Linux:
- Fast alle Software ist kostenlos,
- dafür funktioniert einiges nicht auf Anhieb
Mac:
- Die Software funktioniert und tut das, was sie soll,
- dafür kostet sie horrend viel Kohle
Windows:
- Die Software tut etwas, nur nicht das, was sie soll…
- …und kostet obendrein noch Kohle
Heute berichtet Heise über die offiziellen Besucherzahlen der diesjährigen CeBIT.
Wenig überraschend, bestätigen die Zahlen doch meinen bisherigen Eindruck, dass die CeBIT langsam aber sicher den Bach runter geht.
An sich sehr schade, zieht man in Betracht, dass es derzeit in Deutschland keine würdige Alternative gibt.
Jedoch wurde die Messe gegenüber dem Vorjahr um einen Tag gekürzt, so dass der Besucherverlust gegenüber dem Vorjahr nicht absolut beurteilbar ist.
Nun ja…hoffentlich erholt sich die CeBIT wieder…Totgeglaubte leben ja bekanntlich länger…

(Quelle: Heise)
Während sich heute treue Fanx des FollowFriday auf Twitter noch die Follower zuschusterten, begaben sich der Falkendesk und ich auf die knapp 3-stündige Reise nach Hannover, Ziel CeBIT 2010.
Dieses Jahr durfte die von mir so heiß geliebte Deutsche Bahn noch einmal ihr Glück versuchen und brachte uns zu meinem Erstaunen pünktlich und absolut entspannt zu Messe.
Wie ich bereits im Vorfeld bemerkte, war ich trotz der letztjährigen Enttäuschung recht gespannt auf die diesjährigen Neuerungen in der IT-Welt.
Und schon am Eingang erwarteten uns Produkte, die offensichtlicher, aber vor allem banaler nicht sein konnten:
iPad- und iPhone-Hüllen


Gut, der Witz war die Seglerfreundlichkeit dank stoß- und spritzwasserfester Außenhaut.
Nach dieser ersten Ernüchterung folgte wie auf Absprache ein Gratis-Kaffee von Sipgate samt umfangreicher Erläuterung der eigenen Dienstleitungen,
die ich dank mangelnder Anbindung in meinem Postleitzahlenbereich jedoch derzeit nicht nutzen kann.
Webciety
Zugegebenermaßen grenzwertig fiel eine Veranstaltung in der Webciety – zum Thema “Me@Web – Die eigene Marke im Netz” aus.
Nach einem kurzen, für mich relativ inhaltslosen Vortrag, folgte eine Diskussion auf der Bühne, unter anderem mit Sascha Lobo und Hr. Davis aus der 1&1-Werbung,
begleitet von einer Twitter-Wall im Hintergrund (#webciety).
Aus irgend einem Grund verkam die Diskussion binnen Minuten zu einem munteren babylonischen Chaos, da munter zwischen Englisch und Deutsch gewechselt wurde,
gerne auch mal mitten im Satz. Dass die Diskussion dadurch ungewollt komisch und unprofessionell wirkte, schien aber niemanden der beteiligten zu stören.
Viel unterhaltsamer unterdes war die eingeblendete TwitterWall, auf der stets beißende Kommentare an mir vorbei scrollten.

Wo wir gerade bei Vorträgen sind: Microsoft hat mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut, bemüht dynamisch wirkende Akteure das neue Office samt OneNote-Integration zum Besten zu geben, wobei ich beim Erblicken der gnadenlos überfrachteten Oberflächen in Kombination mit den Lobhudeleien der Folien-Jockeys einen gewissen Würgereiz nicht unterdrücken konnte.
Was jedoch beeindruckend war – das muss man ihnen lassen – war die Präsentationshard- und software an sich. Durch Gesten ließen sich Folien einer unbekannten, gnadenlos bunten, aber recht hübschen Präsentationssoftware mal mehr mal weniger gut vor- und zurückschalten, ohne an den Rechner zu müssen. Dank des unerträglichen “Boah, wir sind sowas von geil!!”-Getues, speziell des männlichen Protagonisten, entschieden wir uns glücklicherweise schnell für den Weg zur Hallentür und frischen Luft.

Nach einem kurzweiligen Mittagsplausch mit Bekannten inklusive spannender Einführung in das Thema IT-Commerce bei Matrix42 ging es weiter durch die – im Vergleich zum Vorjahr – weniger besuchten und vor allem dünner besetzten Messehallen.
Große Maßstäbe
Matrox’ Stand beeindruckte zwar nicht gerade durch brennend heiße Kompetenz in Sachen Beratung, vielmehr punkteten sie durch Präsentation.

