iCJobs. Yet another Jobsuchmaschine.

9. ELENA ist dann jetzt auch offiziell endlich tot. Leider weiterhin mit der schwachen Begründung der fehlenden qualifizierten digitalen Signatur. Aber immerhin.

10. Ich habe mich mal an Contao versucht. Dieses Tutorial gibt einen ganz guten Überblick über das ehemals Typo Light getaufte CMS.

11. Tipp zwecks Systemstablität: Windows Explorer als separaten Prozess laufen lassen (für XP und 7)

12. Das freut den Mac-User (möglicherweise): die WISO Steuersoftware gibt’s bald auch für Mac OS. Nachteil: sie kostet fast das dopppelte gegenüber der Windows-Version. Frechheit!

13. Geht’s doch schneller als mit Lichtgeschwindigkeit?

14. Juhu! Das Adventue Pack für Minecraft kommt.

15. Peoplesource hat ein neues Logo.

16. Macht TKIP das WLAN langsam?

17. 7 Dinge, die wir Smartphone-Nutzer schleunigst gebrauchen könnten…

 

 

[KW34] Links der Woche

Ein paar Urlaubslinks für Euch. Also: Kaffee nachfüllen und schmökern:

1. Eine “Dichtung zur Zeit“. Lesenswert.

2. Cool. Da entwickelt jemand offenbar ein OS, das Programme für Linux, Windows und Mac OS laufen lassen kann. Hoffentlich wird das was!

3. Wer noch nicht die neue Petition gegen die neu geplante Vorratsdatenspeicherung gezeichnet hat: schnell nachholen!

4. Die Piraten liegen in Berlin aktuell vor der FDP.

Mac OS X Lion: Yet another Ersteindruck

Zugegeben: seit Lion im App Store verfügbar ist, wimmelt es auf Twitter und in Blogs nur so vor sich überschlagenden Meldungen. Diesem Mainstream möchte ich in dieser Form nicht folgen, da Lion bei weitem nicht der große Wurf zu sein scheint, den Apple stets propagiert hat. Warum das so ist? Die Antwort findet Ihr in den nun folgenden Zeilen.

Installation

Apple muss ja allein des Images wegen vieles anders machen als der Rest der Welt. Wenig überraschend also, dass die Distribution von 10.7 nicht per optischem Medium erfolgt, sondern über den App Store für knappe 24 Euro – im Gegensatz zu Windows ein Schnäppchen, im Vergleich zu Linux – naja… Keine schlechte Sache, die Auslieferung per App Store, spart es mir als Kunden den Weg in den Laden oder das lange Warten auf den Briefträger. Das einzige, worauf ich warten muss, ist der Download. Nicht ganz 4 GByte gehen für den Löwen über die Leitung, ein zur Feierabendzeit recht zeitraubendes Unterfangen. Aber als eingefleischter Informatiker bin ich das Warten auf mein Arbeitsgerät ja leidlich gewohnt.

So denn…nach einem TimeMachine-Backup und dem empfohlenen Versuch, meinen FileVault sicherheitshalber vor dem Update zu deaktivieren (dazu bei den Problemen mehr), konnte die Installation dann auch beginnen. Nach ca. 40 Minuten hatte sich der neu gestylte Fortschrittsbalken bis zu den 100% gequält, der Lüfter meines MacBook Pro jaulte unterdessen noch vor sich hin.

Startscreen Lion Installation

Startscreen Lion Installation

Einer der seltenen Neustarts des Systems war dann doch tatsächlich mal nötig und versetzte mir vorerst einen Schrecken. Mein rEFIt-Boot-Menü war verschollen. Hatte Lion nun meine für so manche Software benötigte BootCamp-Partition gehimmelt? Auch dazu später mehr.

Nach erfolgtem Neustart begrüßte mich ein in schlichtem, metallischem Grau gehaltener Login-Screen, der mich massiv an so manche Linux-Distribution erinnerte. Der Login lief problemlos, nur wenige nachbereitende Schritte waren notwendig und schon konnte ich die Neuerungen des neuen Mac OS testen.

Launchpad

Launchpad

Neuerungen, die ins Auge fallen

Oft erwähnte die Presse im Vorfeld die Neuerungen namens Launchpad und Mission Control. Zwei Screens, die dem ehemaligen Dashboard (das es noch immer gibt), sehr ähneln. Das Launchpad gleicht in der Art der Gestaltung extrem den Screens unter iOS und listet quasi alle verfügbaren Programme auf. Durch Wischen über das Trackpad lassen sich die einzelnen Screens durchscrollen und durch Festhalten der Maustaste fangen die Apps munter zu wackeln an. iOS-Nutzer werden den Sinn verstehen…nun lassen sie sich neu anordnen.

Mission Control hingegen gleicht der vormaligen Programmübersicht, dessen genauer Name mir gerade entfallen ist. Durch eine fingerbrecherische Wischgeste, bestehend aus Daumen und drei Fingern, lassen sich alle geöffneten Applikationen in einer Übersicht darstellen – dabei macht der Begriff “Übersicht” dem ganzen auch durchaus alle Ehre. Im Vergleich zur früheren Übersicht hat Apple deutlich mehr Struktur in diesen Screen gebracht.

Was mir neben diesen beiden Feature jedoch als erstes auffiel, war das “natürliche Scrollen“. Heißt: Apple hat die Scrollrichtungen invertiert. Ähnlich wie man in der Realität ein Blatt nach oben schiebt, um unten weiterzulesen, kann man selbiges nun auch unter Mac OS tun. Extremst gewöhnungsbedürftig und nachdem ich eine halbe Stunde stets in die falsche Richtung scrollte, schaltete ich das Feature wieder ab. Für mich vollkommen unbrauchbar, da es gegen alle jahrelang antrainierten Bedienungsmethoden verstößt und mir (zumindest für die erste Zeit) das Arbeiten massiv erschwert (womit wir wieder beim Thema eines meiner letzten Beiträge wären).

Auf den ersten Blick überraschend, beim zweiten Blick aber durchaus angenehm gestalten sich die Standardapplikationen Mail, iCal und Adressbuch. Wie bereits im Vorfeld klar war, hat Apple mächtig bei App Store Apps abgekupfert, so dass Apple Mail nun Sparrow sehr ähnlich sieht, sich aber etwas angenehmer bedienen lässt als die 10.6er Version. iCal und Adressbuch spendierte Apple einen Reallife-Look in Form eines Ledereinbandes, bzw. dem Aussehen eines richtigen Adressbuchs. Nett, meines Erachtens aber überflüssige Spielerei. Neue Features konnte ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Obwohl…stopp: der Vollbildmodus. Ein Feature, das offenbar jede Applikation für sich implementieren muss, wird zumindest von den rudimentären Mac OS Applikationen angeboten. Gut umgesetzt, ob es praxistauglich ist, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

Ebenfalls optisch aufgemöbelt wurde der Finder. Insgesamt wurde er etwas entschlackt, speziell die linke Menüleiste wurde stark eingedampft. Was mich jedoch nach der Installation massiv störte war eine kleine Fehlermeldung, die mir in aller Freundlichkeit mitteilte, dass mein käuflich erworbenes Tool namens TotalFinder leider nicht kompatibel sei. Ein Umstand, der mir das Tabbing und diverse andere Features, die ich zu schätzen gelernt habe, wieder entreißt. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller schnell ein Update nachschiebt (Wink mit dem Zaunpfahl, liebe Programmierer von binaryage).

Fehler TotalFinder

Fehler TotalFinder

Tja, und dann suchte ich zwei Funktionen, die mich im Wesentlichen haben Lion kaufen lassen: die AutoSave-Funktion und Dateiversionierung. Nie wieder den Save-Knopf drücken? Versionen ohne SVN-Repository zurückrollen? Ein Traum. Einzig: wie und wo das genau funktioniert, habe ich noch nicht herausfinden können. Ein Blogeintrag, der an mir vorbeiscrollte berichtete, dass Apple mit dem direkt angebotenen Update für iLife diese Funktion für Numbers, Writer und Keynote nachreiche, was mich darauf schließen lässt, dass es wiederum programmabhängig ist, ob das alles funktioniert oder nicht. Sehr ernüchternd, aber ich warte tapfer auf neue Erkenntnisse.