Mit speziellen Grafikkarten lassen sich aus einem Rechner bis zu 16 Bildschirme gleichzeitig ansteuern und relativ bequem per Treiber steuern (Vollbild, Einzelbilder, etc.). Im Falle des Fotos wurden “nur” 12 Panels verbaut, die über haufenweise Kabel mit zwei parallelen Grafikkarten verbunden sind.
Auf die Frage, ob man mit einem weiteren Produkt, das das Rechnerbild auf 2 Bildschirme verteilt, auch von einem Mac aus z.B. zwei virtuelle Desktops auf den Schirmen platzieren könne, bekam ich leider nur ein Achselzucken und ein “Ich weiß gerade mal, wie man Mac schreibt.” zu hören…naja…
Die UFO’s sind los
Wow! Was hab ich gestaunt. Irgendwo, versteckt am Ende einer Halle, summte es plötzlich merklich. Bei näherem Hinsehen zeigte sich folgendes:

Eine kleine Flugdrohne, angetrieben von 4 horizontalen Propellern.
Ausgestattet mit einer kleinen Kamera, die die Bilder live auf einen Fernseher übertrug, steuerte der Aussteller das kleine Ding mit einem iPhone und dessen Bewegungssensorik. Beeindruckend und ein echt cooles Spielzeug.
Zu gerne hätte ich selbst mal Hand angelegt und den kleinen Brummer durch die Luft gesteuert.
Heise – ein Highlight
Wie sich schon letztes Jahr zeigte, ist der Stand von Heise nicht nur gut besucht, sondern auch hochinteressant.
Als wir vorbeikamen lief gerade ein Vortrag von FoeBuD-Urgestein padeluun (sorry für das schlechte Foto…das iPhone, das iPhone…), natürlich über die Vorratsdatenspeicherung.
Da wir die restlichen Hallen jedoch auch noch besuchen wollten, brachen wir den spannenden und sehr unterhaltsamen Vortrag jedoch 20 Minuten ab und schlenderten weiter.

Landkarten und Größenwahn
Als sich unsere ersten Rundtour dem Ende neigte, viel mir noch folgendes in Auge, das den Größenwahn der Standbesitzer gut dokumentiert:

Was aussieht wie eine Landkarte mit einem immensen Glossar ist auch so etwas. Dies ist die Standkarte von IBM, die allein eine halbe Messehalle für sich beanspruchten und dabei so ziemlich alles zeigten, was sie so treiben. Nur die von uns gesuchte WebMail-Lösung für Lotus Notes (ja…dieses tolle Tool ist leider bei uns im Betrieb im Einsatz) war nicht zu finden…schade.
Was mich immer wieder (nicht unbedingt positiv) beeindruckt sind diese riesigen Stände, ähnlich wie es SAP im vergangenen Jahr praktizierte (die dieses Jahr übrigens eine eigene Halle gemietet hatten, den letztjährigen Stand in Sachen Style jedoch nicht erreichen konnten). Ob sich die finanzielle Investition für einen solchen Stand wirklich rentiert? Hm…
Fazit
Da zum Abschluss des Tages noch ein kleiner Besuch bei Matrx42 geplant war, erlebten wir die Hallen vor unserer Heimreise mal im ganz leeren Zustand, da die meisten Messegäste um 18 Uhr die Hallen verlassen hatten. So wurde uns auch der Spaß zuteil, eine Live-Band am GData stand zu hören und zu erahnen, was bei den berüchtigten Messe-Parties immer so abgeht…Hut ab.
Alles in allem gefiel mir die CeBIT trotz weniger Aussteller besser als letztes Jahr, was nicht zuletzt auch daran lag, dass die Freiflächen meistens cleverer kaschiert wurden und die CeBIT nicht so verlassen wirkte. Auffällig waren aber schon weiße Flecken auf dem Hallenplan, da einige Hallen leer gelassen wurden.
Einige kleine Neuigkeiten waren durchaus zu entdecken, spektakuläres war selten dabei, insofern halte ich es mir offen, nächstes Jahr noch einmal vorbei zu schauen. Denn es ist immer mal wieder schön, bekannte Persönlichkeiten, die man sonst nur aus dem Netz oder den sonstigen Medien kennt, Live und in Farbe zu sehen.
Auch bleibt festzuhalten, dass die Anreise per Bahn deutlich angenehmer ist, da sich im ICE vortrefflich am Rechner arbeiten lässt, man keine Parkplatzsorgen hat und auch so deutlich entspannter reist (sofern die Bahn den pünktlich fährt – was in diesem Fall tatsächlich so war).
Kurze Party-Durchsage:
Das Bundesverfassungsgericht hat heute die Vorratsdatenspeicherung gekippt.
Wie schon im letzten Jahr findet auch 2010 wieder die CeBIT in Hannover statt. Unsprünglich hatte ich nicht vor, dieses Jahr wieder nach Hannover zu reisen, doch besteht dieses Jahr der glückliche Umstand, dort Bekannte auf ihrem Stand zu besuchen. Insofern nehme die Reise auch dieses Jahr wieder auf mich und nehme mir auch wieder fest vor, Euch von interessanten Themen zu berichten (das hat ja letztes Jahr vorbildlich funktioniert…*hust*). Mangels Presseausweis wird’s diesmal allerdings keinen Zutritt zum Pressezentrum geben – ich war schlicht zu faul für eine Akkreditierung und habe mich stattdessen einladen lassen.
Was sich hingegen langsam aber sicher zu bewahrheiten scheint, ist meine letztjährige Vermutung, die CeBIT würde langsam aber sicher den Bach runter gehen. Laut Veranstalter ist die Zahl der Aussteller sie niedrigste seit 20 Jahren, kein gutes Zeichen für eine IT-Messe mitten im Informationszeitalter.
Ich rechne also mit noch mehr Leerflächen als letztes Jahr, die Hoffnung, dass nun an den wirklich interessanten Ständen mal Platz zum Gucken ist, schlage ich mir dennoch aus dem Kopf. Dort wird das Gedränge ungebrochen sein.
Was steht dieses Jahr auf meiner ToSee-Liste?
- Next level 3D – See the difference
- Software as a Service, Cloud Computing
- CeBIT – Junge innovative Unternehmen
- Human Resource Management
- future parc – The point of Inspiration
- Me @ Web – die Person als Marke im Web
- Mode, Lifestyle & das Web 2.0
- ComputerClub 2
Ein volles Programm wartet…also: gutes Schuhwerk an und los geht’s!
Seit ich mein MacBook sam Schneeleo habe, versuche ich meinen Fonic Surfstick zum Funktionieren zu bewegen. Bislang ohne Erfolg, obwohl es dazu haufenweise Anleitungen im Netz gibt. An irgendeiner Stelle hakte es dann doch.
Heute nahm ich mir aus gegebenem Anlass mal wieder 30 Minuten Zeit und warf die Suchmaschine meines Vertrauens an. Und ich fand folgenden Foreneintrag der die Lösung brauchte:
Von O2 gibt es mitlerweile eine neue Software, mit der es wieder funktioniert. Den ConnectionManager 2.1.1. Hier eine Beschreibung: http://ploin.de/robertreiz/page/blogDetail.xhtml?locale=de_DE&id=73
- Download
- Installation des O2 ConnectionManagers
- Stick einstöpseln
- O2 ConnectionManager starten
- PIN eingeben
- Verbinden
- Spaß haben
Nach der zuletzt gezeigten Zurückhaltung von Bundespräsident Köhler bei der Unterzeichnung des Zensurgesetzes kam die heutige Heise-Meldung wie ein Schlag ins Gesicht für alle Gegner, mich inbegriffen:
Bundespräsident unterzeichnet Websperren-Gesetz
Ich bin schwer enttäuscht.
Laut Mitteilung bestanden “keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken, die ihn an einer Ausfertigung gehindert hätten”.
Bitte was????