Und eine offensichtliche Funktion noch zum Schluss: beim Herunterfahren fragte mich Mac OS artig, ob es nach einem Reboot alle gerade geöffneten Fenster wiederherstellen solle…klaro…mach das! So spare ich mir den Autostart von so manchen Tools. Dumm nur: er erhöht je nach Anzahl der offenen Programme massiv die Dauer des Hochfahrens…ich fühlte mich etwas an alte Windows XP Zeiten erinnert *grusel*.

Probleme

Einige Schwierigkeiten sprach ich bereits an, einige nicht. Trotz relativ problemloser Installation traten im Nachhinein einige Schmerzen auf, die sich mit der Zeit aber hoffentlich klären werden.

Dass mein TotalFinder den Dienst quittierte, erwähnte ich ja bereits. Gut…warten wir auf ein Update, dann wird schon wieder alles gut.
Einen größeren Schock versetzte mir das fehlende rEFIt-Bootmenü, was mich zunächst glauben ließ, Lion habe sich eigenständig meiner gesamten Festplatte bemächtigt und die BootCamp-Partition ins Nirvana befördert. Dem war glücklicherweise nicht so. Im Finder fand sich die Partition noch immer und ein beherzter Griff auf die ALT-Taste beim Bootvorgang, präsentierte mir eben diese. Das Booten von Windows lief zum Glück problemlos. Nach einem erneuten Systemstart begrüßte mich zu meiner Überraschung nun auch wieder rEFIt in alter Frische. Komisch.

Eine Frage die sich mir bereits im Vorfeld stellte war, was tun, wenn der Mac mal stirbt und Lion neu installiert werden muss. Dann brauche ich doch ein Bootmedium…richtig. Zum Glück bietet ein schneller Blick in die Suchmaschine Eurer Wahl massig Lösungen dafür an. So lässt sich Lion wahlweise auf DVD oder USB-Stick bannen. Nur für den Notfall. Wissen schon.

Zu guter Letzt ein Ärgernis, über dessen Lösung ich mir noch nicht schlüssig bin. Im Vorfeld wurde mancherorts empfohlen, die Plattenverschlüsselung FileVault unter Snow Leopard zu deaktivieren. Lustige Idee, ging aber nicht. Nach einigen Minuten Gerödel teilt mir das OS mit: Sorry, geht leider nicht. Dafür benötigst Du 330 GByte freien Speicherplatz. WTF? Bei einer 500 GByte Platte? Mit einer 2 Jahre alten Snow Leopard Installation plus BootCamp? Wo soll ich da bitte 330 GByte herzaubern? Diese Option fiel also flach. Glücklicherweise wanderte der Murphy’s Law Kelch dieses Mal an mir vorüber und die Migration lief problemlos. Dumm nur, dass ich nun die neue FileFault-Funktionalität, die das gesamte Device verschlüsselt, nicht nutzen kann. Fail!

FileFault Fail

FileFault Fail

Fazit

Alles in allem macht Lion einen soliden Eindruck, bringt aber wenig revolutionäres (es sei denn die Dateiversionierung und das AutoSave tun das, was sie versprechen). Ein Update ist sicher nicht verkehrt, wer die ersten Kinderkrankheiten, gerade bei unkompatiblen Programmen, vermeiden möchte, sollte jedoch noch einige Wochen warten. Ansonsten warte ich nun auf 10.8 und möglicherweise _wirklich_ revolutionäre Features…

Update, 22.07.2011

Weitere Probleme

Heute ist bei mir Lerntag für eine Klausur angesagt. All meine Unterlagen liegen fein säuberlich in TrueCrypt-Container verpackt in meiner Dropbox…na? Dämmert es bereits?

Fehler TrueCrypt

Fehler TrueCrypt

Wie bereits mancherorts beschrieben, besteht unter Lion ein Problem zwischen TrueCrypt und MacFuse. Doch was wäre das Internet für ein nutzloser Ort, wenn nicht bereits jemand ein Lösung gefunden hätte

Der Mac OS – PC?

Was ist denn da los? Seit Jahren schuften sich diverstes Projekte den Rücken krumm, allen voran OSx86, und nun scheint VirtualBox in Version 3.2.0 nativ Mac OS zu unterstützen. Ein Schritt in die richtige Richtung, wie ich finde. Und ein Schritt hin zur nativen Lauffähigkeit von Mac OS auf einem Standard-PC ohne EFI – ein Umstand, den sicher nicht nur ich begrüßen würde.
Stellt sich dann aber doch berechtigterweise die Frage, warum man – außer aus Designgründen – noch überteuerte Apple-Hardware kaufen sollte…

Seit meiner Exkursion ins Reich der Macs samt iPhone und MacBook Pro im letzten September fallen mir leider immer wieder Punkte auf, die Apple mehr und mehr unsympatisch erscheinen lassen. Zensur im AppStore, Restriktionen und Bevormundung wohin man schaut – was Steve sagt, ist Gesetz.
Ein Umstand, den ich als ehemaliger (und zukünftiger?) Linux-Only-User beim besten Willen nicht mit meinem Gewissen und meiner Einstellung zu freier Software vereinbaren kann.

Nun mag sich der eine oder andere fragen, weshalb ich dann eigentlich zu Apple gewechselt bin: weil es funktioniert! Es tut, was es tun soll und das recht simpel und intuitiv. Jedenfalls auffallen häufiger als Windows oder geschweige denn Linux.

Es gibt also durchaus gute Gründe für mich, Mac OS einzusetzen auch wenn die Gegenstimmen immer lauter werden.
Unglücklicherweise spielen Apples Restriktionen in Hard- und Software keine unwesentliche Rolle bei der Stabilität und Konsistenz des Gesamtwerks “Mac”.
Hingegen ist die hesterogene Systemlandschaft bei PC’s ein Problem, dass weder Windows, noch Linux je richtig in den Griff bekommen haben, obgleich alles von Release zu Release ein bisschen besser wird.

Fazit?
Ich freue mich auf die neue VirtualBox, werde sie zügig testen und bin weiterhin gespannt, ob’s jemand ohne riesige Bauarbeiten und Dongles hinbekommt, Mac OS auf einem PC zu installieren…

Software im BS-Vergleich

Linux:

  • Fast alle Software ist kostenlos,
  • dafür funktioniert einiges nicht auf Anhieb

Mac:

  • Die Software funktioniert und tut das, was sie soll,
  • dafür kostet sie horrend viel Kohle

Windows:

  • Die Software tut etwas, nur nicht das, was sie soll…
  • …und kostet obendrein noch Kohle

[Windows] WLAN? Is’ grad aus…

Hm…4201…die Zahl der Woche – im negativen Sinne.

Warum? Ganz einfach: Mal wieder hat mir Windows (XP)  eindrucksvoll bewiesen, warum ich es lediglich zum Abgleichen meines iPhones/iPod mit iTunes benutze und nicht zum dauerhaften Arbeiten.

Seit nun geschlagenen 4 Tagen bricht meine WLAN-Verbindung auf meinem etwas in die Jahre gekommenen IBM T41 (gerne bei größeren Downloads) ohne erkennbaren Grund zusammen, weswegen das Herunterladen von Podcasts wenig bis gar keinen Spaß mehr macht. Am System habe ich bewusst nichts geändert…meine letzte Erinnerung schließt eine NetDrive-Installation ein…daran scheint es aber nicht zu liegen.

Die Ereignisanzeige (oder wie das Ding unter Windows heißt) wirft mir eine Meldung mit der hübschen Nummer 4201 entgegen.