Der Bundespräsident gehe davon aus, dass die Bundesregierung entsprechend ihrer Stellungnahme vom 4. Februar 2010 nunmehr “auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes” Kinderpornographie im Internet effektiv und nachhaltig bekämpft.
Na klar…so wie sich die Regierung _immer_ an ihre Versprechen hält und nachhaltig unsere Bürgerrechte zersetzt.
Was habt Ihr mit dem kritischen Herrn Köhler gemacht?!? Gebt ihn sofort zurück!!!
Ich hatte ja noch leise Hoffnungen, einen Funken Verstand bei einem staatlichen Organ gefunden zu haben, doch war diese Hoffnung mal offenbar mal wieder umsonst.
Und zum Abschluss die leider schon obligatorische Frage:
Wer macht mit bei der Verfassungsbeschwerde?
Okay, der Titel ist irreführend und provokant, aaaber:
Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) entblödet sich laut Heise nicht, die Anstiftungen zur Hehlerei für legal zu erklären, weil Daten ja keine Sache seien:
“Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei.” Ebenso widerspricht die Juristin der Auffassung, mit dem Ankauf würde der Staat andere zum Datendiebstahl anstiften: “Die deutschen Steuerbehörden haben ja gerade keine Belohnung dafür versprochen, dass sich der Informant diese Bankdaten rechtswidrig beschafft; die hatte er ja schon, als er erstmals auf die Behörden zukam.”
Nichts anderes erwarte ich von einer CSU-Politikerin.
Aber wisst Ihr was? Wir sollten Frau Merk dankbar sein, denn da Daten ja nicht gestohlen werden können, ist das Filesharing von Filmen, Games und Apps über das Web ja ganz sicher auch kein Diebstahl und damit legal. Muahaha!
Aber dass das nicht stimmt, dafür fällt Ihnen bestimmt auch wieder ein gerade passendes Argument ein. Nicht wahr, Frau Merk? Schämen Sie sich eigentlich nicht, uns so boshaft zu verarschen?!
6, setzen!
CDU-Mitglied stellt Strafanzeige gegen Merkel und Schäuble
Beschuldigt werden sie wegen dem geplanten Kauf der CD mit den Daten von mutmaßlichen Steuerbetrügern der Hehlerei und der Aufforderung von Straftaten.
Bundeskanzlerin Merkel scheint sich entschieden zu haben – trotz mancher Kritik in der Union und vor allem in der FDP -, die CD mit den Daten von Kunden Schweizer Banken zu kaufen. Damit will man nicht nur deutschen Steuerbetrügern auf die Schliche kommen, sondern auch den Banken und anderen Helfern, die sich der (systematischen) Beihilfe schuldig gemacht haben. Für die Daten interessiert sich nun nicht nur die deutsche Regierung, sondern auch die von Österreich, Belgien und den Niederlanden.Pikant ist, dass nun ausgerechnet ein CDU-Mitglied, der Rechtsanwalt Frank Hannig aus Dresden, eine Strafanzeige gegen die Bundeskanzlerin sowie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und dessen nordrhein-westfälischen Amtskollegen Helmut Linssen, beide ebenfalls CDU), eingereicht hat. Wie die Welt berichtet, wirft das CDU-Mitglied, der auch dem Wirtschaftsrat der CDU angehören soll, den Beschuldigten “insbesondere Hehlerei, Begünstigung, Ausspähen von Daten sowie öffentliche Aufforderung zu Straftaten und Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat” vor.
Man müsse überprüfen, ob es rechtmäßig sei, wenn eine Amtsperson zum Kauf gestohlener Daten aufrufe, da sich Privatleute, wenn sie diese kaufen, strafbar machen würden. Zudem meint der Rechtsanwalt, man fördere dadurch das Denunziantentum: “Gerade in einem Land wie Deutschland, das in seiner neueren Geschichte schon zwei Staatssysteme ertragen musste, die das Denunziantentum zum Prinzip der Strafverfolgung erhoben haben, zeugt es von erheblicher politischer Instinktlosigkeit derartige Erklärungen abzugeben.” Da es sich aber bei den vermutlich an der deutschen Steuer vorbei in die Schweiz verschafften Gelder auch um Diebesgut handelt und die Schweizer Banken dieses kriminelle Handeln decken, scheint der Vergleich doch auch wenig instinktlos zu sein.
Offenbar lag ich mit meiner Idee doch nicht so daneben. Dann hoffen wir mal das beste, wa?
Sollte sich ein Rechtkundiger unter meinen Leser befinden, dann habe ich da mal eine sehr ernst gemeinte Frage:
Besteht die Möglichkeit, jemandem der Regierung (wer auch immer in Person dafür die Verantwortung trägt) wegen dieser “Wir kaufen Hehlerware um Steuern zu scheffeln”-Aktion eine Strafanzeige auf den Hals zu hetzen? Entweder wegen (indirekter) Anstiftung zum Diebstahl, Unterstützung von Hehlerei, Handel mit Hehlerwaren oder Mitwissertum bei einer Straftat (oder wie das heißt)?
Für mein Rechtsverständnis geht es hier absolut nicht mit rechten Dingen zu und sofern die Möglichkeit einer Rechtsverfolgung besteht, ziehe ich eine offizielle Strafanzeige in Betracht, sollte es zu dem Datenhandel kommen.
Vielleicht liege ich meiner Rechtseinschätzung auch total daneben. Dann ist aber grundsätzlich etwas falsch im deutschen “Rechtsstaat”, wenn Straftaten neuerdings durch andere Straftaten gerechtfertigt werden.
Ich nehme jeden Tipp gern entgegen.