4201 tcpip: "Netzwerkadapter "Schlagmichtot" wurde mit dem Netzwerk verbunden, und das System wurde über das Netzwerk in normalen Zustand gestartet."

Aaaaha. Gut. Seltsam nur, dass Windows ständig versucht, eine IP von meinem Router zu bekommen, was jedoch nur gelegentlich gelingt. Nach geschätzten 10 Verbindungsabbrüchen und ebenso vielen Re-Connects ist es dann soweit: das System bekommt keinerlei Verbindung mehr (genau gesagt: keine IP) – Systemneustart. Und dann beginnt das Spiel von neuem (by the way: mit LAN-Kabel läuft alles ohne Probleme).

Interessant auch, dass die Konsole bei der hingebungsvollen Eingabe von

ipconfig

eine Fehlermeldung entgegenwirft, die andeutet, dass ein angeschlossenes Gerät wohl nicht funktioniert. Dass das nicht der Fall sein kann -> siehe weiter unten).

Was ich nicht schon alles getan habe, um den Fehler zu beheben…

  • Treiber neu installiert
  • die Anzahl der gleichzeitig erlaubten TCP/IP-Verbindungen hoch gesetzt
  • diverse Dienste an- und ausgeschaltet
  • Firewall deaktiviert
  • den Kanal am Router umgestellt
  • den Energiesparmodus der WLAN-Karte ausgeschaltet
  • ne fixe IP vergeben
  • TCP/IP-Fix für Windows XP installiert
  • Windows neu installiert
  • und weiß der Geier was sonst noch…

Gefruchtet hat nix davon. Was mich wundert ist, dass unter Ubuntu auf dem gleichen Rechner (oder per Knoppix LiveCD) das WLAN total dufte funktioniert (also ist die WLAN-Karte in Ordnung).

Ich werde das Gefühl nicht los, dass etwas mit dem Netzwerktreiber nicht stimmt…einen aktuelleren fand ich jedoch nicht (Intel PRO blablubb 2100 irgendwas Chipsatz).

Das Problem ist wohl allgemein bekannt (über 30.000 Hits bei Google), aber eine Patentlösung scheint es nicht zu geben.

Weiß jemand Rat?

Ich bin mit meinem Windows-Latei echt am Ende…

Der Fonic-Stick

Ich konnte es mir ja nicht verkneifen…nicht, wo es doch dieses Jahr auch die CeBIT geht und mein Notebook dabei sein wird.

Also bestellte ich gestern (!) bei Fonic den Surf-Stick – zu einem Einmalpreis von knapp 100 Euro. Darin enthalten sind 10 Euro Startguthaben, das man entweder versurfen oder ver-sms-en darf. Außerdem ist ein Tag surfen gratis – welchen ich gerade nutze. Denn diesen Beitrag schreibe ich auf meinem Ubuntu 9.04 inklusive Fonic-Stick.

Weiter im Text. Bereits heute(!) traf das kleine Päckchen samt Stick und SIM-Karte bei mir ein. Vorbildlich! Auch die Freischaltung der SIM-Karte auf der Fonic-Webseite klappte problemlos.
Das einzige, was mich störte war, dass mein Firefox 3 die Logindaten nicht speichern mag. Also muss ich mir meine neue Handynummer nun noch merken und immer hübsch eintippen, wenn ich beispielweise mein Guthaben online aufladen möchte.

Testweise stöpselte ich den Stick an mein Windows XP. Er wurde sauber erkannt und startete die Installation der notwendigen Software selbstständig. Nach 5 Minuten und der einmaligen Eingabe der PIN hätte ich online gehen können.

Nun stand die Herausforderung an: Stick-Installation unter Linux.

Aber auch das verlief erfreulich einfach, wenn auch nicht ganz so komfortabel wie unter Windows.

Näheres hierzu findet Ihr in diesem Forenbeitrag im Ubuntuusers-Forum.

Noch kurz etwas zu den Unterhaltskosten:

Eine Grundgebühr oder Vertragsbindung ist nicht zu entrichten und laut Fonic verfällt auch das Guthaben nicht. Für 9 Cent lassen sich auch SMS in alle Netze verschicken, was sogar bedeutend günstiger ist, als bei meinem Handy-Anbieter (kann bequem per Client geschrieben werden).
Ein normaler Surftag kostet übrigens 2,50 € und gilt von 0:00 bis 24:00 Uhr. Klassischerweise ist das, was ich nun getan habe – nämlich erst gegen 23 Uhr ins Netz zu gehen – eher dumm, da ich nun die Tagesflatrate nur eine knappe Stunde nutzen kann. Aber ich konnte einfach nicht warten… ;-) Die Geschwindigkeit ist dabei fast wie im Kabelnetz/WLAN zu Hause, ich habe also nicht zu meckern bisher…

Fazit:

Daumen hoch! Wer ab und an mal in der Weltgeschichte herumreist, nicht offline sein möchte und nicht viel zahlen will, dem sei der Fonic-Stick wärmstens empfohlen.

Aber eins noch zum Schluß: Die Werbung von Fonic geht mir total auf den Sender! Das wäre der einzige Grund gewesen, den Stick nicht zu kaufen. Aber preislich gleichwertige Angebote gibt es derzeit nicht auf dem deutschen Markt…

[LOL] Such’ den Fehler…

…T-Systems präsentiert “Merkel-Phone” auf der CeBIT

Ich gebe Euch 2 Tipps:

1. Windows

2. sicher

Windows-Reparaturen

Als “Computer-Mensch” bin ich Familien- und Bekanntenkreis der Notdienst für alle PC’s. Meist Windows. Nein. Ausschließlich Windows. Oft das gleiche Problem: Kein Virenschutz; keine Updates; ergo: Viren und Trojaner ohne Ende, alternativ noch ein zerschossener Bootsektor.

Meist endet das Ganze in einer Datensicherung samt Neuinstallation ohne Viren. AntiVir drauf, Firewall drauf, alle Windows-Updates drauf, einen vernünftigen Browser (Firefox) drauf und fertig.

Danach gibt es zweierlei Reaktionsmöglichkeiten:

1. Besagte Computerbesitzer halten (trotz Auto-Update) das System nicht aktuell (wie auch immer die das schaffen?!?) und fangen sich über kurz oder lang wieder das gleiche Problem ein.

2. Ich höre jahrelang nichts mehr von dem Problemkind, bis ich folgenden Satz vernehmen muss: “Ein Freund hat mir letztens XY installiert, damit ich YZ machen kann und jetzt geht ABC nicht mehr! Kannst Du mir nochmal _kurz_ helfen?” *TILT*

Und nett, wie man in Bekanntenkreisen nun mal ist, schnappe ich mir den Patienten und stöpsle ihn zu Hause für mindestens 10 Stunden an. Bis er fertig ist. Ganz fertig. Und hoffentlich nie mehr wiederkommt!

So auch aktuell. Neben mir rauscht ein alter Siemens 2,80 Ghz Rechner mit furchteinflößenden 248(!) MByte RAM und einem DVD-Laufwerk, dass nicht mal seine selbstgebrannten Rohlinge, geschweige denn meine Knoppix-Scheiben lesen mag.

Auch hier hilft nur Notschlachtung. Zusätzliches RAM rein, ein funktionstüchtiges DVD-Laufwerk und ab geht die Post. Linux drauf und gut ist…ach…Du willst Linux nicht haben…ist aber ganz einfach…bedient sich fast wie Windows…Ubuntu zum Beispiel…keine Spiele mehr, sagst Du? Umgewöhnen? Ach, das geht! Ne? Wirklich nicht? Ich könnte es Dir auch parallel installieren, dann kannst Du Dir es mal anschauen…nicht?!? Bitte, bitte…der Kunde ist schließlich König!

Und wieder findet eine frische Windowsinstallation den Weg auf eine Festplatte…

Aber bitte, dann tut mir wenigstens einen Gefallen: HALTET EUER SYSTEM SAUBER!!!

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